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Arbeitsministerium plant Recht auf Homeoffice

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Geld und Recht | 28.04.2020

Homeoffice bedeutet für viele flexibleres Arbeiten – Bundesarbeitsminister Heil möchte ein gesetzliches Recht auf Homeoffice verankern.
Foto: goodluz / Shutterstock

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt, viele Arbeitnehmer sind aktuell im Homeoffice tätig. Arbeitsminister Heil plant jetzt, das Recht auf Homeoffice künftig gesetzlich zu verankern.

Aufgrund der Corona-Krise arbeiten derzeit sehr viele Arbeitnehmer in Deutschland im Homeoffice. Vor allem für Eltern stellt das Arbeiten zu Hause zurzeit eine Herausforderung dar, müssen sie doch häufig gleichzeitig die Kinder betreuen. Für andere Beschäftigte ist das Homeoffice dagegen eine gute Gelegenheit, eine Ansteckungsgefahr zu verringern und zugleich ungestört zu arbeiten.

Arbeitsminister Heil plant ein Recht auf Homeoffice

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil möchte die Telearbeit deshalb auch über die Corona-Pandemie hinaus ermöglichen und sogar gesetzlich verankern. "Ich arbeite an einem neuen Gesetz für ein Recht auf Homeoffice, das ich bis Herbst vorlegen werde", so Heil. "Jeder, der möchte und bei dem es der Arbeitsplatz zulässt, soll im Homeoffice arbeiten können – auch wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei ist."

Jeder solle komplett auf Homeoffice umsteigen oder, falls gewünscht, auch nur ein oder zwei Tage in der Woche von zu Hause arbeiten dürfen, konkretisierte der Minister seine Pläne. Natürlich solle die Heimarbeit aber freiwillig bleiben. Außerdem werde es "faire Regeln" geben, damit Arbeit und Privatleben weiterhin gut getrennt bleiben könnten. Genaueres sagte der Minister dazu allerdings noch nicht.

Finanzminister Olaf Scholz betonte: "Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie viel im Homeoffice möglich ist – das ist eine echte Errungenschaft, hinter die wir nicht mehr zurückfallen sollten."

Kritik von Arbeitgebern an geplantem Homeoffice-Gesetz

Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, kritisierte Heils Gesetzespläne. "Wir brauchen ein Belastungsmoratorium statt weiterer Vorgaben, die Wachstum und Flexibilität beschränken", so Kampeter. Heimarbeit könne man dort ermöglichen, wo es sinnvoll sei. Er betonte allerdings: "Mit Homeoffice allein kann die Wirtschaft nicht am Laufen gehalten werden."

So gelingt die Arbeit im Homeoffice

Homeoffice kann für viele Arbeitnehmer jedoch eine hervorragende Alternative sein, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Mit diesen Tipps klappt die Heimarbeit noch besser:

  • Bereiten Sie sich morgens genauso vor, als würden Sie ins Büro gehen.
  • Achten Sie auf einen aufgeräumten Schreibtisch und einen rückenfreundlichen, korrekt eingestellten Stuhl. Wechseln Sie ab und zu den Arbeitsplatz, die Abwechslung tut auch dem Körper gut.
  • Machen Sie zwischendurch Pausen, stehen Sie auf und bewegen Sie sich kurz, am besten an der frischen Luft. Dadurch gewinnen Sie auch wieder frische Energie.
  • Packen Sie abends den Laptop weg, und räumen Sie Ihren Arbeitsplatz wieder auf. Gerade in kleineren Wohnungen ohne separates Arbeitszimmer ist das wichtig. Dadurch fällt die klare Trennung von Arbeit und Feierabend leichter.
  • Stimmen Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber und mit Kollegen über die Kommunikationsformen und Erreichbarkeiten ab. So können Sie Ihr Telefon außerhalb der Arbeitszeit stumm stellen, um nicht gestört zu werden.

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