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Neue Energielabel für Elektrogeräte – aus A+++ kann E werden

Autor: Lino Wirag | Kategorie: Freizeit und Technik | 10.10.2020

Ab März 2021 gibt es neue Energielabel für Elektrogeräte.
Foto: Shutterstock / gts

Kühlschränke, Fernseher, Waschmaschinen: Was heute noch Energieeffizienzklasse A+++ hat, kann morgen schon E sein. Bis März 2021 liegen vielen Geräten sogar zwei Energielabel bei. Warum die Verwirrung? Wir klären auf.

Im kommenden März 2021 werden zahlreiche Elektrogeräte neue Effizienzlabel erhalten. Grund dafür ist eine neue EU-Regelung, die zu diesem Zeitpunkt in Kraft treten.

Die neue Regelung gilt ab dann für folgende Geräte:

  • elektronische Displays (inklusive Fernseher und Monitore),
  • Geschirrspüler,
  • Kühl- und Gefriergeräte,
  • Waschmaschinen und Trockner.

Alle Elektrogeräte dürften mit den neuen Energieeffizienzlabeln spürbar schlechter bewertet werden, als das momentan der Fall ist. Auch die Messverfahren, mit denen der Verbrauch festgestellt wird, werden umgestellt: So kann ein und das dasselbe Gerät auf dem neuen Label einen deutlich abweichenden Verbrauchswert (in kWh pro Jahr) aufweisen als auf dem alten.

März 2021: Neue Energielabel für Elektrogeräte

Für viele Verbraucher dürfte das zu Verwirrungen führen – was auch jetzt schon der Fall ist. Wer nämlich in den kommenden Wochen ein neues Elektrogerät aus einem der genannten Produktbereiche erwirbt, sollte schon jetzt ein neues und ein altes Energielabel in der Packung vorfinden. Wurde der Kühlschrank im Laden oder Internet beispielsweise mit Effizienzklasse A+++ beworben und verkauft, zeigt das neue Label im Karton beispielsweise nur noch Klasse E und einen anderen Energieverbrauch. Es gilt dann ab März 2021.

Der Grund: Klassen wie A+++ und A++ gehören ab nächstem Frühjahr der Vergangenheit an. Sie wurden in den letzten Jahren ohnehin häufig kritisiert. Ursprünglich nur als Notlösung eingeführt, klingen die A-Plus-Wert bis heute besonders energiesparend, auch die Werte B und C wirken noch empfehlenswert. Dabei werden die A-Werte inzwischen in vielen Produktkategorien von fast allen aktuellen Modellen erreicht. Damit haben sie keine Aussagekraft mehr – denn natürlich kann ein Laie die Energiesparer und Stromfresser nicht mehr unterscheiden, wenn beide eine der höchsten Einstufungen tragen.

A-Plus-Kennzeichnungen fallen weg

Ab März 2021 soll es deshalb nur noch die Klassen A bis G geben – wie es auch in der Vergangenheit schon einmal der Fall war. Laut TÜV Rheinland gibt es aber bislang noch kein Gerät, das die neue Bestklasse A erreicht. So sollen Hersteller gefordert werden, die Effizienz ihrer Geräte weiter zu steigern.

Warum Händler ihren Produkten jetzt schon beide Label beilegen? Ganz einfach: Es könnte schließlich sein, dass das Gerät erst im März nächsten Jahres verkauft wird – dann muss es aber über die neue Kennzeichnung verfügen.

Auch die geänderten Verbrauchswerte sind sinnvoll: Die neuen Angaben zum Jahresverbrauch sollen näher an der tatsächlichen Nutzung sein als die Zahlen, die Verbraucher im Moment noch auf den Geräten finden. Laut TÜV sollen die neuen Messverfahren den gesamten Lebenszyklus des jeweiligen Geräts besser berücksichtigen als zuvor.

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