1. Home
  2. Ratgeber

Weihnachtspost und Pakete: Diese Fristen gelten und diese Rechte haben Sie bei Verlust

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Freizeit und Technik | 21.12.2020

Weihnachtspost und Pakete sollten Sie am besten frühzeitig verschicken, damit sie bis Weihnachten ankommen.
Foto: Shutterstock / Africa Studio

Durch die Corona-Pandemie kann nicht jeder Weihnachtsbesuch wie geplant stattfinden. Viele verschicken deshalb Weihnachtsgrüße und Geschenkpakete. Doch wann müssen Sie Briefe und Pakete versenden, damit sie rechtzeitig ankommen? Wir geben Tipps rund um den Postversand zu Weihnachten und erklären, welche Rechte Sie geltend machen können, wenn ein Weihnachtspaket verloren geht oder beschädigt ist.

Wann muss ich mein Paket verschicken, damit Oma es pünktlich zu Weihnachten erhält? Und muss ich dazu extra zur Post laufen – was in der Erwartung langer Schlangen keine angenehme Vorstellung ist? Wir haben Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um Weihnachtspost und Weihnachtspakete gesammelt und erklären auch, welche Rechte Sie beim Verlust eines Päckchens haben.

Wann müssen Weihnachtspost und Pakete verschickt werden?

2020 ist ein außergewöhnliches Jahr – auch für den Post- und Paketversand. Zur Weihnachtszeit werden traditionell mehr Briefe und Pakete verschickt als im restlichen Jahr. Aufgrund der Corona-Pandemie erwartet die Branche jedoch noch mehr Weihnachtspost als in den vergangenen Jahren.

Deshalb gilt: Verschicken Sie Weihnachtspost und Pakete so früh wie möglich. Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Grüße und Geschenke Ihre Liebsten auch rechtzeitig erreichen und ersparen den Paketzulieferern das ein oder andere Paket kurz vor den Feiertagen. Auch zwei Wochen vor Weihnachten freut sich schon jeder über ein überraschendes Weihnachtspaket – das steigert nur die Vorfreude.

Diese Fristen gelten bei DHL, Hermes und DPD zu Weihnachten

Wichtig zu wissen: Pakete sollen grundsätzlich innerhalb der angegebenen Zeit ausgeliefert werden. Einen rechtlichen Anspruch darauf gibt es aber nicht. Sie können nur auf einen bestimmten Liefertermin bestehen, wenn Sie explizit eine Auslieferung zu einem bestimmten Zeitpunkt vereinbart und dafür extra bezahlt haben.

Versandfristen bei der Deutschen Post (DHL)

  • Für Pakete und Päckchen innerhalb Deutschlands war Samstag, 19.12., 12 Uhr, der späteste Abgabetermin.
  • Für Briefe und Postkarten innerhalb Deutschlands: Dienstag, 22.12. vor der Leerung des Briefkastens.
  • Nationale Expresslieferungen können bis zur jeweiligen Versandschlusszeit am 23.12. abgegeben werden.
  • Pakete und Päckchen in deutsche Nachbarländer: Mussten bis 14.12. verschickt werden.
  • Europäische Nicht-Nachbarländer: 10.12. war der Stichtag für Weihnachtspost

Versandfristen bei DPD

  • Für Standardpakete innerhalb Deutschlands: Spätestens am Dienstag, 22.12., bis 12 Uhr abschicken.
  • Expresspakete innerhalb Deutschlands können bis 23.12., 12 Uhr, verschickt werden.
  • Pakete innerhalb der EU: Musste bis spätestens Freitag, 18.12., verschickt werden.

Versandfristen bei Hermes

  • Pakete innerhalb Deutschlands: Garantierte Zustellung, wenn Pakete bis Montag, 21.12., um 12 Uhr verschickt wurden.
  • Pakete innerhalb der EU: Keine EU-weiten Versandfristen; für Österreich galt der 19.12., für Italien der 15.12. und für Dänemark der 17.12. Eine Übersicht finden Sie unter: myhermes.de/weihnachten/
An Weihnachten werden besonders viele Briefe und Pakete verschickt.
An Weihnachten werden besonders viele Briefe und Pakete verschickt. (Foto: Shutterstock / insta_photos)

Pakete zu Weihnachten sicher verschicken

Natürlich soll das Weihnachtspaket nicht nur rechtzeitig, sondern auch heil beim Empfänger ankommen. Wir haben dazu fünf Tipps für Sie:

  • Packen Sie ihr Geschenk in einen stabilen Karton oder kaufen Sie den Karton direkt bei der Post. Der Vorteil beim Verpacken zu Hause: Sie können Hohlräume im Paket in Ruhe mit altem Zeitungspapier ausfüllen und sehen genau, was alles in Ihrem Päckchen Platz hat. Zerbrechliche Geschenke am besten mehrfach in Zeitungspapier einwickeln, Paket anschließend gut zukleben. Lesen Sie auch: Geschenke verpacken – so klappt es nachhaltiger
  • Stoßzeiten vermeiden: Während der Corona-Pandemie sollten Sie Menschenmengen möglichst meiden. Wer kann, sollte deshalb nicht morgens vor der Arbeit oder erst zum Feierabend zur Postfiliale (oder einer anderer Abgabestelle) laufen, sondern seine Pakete untertags versenden. Tipp: Ein Dienst wie Google Maps kann helfen, sich im Vorfeld ein Bild davon zu machen, wann mit Stoßzeiten zu rechnen ist.
  • Sie müssen nicht für jedes Paket in eine Postfiliale gehen, sondern können Ihr Päckchen auch an einer Packstation abgeben (wenn diese nicht schon voll sind, was natürlich vor Weihnachten nicht auszuschließen ist). Auch Versandmarken und Paketscheine können Sie bereits zu Hause ausdrucken.
  • Wer Geschenke online bestellt, kann das Geschenk gleich an den jeweiligen Empfänger schicken lassen. So sparen Sie Zeit, Geld und schonen das Klima.
  • Hin und wieder verschwinden Päckchen auf unerklärliche Weise. Wertvolle Pakete sollten Sie deshalb besser versichern. Die Haftung kann bereits im Versandpreis enthalten sein. Fragen Sie an der Paketabgabestelle nach oder prüfen Sie die Haftungsbedingungen vorab auf der Webseite des Versanddienstleisters.

Und was, wenn ein Paket verloren geht?

Wenn bestellte Geschenke nicht geliefert werden oder das Weihnachtspaket an die Enkelkinder spurlos verloren geht, ist das für beide Seiten sehr ärgerlich. Für Bestellungen gilt dann: Der gewerbliche Händler trägt das Risiko für den Transport und ist verpflichtet, den Kaufpreis zu erstatten. Die Verbraucherzentrale Hamburg erklärt: Sie müssen als Empfänger nicht zahlen, wenn Sie die bestellte Ware nicht erhalten haben.

Wenn Sie allerdings etwas von einer Privatperson bestellt haben, liegt das Transportrisiko bei Ihnen. Das bedeutet, dass Sie den Kaufpreis zahlen müssen, auch wenn die Ware nicht bei Ihnen ankommt. Hier hilft jedoch eine Paketversicherung. Denn wenn der Versand versichert war, können Sie Ansprüche gegenüber dem Paketdienstleister geltend machen.

Das gilt bei beschädigten Paketen

Die Verbraucherzentrale Hamburg rät, offensichtlich beschädigte Pakete gar nicht erst anzunehmen, sondern die Annahme zu verweigern. Der häufigere Fall ist aber meist der, dass man nach dem Öffnen des Pakets feststellt: Der bestellte Inhalt ist beschäfigt. Melden Sie dann am besten sofort dem Verkäufer, dass durch den Versand Mängel entstanden sind. Der Verkäufer trägt die Transportgefahr und muss Ihnen die Mängel ersetzen.

Beim Kauf von Privatpersonen gilt jedoch wieder: Sie können dem Verkäufer gegenüber keine Ansprüche geltend machen – solange er die Ware in einer ordnungsgemäßen Verpackung verschickt hat. War die Ware jedoch versichert, haftet das Transportunternehmen. Wichtig: Der Schaden muss dann umgehend beim Paketdienstleister gemeldet werden. 

Weiterlesen auf oekotest.de: