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Fasten mal anders: Challenge #plastikfasten für weniger Plastikmüll

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Freizeit und Technik | 13.03.2019

Fasten mal anders: Challenge #plastikfasten für weniger Plastikmüll
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / stux)

Kein Land in Europa verbraucht so viel Plastik wie Deutschland. Rund 14 Millionen Tonnen sind es jährlich. Ein Grund mehr, bei der bundesweiten Aktion #plastikfasten des BUND mitzumachen!

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) ruft zum dritten Mal zum Plastikfasten auf. Mit der bundesweiten Aktion #plastikfasten möchte der BUND dazu animieren, auf Plastikprodukte im Alltag zu verzichten. "Obst in Plastiktüten, Plastikflaschen, Trinkhalme, Einweg-Kaffeebecher, Plastikgeschirr – Plastikartikel sind allgegenwärtig und bescheren uns allen eine wahre Plastikflut. Unsere Böden und Gewässer sind zunehmend vermüllt", so der BUND-Abfallexperte Rolf Buschmann.

Deutschland ist Rekordhalter in Sachen Plastikmüll

Kein Land in Europa hat einen größeren Kunststoffverbrauch als Deutschland: mehr als 14 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr, Tendenz steigend. "Davon sind leider nur 12 Prozent recyceltes Material, 88 Prozent sind neu produzierter Kunststoff", gibt der BUND zu bedenken. Das entspricht rund fünf Prozent des weltweiten Plastikverbrauchs – gleichzeitig leben in Deutschland aber nur 1,1 Prozent der Weltbevölkerung.

Jeder kann helfen, die Plastikflut einzudämmen

Rolf Buschmann lobt die Politik, die sich zurzeit für weniger Produkte aus Einwegplastik einsetzt. Das alleine reiche aber nicht: "Wir brauchen eine generelle Abkehr von Wegwerfplastik, eine Plastikwende, die gesetzlich untermauert ist. Daneben ist es aber auch dringend erforderlich, dass jeder von uns schon jetzt etwas gegen die Plastikflut unternimmt."

#plastikfasten ist ein guter Einstieg

Auf Plastik zu verzichten, ist 365 Tage im Jahr wichtig. Aber die Fastenzeit ist ein guter Zeitpunkt, den eigenen Konsum kritisch zu hinterfragen und für wenige Wochen im Jahr bewusst Verzicht zu leisten. Jeder ist gefragt, genau hinzuschauen und zu entscheiden: Brauche ich dieses Produkt wirklich? Gibt es ein ähnliches Produkt ohne Plastikverpackung? 

Der BUND hat sechs Tipps, die sich im Alltag mit wenig Aufwand umsetzen lassen:

1. Plastiktüten vermeiden

Wir Deutschen verbrauchen 2,5 Milliarden Plastiktüten jährlich. Die meisten landen nach einmaligem Gebrauch im Müll. Jeder kann helfen, den Müllberg zu verkleinern: Verzichten Sie beim Einkaufen auf Plastiktüten – auch in der Obst- und Gemüse-Abteilung. Verwenden Sie Mehrwegfrische-Netze und packen Sie Ihren Einkauf in Jutebeutel oder den Rucksack.

2. Plastikverpackungen im Laden lassen

Nicht immer lässt sich Plastik beim Einkauf vermeiden. Der BUND rät: "Verpassen Sie dem Handel einen Denkzettel und lassen Sie die Umverpackungen für Obst und Gemüse oder andere Produkte einfach im Laden! Das ist Ihr gutes Recht: Der Handel muss hierfür entsprechende Sammelboxen zur Verfügung stellen."

3. Mehrweg statt Einweg

Mehrwegbehälter aus Glas sind besser als Einwegverpackungen. Achten Sie beim Kauf von Getränken, Milch, Sahne und Joghurt darauf, dass diese nicht in einer Einwegverpackung verpackt sind.

4. Kosmetik ohne Mikroplastik kaufen

Verzichten Sie auf Kosmetik, die Mikroplastik enthält. Mit Naturkosmetik sind Sie auf der sicheren Seite. Die ist frei von löslichen Kunststoffverbindungen (synthetischen Polymeren) und festem Mikroplastik.

5. Müll sammeln – Umwelt und Mitmenschen danken es

Nehmen Sie auf Ihren nächsten (und am besten auf jedem) Spaziergang eine große Stofftasche mit und sammeln Sie den Müll ein, der am Wegrand liegt.

6. Unterwegs weniger Plastikmüll produzieren

Auch beim schnellen Snack oder in der Mittagspause lässt sich viel Plastikmüll sparen. Rolf Buschmann rät: "Wer im Büro Mehrweg-Dosen vorrätig hat, braucht in der Mittagspause kein Essen aus Wegwerfschachteln zu essen, sondern kann das Essen mit guten Gewissen aus wiederverwendbaren Behältern verspeisen."

Der BUND ruft alle Verbraucher dazu auf, unter dem Hashtag #plastikfasten auf Facebook, Instagram, Twitter und Youtube über ihre Erfahrungen zu berichten und Tipps zu teilen.

Quelle: BUND

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