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Ministerin Karliczek: Ende der innerdeutschen Flüge möglich

Autor: dpa / Redaktion (lp) | Kategorie: Freizeit und Technik | 06.08.2021

Ein Ende des innerdeutschen Flugverkehrs ist möglich - sagt Bundesforschungsministerin Karliczek.
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - bilaleldaou

Bundesforschungsministerin Karliczek schließt ein Ende des innerdeutschen Flugverkehrs nicht aus, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Deutschland habe sich verpflichtet, Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen.

Kurz Kurzem sorgten die Grünen mit ihrer Ankündigung für Aufsehen, Kurzstreckenflüge auf Dauer abschaffen zu wollen. Nun schließt sich eine Unionspolitikerin dem Gedanken an: Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, hält ein Ende des innerdeutschen Flugverkehrs für möglich.

Es bestehe die Verpflichtung, sich dem Klimawandel noch entschiedener entgegenzustellen, sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur kurz vor Veröffentlichung des neuen Berichts des Weltklimarats (IPCC) am kommenden Montag. Sie erwarte, dass der Bericht die letzten Zweifel daran ausräume, dass der Mensch Hauptverursacher des Klimawandels seit Beginn der Industrialisierung ist.

Ende des innerdeutschen Flugverkehrs bedeutet Ausbau des Schienennetzes

"Wenn man sagt, wir wollen keinen innerdeutschen Flugverkehr mehr, dann muss man den Personenverkehr effizienter organisieren und etwa Schnellstrecken bauen", so Karliczek mit Blick auf die Bahn. "Diesen Weg müssen wir konsequent gehen. Das darf aber nicht 30 Jahre dauern. Das ist eine Entscheidung, die wir im nächsten Koalitionsvertrag fixieren müssen."

Einige Folgen des Klimawandels seien nicht mehr abwendbar, sagte die Ministerin. Sie verwies auf die Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Solche Extremereignisse habe es immer gegeben, aber die Häufigkeit wachse mit dem Klimawandel. "Jede Kommune muss deshalb jetzt überlegen, wie wir uns besser vorbereiten auf Extremereignisse, da müssen wir einen Zacken zulegen", sagte sie.

"Flussläufe müssen wieder in ihr ursprüngliches Bett verlegt und Überlaufflächen sowie größere Kanalisationsmöglichkeiten geschaffen werden", erklärte die Ministerin. Die Forschung entwickle gemeinsam mit den Kommunen bereits Maßnahmen und Konzepte, um in Zukunft besser aufgestellt zu sein.

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