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10 kleine Dinge, wie Sie im Alltag die Umwelt schützen können

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Freizeit und Technik | 20.03.2021

Die Umwelt schützen muss nicht immer anstrengend sein: Mit kleinen Dingen im Alltag können Sie bereits einiges bewirken.
Foto: Shutterstock / j.chizhe, CC0 Publich Domain / Pixabay / Yuri Samsonov, anaterate

Umweltschutz klingt anstrengend? Das muss er aber nicht sein. Bereits mit kleinen Dingen im Alltag können Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten. Wir zeigen Ihnen zehn einfache Sofortmaßnahmen.

  • Die Umwelt schützen kann jeder von uns bereits mit kleinen ersten Schritten beim Einkaufen, Zuhause und unterwegs.
  • Bei Zahnpasta, Seife und Co. lässt durch das Aufschneiden der Packung das Produkt bis zum letzten Rest aufbrauchen, bevor es entsorgt wird.
  • Auch Leitungswasser trinken und ein eigener Thermobecher können viel zum Umweltschutz im Alltag beitragen.

Umweltschutz klingt für Sie nach anstrengendem Verzicht? Das muss nicht sein, Umweltschutz beginnt mit kleinen Schritten und kann sogar Spaß machen: Bereits mit kleinen Dingen im Alltag können Sie die Umwelt schützen. Wir zeigen Ihnen zehn einfache Maßnahmen, die Sie sofort umsetzen können.

1. Werbepost abbestellen

Laut der Deutschen Umwelthilfe werden für über 28 Milliarden Werbeprospekte Jahr für Jahr satte 1,1 Million Bäume gefällt. Mit einem kleinen Zettel "Bitte keine Werbung" an Ihrem Briefkasten können Sie Papier und damit Bäume und Klima schützen. Sie können einen entsprechenden Aufkleber auch kostenlos online bestellen.

Für Werbepost werden Millionen Bäume gefällt. Ein Aufkleber "Bitte keine Werbung" schützt deshalb Bäume und Umwelt.
Für Werbepost werden Millionen Bäume gefällt. Ein Aufkleber "Bitte keine Werbung" schützt deshalb Bäume und Umwelt. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / anaterate)

2. Reste aufbrauchen und die Umwelt schützen

Viel zu oft landen Produkte im Müll, ohne dass sie vollständig aufgebraucht sind. Ein Beispiel: die Zahnpastatube. Schneiden Sie die Tube auf, wenn Sie denken, sie sei leer. In der Regel steckt dann in der Tube noch Zahnpasta für zwei bis drei Tage.

Auch bei der Shampoo-, Duschgel- und Seifenflasche lohnt sich das Abschrauben des Deckels. Wenn Sie die Shampoo- oder Seifenreiste mit ein wenig Wasser mischen, können Sie damit noch mehrmals duschen und Hände waschen.

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3. Coffee-to-go-Becher ersetzen

Klar, der Kaffee zum Mitnehmen schmeckt köstlich und während der Corona-Pandemie ist ein gemütlicher Besuch im Café nicht möglich. Trotzdem brauchen Sie nicht für jeden Coffee-to-go einen Pappbecher, der sofort im Müll landet. Im Jahr sind das in Deutschland rund 2,5 Milliarden To-go-Becher.

Auch beim Coffee-to-go können Sie die Umwelt schützen - mit einem eigenen Thermobecher.
Auch beim Coffee-to-go können Sie die Umwelt schützen - mit einem eigenen Thermobecher. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / alexas_fotos)

Die umweltfreundliche und viel schickere Alternative ist der eigene Thermobecher. Nach wie vor füllen viele Cafés den Kaffee oder Tee in den mitgebrachten Becher. Ist das nicht möglich, fragen Sie nach einer Mehrwegvariante wie Recup.

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4. Umweltschutz to go: Müll einsammeln

Während der Corona-Pandemie ärgert Sie auch der viele Müll auf Gehwegen und Flussufern? Plogging lautet hier das Zauberwort. Der umweltbewusste Sporttrend aus Schweden beschreibt die Kombination aus dem schwedischen Verb "plocka" (aufsammeln) und "Jogging".

Wer durch den Park oder Wald joggt und dabei Müll findet, nimmt ihn mit und entsorgt ihn anschließend fachgerecht. Je mehr Gleichgesinnte Plogging für sich entdecken, desto mehr Spaß macht das Ganze natürlich.

Sie müssen aber nicht gleich mit dem Joggen anfangen, um der Natur etwas Gutes zu tun. Wenn Ihnen beim nächsten Spaziergang ein Pappbecher, eine Getränkedose oder anderer Müll auf der Wiese oder neben dem Mülleimer auffällt, heben Sie ihn einfach auf und werfen ihn in den nächsten Mülleimer. Aus Hygienegründen können Sie Handschuhe anziehen oder den Müll mit einem Taschentuch anfassen.

5. Tüten sparen beim Einkaufen

Die meisten nehmen zum Einkauf bereits den eigenen Jutebeutel oder Einkaufskorb mit. Doch immer wieder stellt man dann im Supermarkt fest, dass der Salatkopf, die Äpfel, Birnen oder Tomaten nicht lose im Korb landen sollten, sondern Sie sie gerne bündeln möchten. Nehmen Sie deshalb ruhig drei oder vier Gemüsebeutel und Jutebeutel zusätzlich mit. So schützen Sie empfindliches Obst und Gemüse und sparen sich die unnötige Plastiktüte.

Auf dem Wochenmarkt oder der Gemüseabteilung im Supermarkt sind Gemüsebeutel praktisch: Sie sparen Plastiktüten und schützen so die Umwelt.
Auf dem Wochenmarkt oder der Gemüseabteilung im Supermarkt sind Gemüsebeutel praktisch: Sie sparen Plastiktüten und schützen so die Umwelt. (Foto: Shutterstock / j.chizhe)

6. Verpackung weiter benutzen

Gemüsenetze hin oder her: Wer keinen Unverpackt-Laden in der Nähe hat, kommt um einige Verpackungen beim Einkaufen jedoch nicht herum. Doch Verpackungen müssen nicht immer sofort zu Müll werden. In Schraubgläsern können Sie beispielsweise Vorräte, Kleinkram oder die Bastelutensilien der Kinder aufbewahren. Auch eine hübsche Idee: Desserts im Einmachglas.

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Papierverpackungen können Sie als Unterlage für den Biomüll verwenden und über Pappschachteln freut sich mindestens noch Ihre Katze.

7. Abgelaufene Lebensmittel nicht gleich wegwerfen

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist keinesfalls ein Verfallsdatum. Viele Lebensmittel wie Butter, Joghurt und Eier sind in der Regel auch noch einige Zeit nach Ablauf des Haltbarkeitsdatum genießbar. Bevor Sie ein Lebensmittel wegwerfen, sehen Sie es genau an und riechen daran. Im Zweifel hilft auch ein kleiner Geschmackstest. Wer Lebensmittel nicht leichtfertig wegwirft, reduziert Lebensmittelverschwendung, spart Geld und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz.

Lesetipp: Eier-Test: So erkennen Sie, ob das Ei noch frisch ist

Wir haben viele weitere leckere Ideen, was Sie aus übriggebliebenen Lebensmitteln und Resten alles machen können:

8. Leitungswasser trinken und die Umwelt schützen

Wasser aus der Leitung trinken schützt die Umwelt, denn das Wasser kommt aus der Region und muss nicht in Flaschen abgefüllt werden.
Wasser aus der Leitung trinken schützt die Umwelt, denn das Wasser kommt aus der Region und muss nicht in Flaschen abgefüllt werden. (Foto: Shutterstock / Yuri Samsonov)

Es ist so einfach wie es klingt und spart obendrein Geld und viel Schlepperei: Leitungswasser trinken. Auch wenn Umweltverschmutzungen das Grundwasser belasten, können Sie Leitungswasser bedenkenlos trinken. Wasserwerke bereiten es auf, bevor es bei uns zu Hause aus dem Hahn fließt.

ÖKO-TEST hat die Vor- und Nachteile von Mineralwasser und Leitungswasser genau unter die Lupe genommen: Leitungswasser trinken? Besser als Mineralwasser aus Flaschen! Das sind die Gründe

9. Gebraucht kaufen

Egal ob es die neue Jeans, die neue Waschmaschine oder das nagelneue Smartphone ist: Neu hergestellte Produkte belasten unsere Umwelt. Sie benötigen Rohstoffe und Materialien, Energie bei der Herstellung und verursachen Emission beim Transport.

Wer die Umwelt schonen möchte, sollte deshalb öfter mal gebraucht kaufen. Gerade für Kleidung gibt es zahlreiche Second-Hand-Läden und Onlineshops wie Vinted (ehemals Kleiderkreisel), Ubup, Shpock oder Ebay-Kleinanzeigen. Auch Haushaltsgeräte und Möbel bekommen Sie günstig aus zweiter Hand.

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10. Zu Ökostrom wechseln

Zum Schluss eine Maßnahme mit großer Wirkung: Der Umstieg auf Ökostrom. Wer statt Kohle erneuerbare Energie aus Wind und Sonne nutzt, kann immense Mengen an Treibhausgasen einsparen. Das Gute daran: Der Wechsel des Stromanbieters dauert nur wenige Minuten. Sie brauchen dazu lediglich Ihren Stromverbrauch und Ihre Adressdaten. Schon können Sie passende Ökostromanbieter für Ihre Wohngegend finden.

Ein empfehlenswerter Ökostromanbieter trägt transparent zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland bei. Unser Ökostrom-Vergleich mit 69 Ökostromanbietern zeigt allerdings, dass diesem Anspruch nur wenige Produkte gerecht werden:

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