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Angebliche Lotto-Verträge: Betrugsbriefe im Umlauf

Autor: Redaktion (lw) | Kategorie: Geld und Recht | 27.08.2022

Verbraucherzentrale warnt: Massenhaft betrügerische Brief im Umlauf
Foto: Shutterstock/fizkes

Wie die Verbraucherzentralen warnen, sind zurzeit besonders viele Briefe unterwegs, in denen Betroffene aufgefordert werden, für einen angeblichen Lottovertrag zu bezahlen. Reagieren Sie nicht – es handelt sich um Betrug.

Zurzeit treffen in zahlreichen Haushalten angebliche Mahnbriefe ein, bei denen es sich um dreiste Betrugsversuche handelt, warnen die Verbraucherzentralen. Verschickt werden die falschen Forderungsschreiben von angeblichen Anwaltskanzleien. Die Verbraucherzentralen sprechen davon, zurzeit "massenweise" Anfragen zu der Betrugsmasche zu erhalten.

Angeblich Lotto-Vertrag abgeschlossen

Der Inhalt: Der Betroffene habe angeblich telefonisch einen kostenpflichtigen Vertrag mit einer "EURO LOTTO ZENTRALE EURO JACKPOT-6/49" über die Teilnahme an einem Gewinnspiel abgeschlossen. Gefordert werden zwischen rund 300 und 400 Euro, die Betroffene mittels Lastschrift begleichen sollen.

Zu diesem Zweck ist den betrügerischen Briefen gleich ein Kündigungsformular mit SEPA-Lastschriftmandat beigefügt. Das Formular kann allerdings nur per Fax oder QR-Code eingereicht werden – schließlich wollen die Betrüger ihre Postadresse nicht offenlegen.

Nicht auf Betrugsschreiben reagieren

In den betrügerischen Lotto-Briefen, die mit "Vorgerichtliche Mahnung" überschrieben sind, wird behauptet, der Empfänger habe am Telefon angeblich einen Dienstleistungsvertrag abgeschlossen. Konkrete Angaben zum vermeintlichen Gläubiger fehlen jedoch; auch andere Ungereimtheiten fallen auf. Dennoch drohen die Absender mit verschiedenen juristischen Mitteln und Schreckensszenarien, wenn nicht bezahlt werde.

Die Verbraucherzentralen beruhigt: Es handelt sich um leere Drohungen. Zwar könne man Lotterie-Verträge telefonisch abschließen – sie seien allerdings nicht ohne abschließende schriftliche Bestätigung gültig.

Betrugsbrief? So reagieren Sie

Sollten Sie einen entsprechenden oder vergleichbaren Brief erhalten haben, gilt es:

  • Ruhe zu bewahren,
  • die angeblichen Ansprüche und Absender noch einmal gründlich zu überprüfen,
  • unberechtigte Forderungen auf keinen Fall zu bezahlen
  • und gegebenenfalls Strafanzeige zu stellen.

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