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21 Katzenfutter im Test

Jahrbuch für 2017
vom 20.10.2016

Katzenfutter

SchmackoKatz?

Rundum perfekt ist keines der 21 Nassfutter im Test. Aber immerhin schneiden fünf Produkte mit "gut" ab - darunter nur ein Katzenfutter der teuersten Marken. Über den Geschmack urteilen die vierbeinigen Chefs bei Ihnen zu Hause selbstverständlich selbst.

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20.10.2016 | Wer sein Tier mit Fertigfutter versorgt, der geht davon aus, dass darin keine Schadstoffe stecken und die Katze mit allem versorgt ist, was sie für eine gesunde Ernährung braucht. Wir haben 21 Feuchtfutter für Katzen in die Labore geschickt und sie ernährungsphysiologisch begutachten lassen.

Das Testergebnis

Überhöhte Gehalte bestimmter Mineralstoffe und Vitamine sind die Hauptprobleme. Immerhin sind fünf Produkte für gesunde Katzen empfehlenswert. Von den drei Bio-Produkten fallen zwei mit "mangelhaft" durch.

Alle Produkte enthalten ausreichend viel Vitamin A, das unter anderem für die Sehkraft der Katze unverzichtbar ist. Das Real-Produkt enthält jedoch zu viel davon. Eine dauerhaft zu hohe Vitamin-A-Aufnahme kann zu Schäden wie einer Versteifung der Wirbelsäule führen.

Die Mehrheit der Katzenfutter weist überhöhte Phosphor- und/oder Calcium-Gehalte auf, die mindestens dem Dreifachen des empfohlenen Minimalgehalts entsprechen. "Aufgrund des Risikos der Harnsteinbildung bei Katzen sollten aber deutlich bedarfsübersteigende Gehalte vermieden werden", schreiben unsere Gutachter. Noch kritischer sehen sie allerdings das ungünstige Calcium-Phosphor-Verhältnis im Produkt von Fressnapf. Stimmt das Verhältnis nicht, so könnte langfristig Calciumabbau aus den Knochen die Folge sein.

Auch die ermittelten Kupfergehalte einiger und die Selengehalte der meisten Produkte im Test kritisierten unsere Gutachter. Gesundheitliche Risiken würden hier zwar keine große Rolle spielen, es sei aber wünschenswert, eine langfristige Überversorgung zu vermeiden. Infolge einer dauerhaft zu hohen Aufnahme an Vitamin D3 seien gesundheitliche Störungen wie Gefäßverkalkungen nicht auszuschließen.

Dem Defu Das Katzenfutter vom Bio-Bauern sind keine Vitamine zugesetzt. Leider war aber auf Basis der natürlichen Zutaten kein Vitamin E im Produkt nachweisbar. Ein Mangel des Vitamins kann auf Dauer etwa zu einer Schwächung des Immunsystems führen.

Auf Anfrage des Käufers müssen Hersteller von Katzenfutter auch nicht deklarationspflichtige Zusatzstoffe mitteilen. ÖKO-TEST hat um eine solche Auflistung gebeten und diese auch durchweg erhalten. Danach enthält das Gourmet Gold Eiersoufflé den Konservierer Natriumnitrit und den Farbstoff Chinolingelb. Beide Stoffe werten wir ab.

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Weitere Informationen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 21 Nassfutter für Katzen in Supermärkten, bei Discountern, in Drogerien und im Heimtierfachhandel eingekauft. Mit im Test sind auch mehrere als besonders hochwertig oder natürlich beworbene Marken, auf die uns Leser hingewiesen hatten. Die namensgebende "Geschmacksrichtung" (Kalb, Truthahn, Lachs ...) war für uns kein Auswahlkriterium.

Schadstoffe und Gentechnik
In den zu Katzenfutter verarbeiteten Innereien können sich Schwermetalle angereichert haben. Wir ließen deshalb auf die Elemente Blei, Cadmium, Arsen und Quecksilber testen. Produkte mit bestimmten pflanzlichen Zutaten wie Getreide durchliefen außerdem ein Screening auf gentechnisch veränderte Bestandteile (GVO).

Die Ernährungsphysiologische Begutachtung
Die Zusammensetzung des Katzenfutters wurde im Labor genau analysiert. Den entstandenen Datenberg haben Experten an einem Universitätsinstitut für Tierernährung für uns ausgewertet. Sie analysierten, ob die Futter Katzen ausreichend mit für sie besonders wichtigen Aminosäuren (Taurin und Arginin), Vitaminen, Eiweiß und Mineralstoffen versorgen, ohne sie etwa langfristig durch zu hohe Konzentrationen zu belasten. Ihre Berechnung der für die Katze umsetzbaren Energie diente zudem als Basis für unsere Angabe der Futterkosten pro Tag und die Bewertung der Fütterungsempfehlungen. Rechtlich verbindliche Schätzformeln gibt es für diese Berechnung nicht.

Die Bewertung
Ein gutes Katzenfutter muss möglichst frei von Schadstoffen und außerdem auf die Bedürfnisse der Katze abgestimmt sein. Da Schadstoffbelastungen - Schwermetalle fand das Labor nur in Spuren weit unterhalb der Grenzwerte - und GVO in diesem Test kein Problem waren, ergeben sich die Unterschiede in den Ergebnissen vor allem aus Bewertung der Zusammensetzung und der Fütterungsempfehlungen.

So haben wir getestet

Ob's wirklich schmeckt "wie bei Oma" haben wir nicht untersucht. Wohl aber den Zuckergehalt messen lassen.

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Bestellnr.: J1610
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