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Greenpeace findet erneut Mikroplastik im Rhein

Autor: dpa/lnw | Kategorie: Freizeit und Technik | 11.11.2021

Shutterstock/IVASHstudio (Symbolbild)
Foto: Greenpeace findet erneut Mikroplastik im Rhein

Greenpeace hatte den Rhein zuletzt im Herbst 2020 auf Mikroplastik untersucht. Auch im Sommer 2021 ist Deutschlands zweitlängster Fluss mit zahlreichen Plastikeinträgen verschmutzt, so die Umweltschützer. Besonders der Flussabschnitt bei Dormagen ist betroffen.

Greenpeace hat bei Proben erneut Plastik im Rhein entdeckt. Die Umweltschutzorganisation nahm zwischen Köln und Düsseldorf knapp ein Jahr nach ihrer ersten Untersuchung wieder Wasser- und diesmal auch Bodenproben. Pro Kubikmeter Rheinwasser seien 0,63 fabrikneue Mikroplastikpartikel entdeckt worden. Auffällig hoch sei die Konzentration am Chemiepark Dormagen, teilte Greenpeace am Donnerstag mit.

125 Millionen Plastikpartikel pro Tag

Grob geschätzt transportiere der Rhein täglich 125 Millionen Plastikpartikel Richtung Nordsee. Das fabrikneue Plastik stamme aus industriellen Produktionsabläufen. "Das NRW-Umweltministerium muss endlich feststellen, woher die Mikroplastikpartikel im Rhein stammen und die Verschmutzung beenden", sagte Daniela Herrmann, Umweltwissenschaftlerin von Greenpeace.

Auch in Bodenproben aus dem Uferbereich und Flussbett des Rheins fand sich Mikroplastik: Bis zu 22.000 Partikel pro Kilogramm Grundsediment seien es bei Dormagen gewesen. Plastikpartikel fänden sich inzwischen in Austern und Miesmuscheln sowie im Verdauungstrakt von Heringen. Als Mikroplastik wertet Greenpeace Plastikpartikel mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern.

ÖKO-TEST hat Mikroplastik immer wieder kritisiert. Was Mikroplastik aus der Nahrung, Luft oder auch aus Kosmetika auf Dauer für unsere Gesundheit bedeutet, ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Klar ist nur, dass Plastikpartikel – egal in welcher Größe – die Umwelt belasten, weil sie kaum abbaubar sind.

>> Hier finden Sie die aktuelle Greenpeace-Studie "Nicht sauber, sondern Rhein" (November 2021) als PDF.

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