Neue Sparpreis-Regel bei der Bahn: Am Schalter nur noch personalisierte Tickets

Autor: dpa/Redaktion (lw) | Kategorie: Geld und Recht | 28.09.2023

Was die neue Sparpreis-Regel bei der Bahn bedeutet
Foto: Shutterstock/Filmbildfabrik

Online gekaufte Fahrkarten sind bei der Bahn längst personalisiert. Doch ab Oktober gilt diese Regel auch für Spartickets vom Reisezentrum und Reiseagenturen. Das hat Vor- und Nachteile.

Der vergünstigte Preis von Super-Spartickets der Deutschen Bahn ist oft verlockend. Dafür müssen Reisende jedoch hinnehmen, dass sie die Tickets – abgesehen von einem kurzen Zeitfenster nach dem Kauf – nicht mehr stornieren können. Was die Frage aufwirft: Könnte man die Tickets nicht auch weitergeben, ehe sie ungenutzt verfallen?

Generell gilt: Kauft man Tickets bei der Bahn online (über die Website oder App), sind sie bereits personalisiert.

Neu ist: Ab 1. Oktober gilt zumindest für Spartickets, dass sie auch in Reisezentren und Reiseagenturen nur noch unter Angabe eines Namens verkauft werden. Zudem ist eine Handynummer oder E-Mail-Adresse erforderlich. Die Bahn begründet die neue Regelung damit, Kunden besser über den Reiseverlauf informieren zu wollen. Heißt aber auch: Nur der Kunde, dessen Name auf dem Ticket steht, kann damit noch fahren. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht mehr möglich.

"Anonyme" Tickets nur noch am Automaten

Beim Kauf am Automaten gilt die neue Regel für Sparpreise übrigens noch nicht. Nicht-personalisierte Tickets aus dem Automaten kann dann prinzipiell auch jemand anderes nutzen, hier ist eine Weitergabe also möglich. Verboten ist nur der Weiterverkauf.

Spar- und Super-Spartickets können auch weiterhin für jemand anderen gekauft werden, dessen Name dann angegeben werden muss. Nach der Buchung ist ein Umschreiben des Tickets auf eine andere Person nicht mehr möglich.

Ebenfalls gut zu wissen: Bei Flexpreis-Tickets ändert sich nichts. Hier müssen im Reisezentrum oder bei der Reiseagentur also auch zukünftig keine Kontaktdaten angegeben werden.

Spartipps für Zugreisende

Hier noch einige Bahn-Spartipps:

  • Zum Sparen die Bestpreis-Suche in der Bahn-App oder auf der Bahn-Website ausprobieren: Damit werden automatisch die günstigsten (Randzeiten-)Züge angezeigt.
  • Es kann sich lohnen, in den Suchoptionen das Häkchen bei "Schnellste Verbindungen anzeigen" zu entfernen. Denn: Etwas längere Verbindungen können günstiger sein.
  • Ist seitens der Deutschen Bahn kein günstiges Angebot verfügbar, sollte man auch andere Anbieter – auf Gleis und Straße – in den Blick nehmen, etwa Fernbus-Unternehmen.
  • Und ganz aktuell: Wer schon jetzt für die reisestarken Weihnachtsfeiertage buchen will, muss sich noch etwas gedulden. Denn: Tickets für das neue Fahrplanjahr, das am 10. Dezember 2023 beginnt, sind erst ab 11. Oktober 2023 buchbar.

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