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Umweltministerium plant "nationale Wasserstrategie"

Autor: ÖKO-TEST Redaktion | Kategorie: Geld und Recht | 18.08.2020

Vielerorts vertrocknen die Felder. Müssen wir künftig auch in Europa mehr Wasser sparen?
Foto: Shutterstock / Tanja Esser

Der Sommer 2020 droht insgesamt heiß und trocken zu werden – ähnlich wie die letzten beiden Jahre. Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze plant deshalb eine nationale Strategie zur Wassernutzung. Müssen wir künftig mehr Wasser sparen und etwa auf den Rasensprenger verzichten?

Die Sommer 2018 und 2019 waren extrem trocken und gehörten zu den heißesten Sommern seit Beginn der Messungen. Sommer mit wenig Niederschlägen und ausgetrockneten Böden werden häufiger. Der Sommer im letzten Jahr verfehlte sein Regensoll laut Deutschem Wetterdienst (DWD) um ganze 27 Prozent.

Auch dieses Jahr regnete es bislang vorallem in Mitteldeutschland zu wenig. Mancherorts wurden zuletzt an fünf Tagen nacheinander über 35 Grad Celsius gemessen. Geht uns bald das Wasser aus?

Bundesumweltministerin möchte "nationale Wasserstrategie" vorlegen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze möchte deshalb im kommenden Jahr eine Wasserstrategie für die gesamte Bundesrepublik ausarbeiten. Denn wenn das Wasser knapp wird, muss etwa geregelt sein, ob Schwimmbäder weiterhin geöffnet bleiben können oder die Bürger den eigenen Rasen noch bewässern dürfen.

Wasser zum Trinken, Kochen, Waschen – und dann?

In einem Interview führte die Ministerin aus: "Die höchste Priorität hat die Versorgung der Menschen mit Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen. Das ist ein Menschenrecht". Danach jedoch müsse man entscheiden, was wichtiger sei – das Freibad oder die Bewässerung von Privatgärten.

Diese Entscheidungen sollten laut der Bundesumweltministerin am besten stets vor Ort gefällt werden. Allerdings möchte sie den Kommunen mit der nationalen Strategie zur Wassernutzung klare Vorgaben zur Orientierung geben.

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