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Zwieback im Test: Hipp-Zwieback mit Mineralöl

ÖKO-TEST Oktober 2018 | Kategorie: Essen und Trinken | 27.09.2018

Zwieback im Test: Hipp-Zwieback mit Mineralöl

Trocken und geschmacksneutral sagen die einen - knusprig und kalorienarm die anderen: Zwieback spaltet die Gemüter. Wir haben 15 Zwiebäcke untersucht und das Ergebnis ist erst einmal erfreulich. Aber: Gerade zwei der Produkte für die ganz Kleinen sind belastet.

Zugegeben: Die meisten von uns greifen wohl nur dann auf Zwieback zurück, wenn Magen und Darm Ärger machen. Aber für andere ist das trockene Brot zum Beispiel eine Alternative zu zuckersüßen Keksen - wenn der Zwieback nicht auch voller Zucker ist. Deswegen haben wir 15 Zwiebäcke untersuchen lassen, darunter sechs Produkte für Babys. Schließlich geben auch Eltern ihren Kleinen gern Zwieback zum Knabbern. Das Ergebnis: ziemlich gut, erst einmal. Aber: Gerade zwei der Babyzwiebäcke schneiden schlecht ab - ein bekanntes Markenprodukt gehört definitiv nicht in Babybäuche.

Hipp und Holle am Ende des Zwieback-Tests

Hipp oder topp: 13 von 15 Zwiebäcken können wir empfehlen - das ist wirklich mal eine erfreuliche Nachricht. Sie alle schneiden mit "gut" oder "sehr gut" ab. Nur die Zwiebäcke für Babys von Hipp und Holle landen am ganz anderen Ende der Tabelle auf dem letzten Platz. Die Probleme: Mineralöl und zugesetzter Zucker. Das sorgt für Notenabzug.

Von pappsüß bis gar kein Zucker: Die Zuckergehalte in den untersuchten Zwiebäcken variieren enorm. Der Naturata Weizenzwieback, Demeter enthält so gut wie keinen Zucker (0,9 Prozent) - und der geringe Gehalt stammt aus der natürlichen Süße der anderen Zutaten; zugesetzt ist überhaupt kein Zucker.

Zwieback für Babys: Besser ohne Zuckerzusatz

Die süßesten Produkte im Test sind der Brandt Der Markenzwieback und der Goldähren Zwieback von Aldi Nord mit jeweils stolzen 14 Prozent. Finger weg von Hipp und Holle: Kinder, die jünger als ein Jahr sind, sollten grundsätzlich keine gezuckerten Lebensmittel essen. Das ist nicht nur völlig überflüssig, sondern kann auch sehr früh die Vorliebe für Süßes fördern und das Kariesrisiko erhöhen. Dass zwei der sechs getesteten Produkte, die für Babys ausgelobt sind, Zucker oder Honig zugesetzt haben, kritisieren wir deswegen scharf.

Babys sollten in diesem Alter nicht an Süßigkeiten gewöhnt werden, deswegen können diese Zwiebäcke nicht besser als "mangelhaft" abschneiden. Das trifft den Hipp Baby Zwieback, Bio, der Zucker zugesetzt hat, und den Bio-Anbieter Holle. Nach Mehl ist im Holle-Zwieback Honig die Zutat mit der zweithöchsten Menge in der Rezeptur, sodass der Holle Bio-Minis Babyzwieback, Demeter auf einen Gesamtzuckergehalt von 9,6 Prozent kommt. Für Babys ab dem achten Monat eindeutig zu viel.

Über Sinn und Unsinn von Zwieback für Babys lässt sich ohnehin streiten. "Eigentlich spricht nichts für Zwieback für Babys", sagt Britta Klein vom Netzwerk Gesund ins Leben. "Wer seinem Baby trotzdem einen Zwieback geben will, sollte das auf jeden Fall unter Aufsicht tun." Außerdem solle das Baby aufrecht sitzen, um die Gefahr zu reduzieren, dass es sich verschluckt. Wenn die Kleinen ein Jahr oder älter sind, können sie mit Zwieback schon viel mehr anfangen.

Vier getestete Produkte mit gesättigten Kohlenwasserstoffen

Schmierige Sache: In vier Zwiebäcken kritisieren wir die G


Zwieback: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Goldähren Zwieback
  • Aldi Nord

Praum Knuspriger Zwieback
  • Praum

Campo Verde Bio Dinkel Zwieback, Demeter
  • Campo Verde

Naturata Weizenzwieback, Demeter
  • Naturata

Real Bio Dinkel Zwieback
  • Real

Sommer Dinkel Zwieback, Demeter
  • Sommer

Buitoni Klassik Zwieback
  • Newlat

Gut & Günstig Zwieback
  • Edeka

Brandt Der Markenzwieback
  • Brandt

Hipp Baby Zwieback, Bio
  • Hipp

Babydream Mini-Zwieback, Bio
  • Rossmann

Holle Bio-Minis Babyzwieback, Demeter
  • Holle

Dm Bio Mini Dinkel Zwieback
  • Dm

Beauty Baby Kiddys Bio Mini Zwieback
  • Müller Drogeriemarkt

Alnatura Baby Dinkel-Zwieback, Demeter
  • Alnatura

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vom 27.09.2018
Abrufpreis: 2,50 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Wir haben in Supermärkten, Discountern, Drogerien und Bio-Läden 15 Zwiebäcke eingekauft. Sechs davon werben auf ihren Verpackungen damit, dass sie für Babys ab sechs bis acht Monaten geeignet sind.

Weil es während der Herstellung zu Verunreinigungen etwa mit Schmierölen kommen kann, ließen wir die Produkte auf Mineralöl überprüfen. Außerdem haben die von uns beauftragten Labore die Zwiebäcke etwa auf Fettschadstoffe, Schimmelpilzgifte und Pestizide untersucht. Acrylamid kann beim Erhitzen von stärkehaltigen Lebensmitteln entstehen - deswegen haben wir auch darauf getestet.

Streng abgewertet haben wir gezuckerte Zwiebäcke für Babys. Babys sollen überhaupt keinen zugesetzten Zucker essen. Sie können deshalb bestenfalls mit "mangelhaft" abschneiden. Verunreinigungen mit Mineralöl und besonders bedenkliche Pestizide ziehen die Noten weiter nach unten.

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