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Goldener Geier 2022: Jetzt die "dreisteste Umweltlüge des Jahres" nominieren

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Geld und Recht | 04.07.2022

Die DUH sucht erneut die "dreisteste Umweltlüge" des Jahres.
Foto: DUH

Auch 2022 sucht die Deutsche Umwelthilfe wieder die "dreisteste Umweltlüge des Jahres". Die Nomimierungsphase ist nun gestartet: Ab sofort können Sie Umweltlügen melden und für den Schmähpreis vorschlagen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) möchte dieses Jahr erneut die "dreisteste Umweltlüge des Jahres" mit dem Schmähpreis "Der Goldene Geier" auszeichnen. Der Preis wird im September überreicht – ab sofort können Sie Produkte und Unternehmen nominieren.

Goldener Geier 2022: Sie können nominieren

Die DUH ruft dazu auf, Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen für die "dreisteste Umweltlüge des Jahres" zu nominieren, die Klima-, Umwelt- oder Naturschutz nur versprechen, in Wahrheit aber Umweltsünder sind. DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz erklärt: "Beinahe täglich täuschen Industrie und Handel die Verbraucherinnen und Verbraucher: ob angeblich klimaneutrale Flüge, sogenannte biologisch abbaubare Kaffeekapseln oder umweltschädliche Einweg-Tüten, die als Mehrwegprodukte angepriesen werden."

"Mit diesem Greenwashing verdienen Unternehmen und Dienstleister mittlerweile Milliarden. Und das ist dreifach schlimm: Während mit klima- und umweltschädlichen Produkten hohe Gewinne erzielt werden, werden Verbraucherinnen und Verbraucher abgezockt und ihr Vertrauen in wirklich grüne Produkte sinkt. Das müssen wir gemeinsam verhindern", so Metz weiter.

Auf der Seite www.duh.de/goldenergeier2022/ können Sie bis am 24. Juli 2022 Ihren Nominierten eintragen und je nach Wunsch eine Begründung sowie ein Foto hinzufügen. Aus allen Nominierungen wählt die DUH fünf Kandidaten aus, die anschließend online zur Wahl für den Goldenen Geier 2022 stehen.

Die "dreistesten Umweltlügen" der Jahre 2019 bis 2021

Mit dem Goldenen Geier möchte die DUH Aufmerksamkeit für Greenwashing schaffen, Verbraucher warnen und konkrete Produkte enttarnen, mit denen Menschen getäuscht werden. 2021 gewann RWE den Schmähpreis: Die DUH kritisierte, dass sich RWE in Werbekampagnen als nachhaltiges Unternehmen präsentierte, das auf grünen Strom setzt. Tatsächlich lag der Anteil erneuerbarer Energien dort 2020 aber nur bei rund 20 Prozent. Das sind deutlich weniger als im gesamten deutschen Strommix – hier betrug der Anteil immerhin 46 Prozent. Für die DUH ein Fall von Greenwashing.

2020 wurde Daimler für seinen SUV Mercedes GLS mit dem Negativpreis ausgezeichnet. Der Stadtgeländewagen wurde von den Teilnehmern als "ökologisch unsinnig" bewertet.

2019 wurde der Goldene Geier erstmals verliehen, damals ging er an Nestlé. Der Konzern wurde für sein importiertes und in Einweg-Kunststoff verpacktes Mineralwasser prämiert. Lesen Sie dazu: Verpackungswahnsinn: Nestlé gewinnt Preis für unsinnigste Plastikverpackung

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