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Sonnencreme richtig auftragen: Welche, wie viel, wie oft, wohin?

Autor: Redaktion (lp, lw) | Kategorie: Freizeit und Technik | 14.07.2021

Nur wer Sonnencreme richtig anwendet, schützt sich vor der Sonne.
Foto: Shutterstock/MarKord

Nur wer Sonnencreme richtig anwendet, schützt sich vor den aggressiven Sonnenstrahlen. Unsere wichtigsten Tipps rund um die Kunst des richtigen Eincremens und des rechtzeitigen Nachschmierens.

  • Genug auftragen, alle 2-3 Stunden nachschmieren, vor allem nach dem Baden.
  • Multiplizieren Sie den Lichtschutzfaktor (LSF) mit 10, um zu erfahren, wie viele Minuten Sie maximal in der Sonnen bleiben sollten.
  • Ein Mittel mit LSF 50 absorbiert nur wenig mehr UV-Strahlen als eines mit LSF 20.

Die meisten Menschen tragen Sonnenschutzmittel zu dünn und zu unregelmäßig auf, wie Umfragen zeigen. Dann ist der Schutz vor den aggressiven Sonnenstrahlen aber nicht ausreichend! Deshalb besser (zu) dick auftragen: Erwachsene benötigen drei bis vier Esslöffel, um sich von Kopf bis Fuß einzucremen. Nur mit einer solchen Menge an Sonnencreme lässt sich der ausgelobte Lichtschutzfaktor erreichen.

Sonnencreme überall und reichlich auftragen

  • Tragen Sie Sonnenschutz auch auf, wenn es wolkig ist. Eine leichte Wolkendecke lässt immer noch 90 % der UV-Strahlung durch.
  • Vergessen Sie beim Eincremen keine Stelle. Füße, Hände, die Rückseiten der Arme, die Ränder der Kleidung und der Rücken kommen häufig zu kurz.
  • Fürs Gesicht gibt es spezielle Sonnencremes. Alternativ können Sie auch eine Tagescreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwenden.

So hoch muss der Lichtschutzfaktor sein

Die Schutzdauer der Sonnencreme lässt sich mit Hilfe des angegebenen Lichtschutzfaktors (LSF) relativ einfach errechnen: Bei Menschen, die ohne Sonnencreme nach etwa zehn Minuten einen Sonnenbrand bekommen, verlängert sich der Eigenschutz der Haut gegen UV-B-Strahlen mit LSF 20 auf 200 Minuten. Also: LSF x 10 = Zeitdauer in Minuten, die man maximal in der Sonnen bleiben kann. Davon sollte man am besten nur zwei Drittel ausschöpfen. Für unser Beispiel wären das rund 120 Minuten.

Im Prinzip reicht für die meisten Menschen ein Sonnenschutzmittel mit mittlerem LSF (zwischen 15 und 25) aus, denn: Der zusätzliche Sonnenschutz wächst nicht proportional zum Lichtschutzfaktor. Absorbiert ein Mittel mit LSF 20 immerhin 95 Prozent der UV-B-Strahlung, sind es bei LSF 50 nur wenig mehr, nämlich 98 Prozent. Die Verbesserungen sind also eigentlich unbedeutend. Trotzdem sind Produkte mit hohem LSF meist deutlich teurer. Sinnvoll sind Sonnenschutzmittel mit sehr hohem LSF zum Beispiel für Menschen mit Pigmentstörungen oder frischen, größeren Narben.

Für unseren aktuellen Sonnencreme-Test haben wir zahlreiche Cremes und Sprays mit LSF 30 untersucht – mit einigen Produkten schmieren wir uns bedenkliche Stoffe auf die Haut. Alle Ergebnisse finden Sie hier:

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Tipp: Wichtig ist es, alle zwei bis drei Stunden nachzucremen, denn Baden, Schwitzen und Abtrocknen mindern den Schutz. Auch wenn eine Sonnencreme als "wasserfest" ausgewiesen ist, bleibt nach dem Schwimmen im Wasser und Abtrocknen in der Regel nicht mehr viel Sonnenschutz auf der Haut. Deshalb auf jeden Fall neu einschmieren.

Shutterstock/Elena Rudakova
Shutterstock/Elena Rudakova (Foto: Sonnencreme auftragen: Nicht kleckern, sondern gerne klotzen. Und vor allem: regelmäßig nachcremen!)

Bei hoher UV-Strahlung die Sonne meiden

Ob Sonnenschutz nötig ist, hängt in erster Linie von der UV-Belastung ab. Dieser wird mittlerweile als weltweit einheitlicher UV-Index in den Wetterprognosen angegeben, beispielsweise in der WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes. Klettert der UV-Index auf 3, was auch im Frühling und Herbst der Fall sein kann, ist bei einem Aufenthalt in der Sonne ein Sonnenschutz nötig.

"Der effektivste Schutz vor hohen UV-Belastungen und UV-bedingten Erkrankungen ist, ist die Sonne zu vermeiden. An zweiter Stelle steht Kleidung als Schutz vor der Sonne. Erst an dritter Stelle steht das Eincremen mit Sonnencreme", so das Bundesamt für Strahlenschutz.

>> Lesen Sie auch: Große Sonnenschutz-FAQ: So geht gesundes Sonnenbaden

So beugen Sie Hautkrebs vor

Um Ihre Haut vor Hautkrebs zu schützen, halten Sie sich in der Mittagszeit am besten im Schatten auf, tragen Sie lange Kleidung, einen Hut und eine Sonnenbrille und cremen Sie die freiliegenden Hautstellen mit Sonnenschutzmittel ein.

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Wie lange ist Sonnencreme haltbar?

Jede Sonnencreme trägt auf der Rückseite das Symbol eines kleinen Tiegels mit der Haltbarkeit. Diese Zahl sagt, wie viele Monate das Produkt nach dem Öffnen mindestens haltbar ist. Ungeöffnet halten Sonnencremes mindestens 30 Monate – vorausgesetzt, sie wurden keiner großen Hitze ausgesetzt, also z.B. lange im Auto oder bei den Strandsachen aufbewahrt. Wenn die Creme nicht mehr gut riecht und sich die Konsistenz verändert hat, sollten Sie das Produkt besser entsorgen.

>> Lesen Sie auch: Wie lange hält Sonnencreme?

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