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Palmkätzchen: Bienenschutz fängt beim Osterstrauch an

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Freizeit und Technik | 12.04.2019

Palmkätzchen: Bienenschutz fängt beim Osterstrauch an
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Free-Photos / DerWeg)

Palmkätzchen sind im Frühling und zur Osterzeit eine hübsche Deko fürs Wohnzimmer. Aber: Wer sich in der freien Natur bedient und Zweige abschneidet, schadet ausgerechnet den Bienen.

Der Frühling steht in den Startlöchern – und die Versuchung ist groß, sich etwas vom ersten Grün ins heimische Wohnzimmer mitzunehmen, beispielsweise für einen Osterstrauß. Imker und Naturschutzverbände warnen jedoch: Beim Frühjahrsspaziergang bedenkenlos Zweige von frisch erblühten Weiden abzuschneiden, ist keine gute Idee.

"Etliche blühende Weidenarten sind für die Insekten, die schon unterwegs sind, eine wichtige Nahrungsquelle. In der freien Landschaft blühen ansonsten noch nicht allzu viele Pflanzenarten", erklärt Christine Margraf, Artenschutzreferentin beim Bund Naturschutz in Bayern.

Palmkätzchen sind wichtiges Futter für hungrige Bienen

Nach dem harten Winter brauchen die Bienen dringend Energie für den Aufbau der Bienenvölker. Eine der wichtigsten Nahrungsquellen zu Frühlingsbeginn sind sogenannte Palmkätzchen, die Blüten der Salweide. Weidenblüten haben einen hohen Nährwert und versorgen die hungrigen Insekten mit wertvollem Eiweiß und Fetten.

Wer also beim Frühlingsspaziergang Zweige von Palmkätzchen pflückt, nimmt Wildbienen und Schmetterlingen wichtiges Futter. Wenn Sie Wildbienen und andere Insekten schützen möchten, kaufen Sie die Zweige für ihren Osterstrauß am besten in der Gärtnerei.

Wild- und Honigbienen sind für die Bestäubung unserer Nahrungspflanzen unverzichtbar. Dabei sind von den über 500 Wildbienen in Deutschland schon mehr als die Hälfte bedroht oder lokal bereits ausgestorben, wie eine aktuelle Studie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München zeigt.

Was Sie für den Schutz der Bienen tun können

  1. In der Natur blühende Pflanzen unberührt lassen.
  2. Auf Insektizide verzichten.
  3. Heimische statt exotischer Pflanzen auf dem Balkon und im Garten anpflanzen.
  4. Bio-Produkte kaufen.

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