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Ratgeber: Elektro-Mountainbikes

Extra-Antrieb für Gipfelstürmer

ÖKO-TEST April 2016 | Kategorie: Freizeit und Technik | 31.03.2016

Ratgeber: Elektro-Mountainbikes

Mühelos den Berg hinauf - und auf waghalsigen Strecken wieder hinunter: Selbst sportliche Mountainbikes gibt es mittlerweile mit Elektroantrieb. Wie passt das zusammen?

Während sich die einen nass geschwitzt und mit rotem Kopf den Berg hoch quälen, radeln die anderen unangestrengt vorbei: Auch Mountainbiker können mittlerweile einen elektrischen Motor zuschalten. Dabei wählen sie verschiedene Stufen - entsprechend stark oder schwach unterstützt der Motor den Radfahrer, der aber weiterhin in die Pedale treten muss.

Arne Bischoff vom pressedienst-fahrrad, seit zehn Jahren leidenschaftlicher Mountainbiker, versteht die Elektro-Mountainbikes (E-MTB) unter anderem als "Mittler" und erklärt: "E-Bikes nivellieren Leistungsunterschiede massiv." So werden gemeinsame Ausfahrten von ganz unterschiedlich fitten Menschen möglich. "Der ambitionierte Hobbysportler fährt in derselben Gruppe - ohne Motor - wie der Mittfünfziger, der beispielsweise nach einer Knie- oder Herzoperation nicht mehr volle Kraft geben darf, seine Leidenschaft aber nicht aufgeben möchte."

Bischoff schätzt das E-Mountainbike auch als Trainingsgerät. Beim Grundlagentraining fahren Radsportler hohe Umfänge in sehr niedrigen Puls- und Wattbereichen. Das sei ziemlich langweilig und es erfordere Disziplin, nicht einfach schneller zu fahren, weil das mehr Spaß mache. Mit dem E-Mountainbike ließen sich die niedrigen Puls- und Wattbereiche sehr kontrolliert fahren. "Und durch das höhere Tempo macht es mehr Spaß." Für den Experten ist die elektrische Version ohnehin ein "Spaßbeschleuniger": Es gibt Bikeparks, speziell gebaute Strecken, die steil bergab gehen und mit verschiedenen Elementen wie Steilkurven und Hindernissen ausgestattet sind. Die Radfahrer werden in der Regel zunächst per Lift oder seltener per Shuttleservice nach oben gebracht. "Ein Elektromotor ist dann buchstäblich der eingebaute Lift", erklärt Bischoff. Mit einem entsprechend stabilen Rad komme man recht bequem bergauf.

Jan Marc Zander betreibt die Mountainbike-Schule Trailtech im Harz. Er findet, die Mountainbiker haben mit der E-Version "ein neues Spielzeug hinzubekommen". Es mache Spaß, anstrengende Wege auch mal lockerer zu fahren. "Man nimmt die Natur und die Umwelt dann ganz anders wahr." Für ihn, der als Tourguide unterwegs ist und nach wie vor klassische Modelle fährt, bietet sich das E-Bike vor allem an, um neue Strecken zu erkunden. Seit zehn Jahren organisiert Zander Mountainbike-Ausfahrten im Harz. "Vor rund drei Jahren kamen die ersten Anfragen, ob es okay sei, mit einem E-Mountainbike teilzunehmen", berichtet er. "Heute kommen die E-Mountainbiker einfach - und sie werden nicht mehr komisch angeschaut." Er selbst habe den neuen Modellen von Anfang an offen gegenübergestanden. "Aber natürlich gibt es noch Hardliner in der Szene, die sagen: Bevor ich E-Bike fahre, muss ich 90 sein."

Das bestätigt auch Michael Neubert, Verkaufsleiter bei Fahrrad Hofmann im fränkischen Neustadt an der Aisch: "Den ursportlichen Typ, der sich quält, um glücklich zu sein, den kriegst du nicht auf ein E-Mountainbike." Dennoch gebe es viele Kunden, die mittlerweile beide Alternativen besäßen: "Eines, u

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ÖKO-TEST April 2016 Seite 88
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Seite 88 - 91 im ÖKO-TEST April 2016
vom 31.03.2016
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Erschienen am 31.03.2016

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