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Corona-Pandemie: Diese Baderegeln gelten jetzt in Freibad und Schwimmbad

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Freizeit und Technik | 29.06.2020

Ein Besuch im Freibad ist noch nicht in allen Bundesländern wieder möglich. Generell gilt aber auch hier: Abstand halten!
Foto: Cookie Studio / Shutterstock

Die warmen Temperaturen laden zum Baden und Schwimmen ein. Nach und nach öffnen jetzt wieder die Schwimmbäder, Freibäder und Badeseen, jedoch mit Einschränkungen. Was jetzt erlaubt oder verboten ist: Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Badespaß während der Corona-Krise.

  • Die Freibäder sind mittlerweile in allen Bundesländern wieder geöffnet.
  • In den geöffneten Schwimmbädern gelten unterschiedliche Beschränkungen, zum Beispiel ein vorab gekauftes, zeitlich befristetes Online-Ticket.
  • Im Wasser herrscht keine erhöhte Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus.

Die Sommerferien stehen in vielen Bundesländern vor der Tür, in einigen Ländern sind sie sogar schon gestartet. Viele Familien verzichten aufgrund der Reisebeschränkungen in diesem Jahr auf einen Sommerurlaub. Umso schöner, wenn der Besuch im Freibad, Schwimmbad oder Badesee jetzt wieder möglich ist.

Baden im Freibad: Darauf müssen Sie achten

Jedes Bundesland regelt selbst, ab wann – und unter welchen Auflagen – die Badeanstalten wieder öffnen dürfen. Sachsen machte Mitte Mai bereits den Anfang, nun sind die Freibäder in allen Bundesländern wieder geöffnet.

Dennoch sollten Sie sich vor einem Freibadbesuch genau informieren. Einige Bäder bleiben nämlich trotz Öffnungserlaubnis vorerst geschlossen, weil zum Beispiel erforderliche Hygienekonzepte noch nicht umgesetzt wurden.

Zudem gelten auch in den geöffneten Freibädern die allgemeinen Abstandsregeln von 1,5 Metern in der Öffentlichkeit. Vielerorts gelten zudem Personenbegrenzungen. Auch sind nicht überall die Sanitäranlagen nutzbar, vor allem die Duschen bleiben oft noch geschlossen. Die Umkleidekabinen sind ebenfalls nicht immer geöffnet.

In vielen Schwimmbädern müssen Besucher vorab Online-Tickets buchen, mit denen sie das Bad dann nur für einen bestimmten Zeitraum besuchen können. Ein spontaner Freibadbesuch bei schönem Wetter ist damit nicht möglich.

    Während der Corona-Pandemie blieben die Freibäder und Schwimmbäder geschlossen - nach und nach dürfen Badefans jetzt wieder schwimmen und planschen.
    Während der Corona-Pandemie blieben die Freibäder und Schwimmbäder geschlossen - nach und nach dürfen Badefans jetzt wieder schwimmen und planschen. (Foto: MJTH / Shutterstock)

    Baden in Badeseen: Was ist zu beachten?

    Auch beim Baden am See müssen die Abstandsregeln sowie die geltenden Kontaktbeschränkungen eingehalten werden. Sanitäranlagen können zudem noch geschlossen sein. Ein Besuch am Badesee in einer größeren Freundesgruppe ist in einigen Bundesländern noch nicht wieder erlaubt.

    Kann man sich im Wasser leichter mit dem Coronavirus anstecken?

    Ansteckungsgefahr im Freibad: Die Wahrscheinlichkeit, sich im Schwimmbecken mit dem Coronavirus anzustecken, ist sehr gering. Filter und Chemikalien wie Chlor beseitigen im Wasser nahezu alle Bakterien und Krankheitserreger. Die Wasserqualität wird laufend kontrolliert. Das Umweltbundesamt schätzt "eine direkte Übertragung von SARS-CoV-2 über das Schwimm- und Badewasser (als) höchst unwahrscheinlich" ein.

    Vor allem im Schwimmbad sollten Sie aber auf die Abstandsregeln achten und auch auf der Liegewiese den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Eltern sollten auch darauf achten, dass Kinder die Abstände einhalten. Denn neben den Schwimmbecken oder auf den Liegewiesen kann es schnell zu eng werden.

    Da das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Wasser schwer möglich ist, ist dort besondere Vorsicht geboten: Die Mindestabstände sollten auf jeden Fall eingehalten werden.

    Ansteckungsgefahr im Badesee: In Seen werden natürlich keine desinfizierenden Chemikalien eingesetzt. Dennoch ist auch hier die Ansteckung im Wasser gering. Nach Einschätzung der WHO gebe es keine Hinweise darauf, dass das neuartige Coronavirus über den Wasserweg übertragen wird, so das Umweltbundesamt.

    Eine Ansteckungsgefahr in der Öffentlichkeit bleibt dennoch weiterhin bestehen. Umso wichtiger ist es, dass alle Badegäste die Abstandsregeln und Hygienevorschriften einhalten. Wenn Sie sich nicht gesund fühlen, sollten Sie aus Rücksicht auf die anderen Badegäste zuhause bleiben. Informieren Sie sich dazu auch über die typischen Anzeichen einer Erkrankung am Coronavirus.

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