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Neue Betrugsmasche: Fake-SMS drohen mit Gerichtsvollzieher

Autor: Lino Wirag | Kategorie: Geld und Recht | 04.06.2022

Fake-SMS zum Online-Banking und Drohungen mit Gerichtsvollziehern
Foto: Shutterstock/sitthiphong

Im Moment geht eine neue Betrugsmasche um: Per SMS wird Empfängern gedroht, der Gerichtsvollzieher stünde in Kürze vor der Tür, wenn vermeintliche Rechnungen nicht bezahlt würden. Das können Sie tun, um sich zu schützen.

Alle paar Wochen geht eine neue Betrugsmasche durchs Land – sei es per Mail, per SMS oder per Telefon. Zuletzt warnten wir unter anderem vor Kriminellen, die (angebliche) Zollgebühren verlangen sowie vor falschen Anrufen von der Rentenversicherung und gefälschten Anrufen der Polizei in englischer Sprache. Das Ziel ist immer das gleiche: an Geld zu kommen – oder an Zugangsdaten, die wiederum zum Geld der Opfer führen.

Betrugsmasche per SMS: Angeblich unbezahlte Rechnungen

Zurzeit sorgt eine neue Betrugsmasche für Ärger, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Der Inhalt der dazugehörigen Fake-SMS lautet sinngemäß, dass in Kürze der Gerichtsvollzieher vor der Tür stehen und den eigenen Hausrat pfänden werde. Der Grund seien – angeblich – offene Rechnungen. Über einen Link in der SMS sollen sich die vermeintlichen Rechnungen direkt bezahlen lassen.

Tippen Sie einen entsprechenden Link keinesfalls an, geben Sie keine Zugangsdaten zu Ihrem Onlinebanking weiter und erlauben Sie nicht, dass unbekannte Anwendungen auf Ihrem Smartphone installiert werden.

Ebenfalls per SMS werden weiterhin Nachrichten versandt, die angeblich von der eigenen Bank stammen und über vermeintliche Neuerungen oder Probleme beim Online-Banking informieren. Auch hier ist das Ziel der Betrüger, Zugangsdaten für Bankkonten einzusammeln – man spricht hier von "Smishing" (SMS + Phishing).

Betrügerische SMS: So schützen Sie sich

Sie können leider nicht vollständig verhindern, dass Sie ein Betrugsversuch über eine Textnachricht erreicht. Aber Sie können sich schützen, indem Sie …

  • sparsam mit Ihren Daten umgehen und Ihre Nummer nur angeben, wenn es unbedingt nötig ist.
  • keine Links in einer SMS antippen, die von einem Absender stammt, den Sie nicht kennen.
  • nicht auf eine verdächtige SMS antworten, da die Betrüger sonst wissen, dass Ihre Nummer in Verwendung ist.
  • ganz genau hinsehen: Internetseiten, über die Kriminelle Daten stehlen wollen, wirken oft genau wie die echte Internetseite von Bank oder Sparkasse. Solche Fake-Seiten sind aber beispielsweise an einer falschen URL oder an anderen Unstimmigkeiten zu erkennen.
  • keiner Installation von unbekannten Apps auf Ihrem Gerät zustimmen, wenn Sie beispielsweise versehentlich auf einen Link geklickt haben.
  • die Rufnummer des SMS-Absenders sperren; auch wenn die Betrüger die Nummern ständig wechseln.
  • im Zweifelsfall bei Ihrer Bank anrufen: Sollte wirklich etwas mit Ihrem Konto nicht stimmen, erfahren Sie das am Telefon.
  • … über Ihren Mobilfunkanbieter eine sogenannte Drittanbietersperre aktivieren.

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