Zu früh aus dem Winterschlaf aufgewacht: So können Sie Igeln helfen

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Freizeit und Technik | 02.02.2023

Wie kann ich Igeln helfen, die zu früh aus dem Winterschlaf aufwachen?
Foto: Shutterstock / Bertrand Waridel

Wenn Igel vor Ende März aus ihrem Winterschlaf aufwachen und herumlaufen, ist das zu früh und könnte an der milden Witterung liegen. Diese Igel können Sie unterstützen und ihnen mit dem richtigen Futter helfen.

Ist denn schon Frühling? Wenn die Temperaturen im Januar oder Februar ungewöhnlich warm sind, bekommen Igel den Eindruck, der Winter sei schon vorüber. Die milde Witterung lässt die Tiere aus dem Winterschlaf aufwachen und auf der Suche nach Futter durch unsere Gärten ziehen. In diesem Fall können Sie die Igel kurzfristig unterstützen.

Mildes Wetter stört den Winterschlaf der Igel 

Bei mildem Winterwetter ist es nicht ungewöhnlich, dass die Tiere während ihres Winterschlafs immer mal wieder kurz aufwachen. Meist bleiben sie in diesen Wachphasen in ihrem Winterquartier und schlafen nach einiger Zeit von selbst wieder ein. Anders sieht es aber aus, wenn sie vollständig wach werden: Wenn Körpertemperatur, Kreislauf, Atmung und Herzschlag wieder "hochfahren", kostet das den Igel viel Energie. Die Igel machen sich dann auf die Suche nach Futter, das im Winter aber kaum zu finden ist.

Aus dem Winterschlaf aufgewacht: Kurzzeitig Füttern ist sinnvoll 

Wenn ein Igel häufig aufwacht oder sogar richtig wach wird, besteht die Gefahr, dass er seine Fettreserve vorzeitig aufbraucht und den Winter nicht überlebt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie bei warmem Winter wachen Igeln, die umherlaufen, Futter anbieten.

"Fällt die Durchschnittstemperatur unter 4 Grad und der Igel erscheint weiterhin am Futternapf, stoppen Sie bitte die Zufütterung, damit der Igel wieder in den Winterschlaf fällt", rät das Igelzentrum Zürich (IZZ). Normalerweise wachen die Igel zwischen Ende März und Mitte April endgültig aus ihrem Winterschlaf auf.

Womit kann ich Igel füttern?

Als Futter eignet sich hochwertiges Katzenfutter aus der Dose, am besten mit einem hohen Fleischanteil. Auch ungewürztes Rührei, gekochtes Geflügelfleisch oder durchgegartes Hackfleisch werden von Igeln gerne gefressen und gut vertragen, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND). Dazu ein flaches Schälchen mit Wasser, mehr braucht der Igel nicht. Geben Sie dem Igel auf keinen Fall Milch zu trinken. "Der darin enthaltene Milchzucker ist für sie unverdaulich und sie bekommen Durchfall. Schlimmstenfalls verlieren sie dadurch so viel Flüssigkeit, dass sie austrocknen und sterben", so der BUND. "Auf den Speiseplan der Stacheltiere gehören auf keinen Fall Essensreste, Süßes oder Gewürztes."

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