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Weihnachtsbaum entsorgen: Was erlaubt ist und wie der Baum recycelt werden kann

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Freizeit und Technik | 05.01.2022

Weihnachtsbäume haben nur eine kurze Lebensdauer und müssen im neuen Jahr entsorgt werden.
Foto: Shutterstock / azur13

Zu Weihnachten wurde er liebevoll geschmückt und beleuchtete viele Wohnzimmer: der Weihnachtsbaum. Nun soll der Baum für viele zügig wieder verschwinden. Doch wie entsorgen Sie den Weihnachtsbaum am besten und können Sie ihm vielleicht ein zweites Leben schenken?

Viele schmücken den Weihnachtsbaum am 06. Januar ab, dem Heilige-Drei-Könige-Tag; bei anderen kommt er bereits nach Silvester vor die Tür und wieder andere lassen den Baum bis Maria Lichtmess am 02. Februar stehen. So oder so: Unweigerlich muss der schöne Weihnachtsbaum entsorgt werden. Wir haben Tipps, wie Sie Ihre Tanne oder Fichte sinnvoll loswerden.

Weihnachtsbaum entsorgen: Wohin mit der Tanne?

Ein wichtiger Tipp vor dem Entsorgen des Baums: Nur "leere" Weihnachtsbäume dürfen entsorgt werden.

Schmücken Sie den Christbaum deshalb vollständig ab, verstauen Kugeln, Strohsterne und Co. gut fürs nächste Jahr und wickeln die Lichterkette ab. Auch Lametta sollten Sie vollständig entfernen und entweder aufbewahren oder im Restmüll entsorgen. Ist das Lametta schon recht alt, könnte es noch Blei enthalten und gehört damit in den Sondermüll.

Folgende Möglichkeiten haben Sie bei der Entsorgung Ihres Weihnachtsbaums:

  • Wertstoffhof
  • Kommunale Sammelstelle
  • Abholen lassen
  • Zoo
  • Kompost

Wertstoffhof

Die sicherste Anlaufstelle für Weihnachtsbäume sind Wertstoffhöfe. Dort können Sie den Baum in der Regel kostenfrei abgeben. Wichtig: Unbedingt die Öffnungszeiten prüfen, bevor Sie losziehen.

Sammelstellen

Einige Städte wie München oder Berlin bieten Sammelstellen für Christbäume an, die kostenfrei sind. Informieren Sie sich dazu am besten auf der Webseite Ihrer Kommune oder beim örtlichen Abfallentsorgungsunternehmen. Sie müssen den Baum dazu nur zur angegebenen Zeit an den Abholort bringen.

Nach ein paar Wochen nadelt der Weihnachtsbaum und muss raus aus dem Wohnzimmer. Bei der Entsorgung gibt es ein paar Dinge zu beachten.
Nach ein paar Wochen nadelt der Weihnachtsbaum und muss raus aus dem Wohnzimmer. Bei der Entsorgung gibt es ein paar Dinge zu beachten. (Foto: Shutterstock / Ramil Gibadullin)

Abholen lassen

In einigen Städten und Gemeinden geht es sogar noch leichter: Die Bäume werden von den örtlichen Entsorgern abgeholt. Informmieren Sie sich dazu bei Ihrer Kommune und stellen Sie den Baum zum vorgegebenen Datum einfach vor Ihre Haustür. 

Spende an den Zoo

Örtliche Zoos freuen sich über ausgediente Tannenbäume, die sie den Tieren zum Spielen und Knabbern in die Gehege legen. Wichtig ist dabei, dass es Bio-Weihnachtsbäume sind. Fragen Sie vorher aber unbedingt nach, ob der Tierpark Bedarf an den Bäumen hat. Es kann sein, dass den Zoos zu viele Bäume angeboten werden oder sie nur unverkaufte Weihnachtsbäume annehmen.

Kompost

Wer einen Komposthaufen im Garten hat, sollte den Weihnachtsbaum keinesfalls wegbringen, sondern ihn kompostieren. Zerkleinern Sie den Baum und die Äste dazu und werfen Sie sie auf den Kompost. Die trockenen Zweige durchlüften den Kompost.

So sollten Sie den Weihnachtsbaum nicht entsorgen

Was Sie bitte nicht tun sollten: Den Weihnachtsbaum einfach in den Wald oder den nächsten Park bringen. In der Natur braucht der Baum viel zu lange, um zu verrotten. Der Christbaum gilt als Müll und eine unsachgemäße Entsorgung kann deshalb ein Bußgeld nach sich ziehen.

Besser als wegwerfen: Weihnachtsbaum verwerten

Sie müssen Ihren Baum aber gar nicht sofort entsorgen, sondern können ihn noch verwenden. Wir haben folgende Ideen für Sie:

  • Das Geäst des Tannenbaums kann als Kälteschutz für Pflanzen dienen: Schneiden Sie dazu die Äste dicht am Stamm ab und decken damit Pflanzen und Blumenbeete auf dem Balkon oder im Garten zu. Damit sind sie besser vor Frost geschützt.
  • Eigenes Duftöl herstellen: Sammeln Sie eine gute Handvoll Tannennadeln in einer Schüssel und übergießen sie mit Sonnenblumenöl. Nach etwa zwei Wochen Ziehzeit haben Sie ein duftendes Tannenöl, das Sie als Raumduft oder Massageöl verwenden können.
  • Frischer Tannentee: Wer einen Bio-Tannenbaum gekauft hat, kann aus den Nadeln Tee herstellen. Schneiden Sie für eine große Tasse ca. zwei Teelöffel getrocknete Tannennadeln klein und mörsern sie. Geben Sie sie dann in ein Teeei oder einen Teebeutel und übergießen sie mit kochendem Wasser. Nach rund zwei Minuten Ziehzeit können Sie den Tee trinken.

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