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Weihnachtspost und Pakete: Welche Fristen gelten und welche Rechte Sie bei Verlust haben

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Freizeit und Technik | 17.12.2021

Weihnachtspost und Pakete sollten Sie am besten frühzeitig verschicken, damit sie bis Weihnachten ankommen.
Foto: Shutterstock / stockfour

Durch die Corona-Pandemie kann nicht jeder Weihnachtsbesuch wie geplant stattfinden. Viele verschicken deshalb Weihnachtsgrüße und Geschenkpakete. Doch wann müssen Sie Briefe und Pakete versenden, damit sie rechtzeitig ankommen? Wir geben Tipps rund um den Postversand zu Weihnachten und erklären, welche Rechte Sie geltend machen können, wenn ein Weihnachtspaket verloren geht oder beschädigt ist.

Wann muss ich mein Paket verschicken, damit Oma es pünktlich zu Weihnachten bekommt? Und muss ich dazu extra zur Post gehen – was in der Erwartung langer Schlangen keine angenehme Vorstellung ist? Wir haben Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um Weihnachtspost und Weihnachtspakete und erklären, welche Rechte Sie beim Verlust eines Päckchens haben.

Wann müssen Weihnachtspost und Pakete verschickt werden?

Zur Weihnachtszeit werden traditionell mehr Briefe und Pakete verschickt als im restlichen Jahr. Wegen der Corona-Pandemie erwartet die Branche jedoch auch 2021 noch mehr Weihnachtspost als in den Jahren vor Corona.

Deshalb gilt: Verschicken Sie Weihnachtspost und Pakete so früh wie möglich. Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Grüße und Geschenke Ihre Liebsten auch rechtzeitig erreichen. Auch zwei Wochen vor dem Fest freut sich schon jeder über ein Weihnachtspaket – das steigert nur die Vorfreude.

Diese Fristen gelten 2021 bei DHL, Hermes und DPD zu Weihnachten

Wichtig zu wissen: Pakete sollen grundsätzlich innerhalb der angegebenen Zeit ausgeliefert werden. Einen rechtlichen Anspruch darauf gibt es aber nicht. Sie können nur auf einen bestimmten Liefertermin bestehen, wenn Sie explizit eine Auslieferung zu einem bestimmten Zeitpunkt vereinbart und dafür extra bezahlt haben.

Versandfristen 2021 bei der Deutschen Post (DHL)

  • Für Pakete und Päckchen innerhalb Deutschlands ist Montag, 20. Dezember 2021 der späteste Abgabetermin.
  • Für Briefe und Postkarten innerhalb Deutschlands: Mittwoch, 22. Dezember 2021 vor der Leerung des Briefkastens.
  • Nationale Expresslieferungen können bis zur jeweiligen Versandschlusszeit am 21. Dezember abgegeben werden.
  • Pakete und Päckchen in deutsche Nachbarländer: abhängig vom jeweiligen Zielland. Nähere Infos finden Sie hier.
  • Europäische Nicht-Nachbarländer: der 10. Dezember ist der Stichtag für Weihnachtspost.

Versandfristen 2021 bei DPD

  • Für Standardpakete innerhalb Deutschlands: Spätestens bis zum 20. Dezember in einem Paketshop abgeben.
  • Expresspakete innerhalb Deutschlands können bis 21. Dezember verschickt werden.

Faustregel für die Abgabezeit ist 12 Uhr mittags.

Versandfristen 2021 bei Hermes

  • Pakete innerhalb Deutschlands: Garantierte Zustellung, wenn Pakete bis Montag, 20. Dezember verschickt werden.
  • Letztmöglicher Termin bei Paketabholungen an der Haustür ist der 20. Dezember.
  • Bei internationalen Sendungen hängt der Stichtag vom Zielland ab. Eine Übersicht finden Sie unter: myhermes.de/weihnachten/
An Weihnachten werden besonders viele Briefe und Pakete verschickt.
An Weihnachten werden besonders viele Briefe und Pakete verschickt. (Foto: Shutterstock / insta_photos)

Pakete zu Weihnachten sicher verschicken

Natürlich soll das Weihnachtspaket nicht nur rechtzeitig, sondern auch heil beim Empfänger ankommen. Wir haben dazu fünf Tipps für Sie:

  • Packen Sie ihr Geschenk in einen stabilen Karton oder kaufen Sie den Karton direkt bei der Post. Der Vorteil beim Verpacken zu Hause: Sie können Hohlräume im Paket in Ruhe mit Zeitungspapier ausfüllen und sehen genau, was alles in Ihrem Päckchen Platz hat. Zerbrechliche Geschenke am besten mehrfach in Zeitungspapier einwickeln, Paket anschließend gut zukleben. Lesen Sie auch: Geschenke verpacken – so klappt es nachhaltiger
  • Stoßzeiten vermeiden: Während der Corona-Pandemie sollten Sie Menschenmengen möglichst meiden. Wer kann, sollte deshalb nicht morgens vor der Arbeit oder erst zum Feierabend zur Postfiliale (oder einer anderer Abgabestelle) laufen, sondern seine Pakete untertags versenden. Tipp: Ein Dienst wie Google Maps kann helfen, sich im Vorfeld ein Bild davon zu machen, wann mit Stoßzeiten zu rechnen ist.
  • DHL bietet Kunden die Möglichkeit, Briefe und Pakete online zu frankieren, etwa mit der entsprechenden App auf dem Smartphone. Auch Hermes und DPD bieten diese Möglichkeit an. Die Paketmarke kann dann zu Hause ausgedruckt werden.
  • Sie müssen nicht für jedes Paket in eine Postfiliale gehen, sondern können Ihr Päckchen auch an einer Packstation abgeben (wenn diese nicht schon voll sind, was natürlich vor Weihnachten nicht auszuschließen ist). Auch Versandmarken und Paketscheine können Sie bereits zu Hause ausdrucken.
  • Wer Geschenke online bestellt, kann das Geschenk gleich an den jeweiligen Empfänger schicken lassen. So sparen Sie Zeit, Geld und schonen das Klima.
  • Hin und wieder verschwinden Päckchen auf unerklärliche Weise. Wertvolle Pakete sollten Sie deshalb besser versichern. Die Haftung kann bereits im Versandpreis enthalten sein. Fragen Sie an der Paketabgabestelle nach oder prüfen Sie die Haftungsbedingungen vorab auf der Webseite des Versanddienstleisters.

Und was, wenn ein Paket verloren geht?

Wenn bestellte Geschenke nicht geliefert werden oder das Weihnachtspaket an die Enkelkinder spurlos verloren geht, ist das für beide Seiten sehr ärgerlich. Für Bestellungen gilt dann: Der gewerbliche Händler trägt das Risiko für den Transport und ist verpflichtet, den Kaufpreis zu erstatten. Die Verbraucherzentrale Hamburg erklärt: Sie müssen als Empfänger nicht zahlen, wenn Sie die bestellte Ware nicht erhalten haben.

Wenn Sie allerdings etwas von einer Privatperson bestellt haben, liegt das Transportrisiko bei Ihnen. Das bedeutet, dass Sie den Kaufpreis zahlen müssen, auch wenn die Ware nicht bei Ihnen ankommt. Hier hilft jedoch eine Paketversicherung. Denn wenn der Versand versichert war, können Sie Ansprüche gegenüber dem Paketdienstleister geltend machen.

Das gilt bei beschädigten Paketen

Die Verbraucherzentrale Hamburg rät, offensichtlich beschädigte Pakete gar nicht erst anzunehmen, sondern die Annahme zu verweigern. Der häufigere Fall ist aber meist der, dass man nach dem Öffnen des Pakets feststellt: Der bestellte Inhalt ist beschäfigt. Melden Sie dann am besten sofort dem Verkäufer, dass durch den Versand Mängel entstanden sind. Der Verkäufer trägt die Transportgefahr und muss Ihnen die Mängel ersetzen.

Beim Kauf von Privatpersonen gilt jedoch wieder: Sie können dem Verkäufer gegenüber keine Ansprüche geltend machen – solange er die Ware in einer ordnungsgemäßen Verpackung verschickt hat. War die Ware jedoch versichert, haftet das Transportunternehmen. Wichtig: Der Schaden muss dann umgehend beim Paketdienstleister gemeldet werden.

Lesen Sie dazu auch: Online-Bestellungen: Darf das Paket einfach vor die Tür gestellt werden?

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