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Ratgeber: Ozonloch

Spezial Umwelt 5: 2011
vom 04.11.2011

Ozonloch

Nur gemeinsam sind wir stark

Schon einmal hat es die internationale Politik geschafft, schnell und gemeinschaftlich auf ein Umweltproblem zu reagieren: als sie FCKW verbot, um das Ozonloch zu schließen. Ein Muster für den Kampf gegen die CO2-Klimakatastrophe? Aber auch eine Warnung, denn die Erholung der Ozonschicht braucht mehr Zeit als erwartet.

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04.11.2011 | Die Menschheit ist noch einmal davongekommen. Zumindest dachten wir das, als Wissenschaftler im Jahr 2003 Entwarnung gaben. Die Forscher der University of Alabama in Huntsville hatten Messdaten der vergangenen 20 Jahre ausgewertet. Zahlenmaterial, das drei Satelliten und drei Bodenstationen von der Ozonschicht gesammelt hatten. Demnach gab es erste Anzeichen, dass sich die löchrige Gashülle um die Erde tatsächlich erholte - der Wendepunkt schien erreicht. Das Ozonloch über der Antarktis schrumpfte. "Dies ist der Anfang einer Erholung der Ozonschicht", frohlockte damals Michael Newchurch, einer der beteiligten Forscher.

Ein Irrtum? Fakt ist: Schon drei Jahre später war das Loch in der Schutzhülle über dem Südpol 27,5 Millionen Quadratkilometer groß, eine Fläche, die größer ist als Nordamerika. Zwar weiß man schon seit Längerem, dass die Erholung der Ozonschicht kein kontinuierlicher Prozess ist, vielmehr schwankt die Größe des Ozonlochs in der Antarktis - bedingt durch unterschiedlich kalte Höhentemperaturen. Dennoch waren die Forscher enttäuscht. Sie hatten mit einem positiveren Trend gerechnet - gut 20 Jahre, nachdem mit dem Montreal-Protokoll ein internationales Abkommen in Kraft getreten war, in dem sich die meisten Länder verpflichtet hatten, künftig auf ozonschädliche Stoffe zu verzichten.

Langlebige FCKW

Für den Ozonabbau sind Chemikalien wie die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) verantwortlich, die früher in Kühlschränken oder Spraydosen eingesetzt wurden. FCKW gelangen aufgrund ihrer chemischen Stabilität unzersetzt in die Stratosphäre, wo sie durch ein Zusammenspiel von Polarwirbel, Stratosphärenwolken und Sonnenlicht regelrecht aufgeknackt werden. Die Herstellung und Verwendung von FCKW und anderer Substanzen, die der Ozonschicht schaden, wurde daher 1987 verboten. Aufgrund der langsamen Austauschprozesse von oben nach unten war jedoch schon bei der Ratifizierung klar, dass es Jahrzehnte dauern würde, bis sich die Ozonschicht erholt. Das Maximum der FCKW-Konzentration in der untersten Luftschicht wurde Mitte der 1990er-Jahre erreicht. Der Chlorgehalt der Stratosphäre nimmt seit der Jahrtausendwende langsam ab, ist aber immer noch sehr hoch.

Über weiten Regionen der Südhalbkugel beträgt der Ozonverlust über Monate hinweg 60 bis 70 Prozent, an bestimmten Stellen über dem Pol ist gar kein Ozon mehr vorhanden. Die Folge: Schädliche UV-Strahlung kann ungebremst die Erdoberfläche erreichen. In Australien und Neuseeland gibt es zur Zeit

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