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Von Butternut bis Hokkaido: Welchen Kürbis Sie mit Schale essen können

Autor: Online-Redaktion | Kategorie: Essen und Trinken | 18.08.2019

Von Butternut bis Hokkaido: Welchen Kürbis Sie mit Schale essen können
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - Einladung_zum_Essen)

Gerichte mit Kürbis sind lecker und gesund – aber das Schälen ist oft mühsam. Hier erfahren Sie, bei welchen Sorten Sie den Kürbis schälen müssen und bei welchen Sie die Schale mitessen können.

Im Spätsommer beginnt die Kürbis-Saison. Bis zum ersten Frost kommen nach und nach immer mehr Sorten aus heimischem Anbau hinzu: vom beliebten Hokkaido-Kürbis und Butternut-Kürbis bis zum extravagant anmutenden UFO-Kürbis. Auf Wochenmärkten und in gut sortierten Läden findet man eine große Auswahl.

Kürbis schälen oder mit Schale essen?

Prinzipiell können Sie bei vielen Kürbissorten die Schale mitessen. Allerdings ist sie oft sehr hart und würde eine deutlich längere Garzeit benötigen als das Fruchtfleisch. In manchen Fällen kommt es daher auf die gewählte Zubereitungsmethode an, ob Sie sich das Schälen sparen können oder nicht. Hier ein Überblick, wie Sie bei beliebten Sorten vorgehen sollten:

Hokkaido-Kürbis

Der Hokkaido-Kürbis ist das unkomplizierte Mulitalent unter den Kürbissorten. Seine Schale kann man ohne Probleme essen – und zwar bei fast jeder Zubereitung. Der runde, leuchtend orange Kürbis ist vielseitig verwendbar und macht sich hervorragend als Suppe, Ofengemüse, in Curry-Gerichten, als Pürree oder Salat-Topping, die Kerne sind geröstet ein gesunder Snack.

Schälen sollten Sie den Hokkaido-Kürbis nur dann, wenn Sie vorhaben, ihn zu raspeln und zum Beispiel für Puffer oder Bratlinge zu verwenden – sonst wird die Schale mitunter nicht richtig weich. Bei anderen Gerichten hingegen sorgt die Schale sogar für ein besonders gutes Aroma.

Ein weiteres Plus dieser Sorte: Hokkaido-Kürbisse finden Sie in jedem Supermarkt, denn sie gehören zu den beliebtesten Kürbissen überhaupt.

Patisson-Kürbis

Der kleine Patisson-Kürbis, auch Custard White oder "UFO-Kürbis" genannt, erinnert mit seinem recht neutralen Geschmack an Zucchini. Sie können ihn mit Schale und Kernen essen, und es gibt ihn in vielen Farben.

Die kleinen Exemplare lassen sich gut am Stück zu Gemüsegerichten verarbeiten, die größeren kann man gut füllen und im Ofen garen. Allerdings sollten Sie ihn zügig zubereiten, denn der Patisson ist nicht lange haltbar.

Butternut-Kürbis

Der große gelbliche Butternut-Kürbis ist fast so beliebt wie der Hokkaido. Ob Sie den Butternut-Kürbis schälen müssen, hängt vom Rezept ab. Wenn Sie den Kürbis mit dem milden Butteraroma für eine längere Zeit im Ofen rösten oder als Suppe essen möchten, können Sie es grundsätzlich mit Schale versuchen. 

Bei einer kurzen Garzeit, zum Beispiel für ein Pfannengericht, sollten Sie den Butternut-Kürbis schälen. Auch wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, das Fruchtfleisch keinesfalls zu übergaren, ist es ratsam, den Butternut zu schälen. Bei dieser Sorte funktioniert das sehr gut – aufgrund der praktischen Form und weil die Schale recht glatt und dünn ist.

Den Butternut-Kürbis schälen Sie am besten, indem Sie ihn zuerst halbieren, die Kerne entfernen und dann mit einem scharfen Küchenmesser arbeiten. Es klappt aber auch mit einem Kartoffelschäler.

Muskatkürbis

Bei dem großen, gerippten Muskatkürbis liegt der Fall genauso wie beim Butternut-Kürbis: Wenn Sie eine lange Garzeit planen, müssen Sie ihn nicht zwangsläufig vor der Zubereitung schälen. 

Die grüne, bräunliche oder orange Schale ist jedoch ziemlich hart. Wenn Sie sich unsicher sind, ob die Zubereitungszeit ausreicht, damit die Schale weich wird, sollten Sie den Muskatkürbis lieber schälen.

Spaghetti-Kürbis

Der Spaghetti-Kürbis ist eine besonders interessante Sorte: Sie müssen ihn nicht schälen, aber die Schale einstechen, bevor Sie ihn im Ganzen garen.

Nach dem Halbieren können Sie das mild-nussige, fadenartige Fruchtfleisch (das dem Kürbis seinen Namen gibt) aus der Schale löffeln oder herausziehen.

Weitere Kürbissorten

Weltweit gibt es über 800 verschiedene Kürbissorten: vom bis zu 50 Kilogramm schweren gelben Zentner, auch Riesenkürbis genannt, bis zum kleinen, runden Baby Bear mit seinen ca. zehn Zentimetern Durchmesser. Beide Sorten besitzen eine sehr harte Schale, die Sie vor der Zubereitung schälen sollten.

Viele davon sind weniger verbreitet, aber sehr schmackhaft. Es muss also nicht immer der Hokkaido-Kürbis oder der Butternut-Kürbis sein – und es lohnt sich in jedem Fall, einmal etwas Neues für die Herbstküche auszuprobieren.

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