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Vegane Plätzchen: Rezepte für Weihnachtsgebäck ohne Butter, Milch und Ei

Autor: Nicole Just | Kategorie: Essen und Trinken | 14.11.2020

Vegane Plätzchen können zum Beispiel weihnachtliche Sternkekslollis sein.
Foto: Nicole Just und René Riis

Vegane Plätzchen zu Weihnachten? Überhaupt kein Problem. Die Backbuchautorin Nicole Just verrät, wie weihnachtliche Kekse auch ohne Butter, Milch und Ei gelingen. Fünf Rezepte für vegane Plätzchen-Fans.

Klar, auf den Geruch von frischen Weihnachtsplätzchen, die gerade im Ofen backen, wollen auch Veganer und Veganerinnen nicht verzichten. Müssen sie auch nicht. Ohne Milch, Ei und Butter kann man genauso leckere Weihnachtskekse backen – ziemlich gut weiß das Nicole Just, die mit ihren Koch- und Backbüchern "La Veganista" und ihrem Blog nicole-just.de/blog sehr erfolgreich ist. Sie hat früher einmal sogar sehr viel Fleisch gegessen – "mein Opa war Fleischermeister", erzählt sie. Seit über zehn Jahren lebt die Bloggerin und Autorin inzwischen komplett vegan. Hier verrät Just ihre drei Lieblings-Weihnachtsbackrezepte.

Vegane Plätzchen-Rezepte: Weihnachtliche Sternkekslollis

Zutaten für 20 Kekslollis:

  • 125 g Weizenmehl Type 405 oder 550
  • 3 EL Speisestärke, gesiebt
  • 60 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 leicht gehäufte EL Kakaopulver stark entölt
  • 125 g pflanzliche Margarine
  • 20 Cakepop-Stiele

Für die Deko

  • 100 g Marzipan und Lebensmittelfarbe
  • 1 Mini-Keksausstecher in Sternform
  • 5 gehäufte EL Puderzucker
  • 1–2 EL Zitronensaft oder Wasser
  • 1 kleinen Spritzbeutel
  • Backpapier

Zubereitung der veganen Plätzchen

1. Mehl und Stärke sieben. Zucker, Vanillezucker und Kakao zugeben und alles gut mischen. Die Margarine zugeben und in der Küchenmaschine oder mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem glatten Teig verarbeiten. Nur solange kneten, bis der Teig sich zur Kugel formt. Er sollte leicht klebrig und nicht zu trocken sein. Den Teig zugedeckt für mindestens 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Alternativ bis zu drei Tage im Voraus zubereiten und luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahren.

2. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Aus dem Teig 20 Kugeln formen, die Kugeln mit einigem Abstand auf das Blech legen und mit dem bemehlten Boden eines Glases oder einem Keksstempel flachdrücken, sodass etwa ein Zentimeter dicke Kekse entstehen. Im Backofen auf dem mittleren Blech 16 Minuten backen. Anschließend herausnehmen und sofort die Cakepopstiele vorsichtig von der Seite (parallel zum Blech) in die noch heißen Kekse stecken. Abkühlen lassen.

3. Marzipan mit Lebensmittelfarbe verkneten, zwischen zwei Lagen Backpapier circa fünf Millimeter dünn ausrollen. 20 kleine Sterne ausstechen. Puderzucker mit 1 EL Zitronensaft oder Wasser glattrühren, sodass eine cremige Masse entsteht. Gegebenenfalls teelöffelweise mehr Flüssigkeit zugeben, die Masse darf aber nicht zu flüssig werden!

4. Die Glasur in einen kleinen Spritzbeutel mit feiner Tülle füllen. Zuerst den Cakepopstiel dort, wo er aus dem Keks herauskommt, mit Zuckerguss umschließen und kurz antrocknen lassen. Danach die Keksränder rundherum verzieren. Die Lollis zum Trocknen in ein Gefäß mit Zucker stellen.

5. Zum Schluss einen kleinen Punkt der Glasur mittig auf die Kekse spritzen und jeweils einen Stern darauflegen, leicht andrücken und trocknen lassen.

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Vegane Weihnachtsplätzchen in drei Varianten

Zutaten für 40 Stück:

Für den Grundteig

  • 300 g Weizenmehl Type 405 oder 550 oder Dinkelmehl Type 630
  • 200 g weiche, pflanzliche Margarine
  • 100 g Zucker
  • optional: ein halber gestrichener TL gemahlene Bourbon-Vanille
  • optional: eine halbe unbehandelte Zitrone (Schale)

Zubereitung

1. Die weiche Margarine mit den Schneebesen des Handrührgeräts kurz aufschlagen, den Zucker einrieseln lassen und schaumig schlagen. Falls Vanille und Zitronenabrieb verwendet werden, diese Zutaten jetzt hinzufügen. Das Mehl dazugeben und alles rasch mit dem langen Stiel eines Holzlöffels miteinander verkneten, dann mit den Händen zu einer Kugel formen.

2. Die Teigkugel zugedeckt für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Zum Verarbeiten immer nur einen Teil des Teigs aus dem Kühlschrank nehmen. Wird er zu warm, lässt er sich nicht mehr gut verarbeiten.

3. Den Teig etwa einen Zentimeter dick ausrollen und dann mit Förmchen ausstechen.
4 Die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze für zehn Minuten backen. Mit Umluft bei 180 °C geht es natürlich auch, in diesem Fall können sogar gleich zwei Bleche im Ofen backen.

Variante 1: Rezept für vegane Nussplätzchen

Für die Nussplätzchen verwende ich gemischte Nüsse, die ich nach dem Ausstechen in die Plätzchen drücke. Für 10 Minuten bei 180 °C Umluft (bzw. 200 °C Ober- und Unterhitze) im Backofen (Mitte) backen. Die Plätzchen herausnehmen, mit Puderzucker bestäuben und abkühlen lassen.

Vegane Plätzchen mit Nuss - zu Weihnachten ein leckerer Genuss.
Vegane Plätzchen mit Nuss - zu Weihnachten ein leckerer Genuss. (Foto: Nicole Just und René Riis)

Variante 2: Vegane Spitzbuben

Für die veganen Spitzbuben wird der Teig etwa 0,5 cm dünn ausgerollt und wie im Basisrezept mit Plätzchenformen ausgestochen. In die Hälfte der Plätzchen mittig ein Loch stechen. Für das Loch (circa 1 Zentimeter Durchmesser) verwende ich ein Glasröhrchen, in dem Vanillestangen oft verkauft werden. Ein schmales Reagenzglas würde auch funktionieren. Die Plätzchen mit und ohne Loch werden nun für 5 bis 7 Minuten bei 180 °C Umluft (200 °C Ober/Unterhitze) gebacken. Und dann heißt es schnell sein! Die heißen Pätzchen ohne Loch in der Mitte werden mit Marmelade bestrichen, die Plätzchen mit Loch obenauf gesetzt. Anschließend mit Puderzucker bestreuen und vollständig auskühlen lassen.

Variante 3: Vegane Weihnachtsplätzchen mit Zitronenglasur

Dafür die Plätzchen ausstechen und wie oben im Grundrezept beschrieben backen. Anschließend ein Esslöffel Puderzucker mit ganz wenig Zitronensaft vermischen, bis eine dickflüssige Masse entsteht. Die Masse auf die abgekühlten Plätzchen streichen und abkühlen lassen. Du kannst die Glasur zusätzlich einfärben, entweder mit veganer Lebensmittelfarbe oder mit Fruchtpulvern wie zum Beispiel Hibiskuspulver für ein schönes Samtrot.

Vegane Lebkuchenmuffins
Vegane Lebkuchenmuffins (Foto: Nicole Just und René Riis)

Vegane Lebkuchenmuffins mit Zimtcreme und Preiselbeeren

Zutaten für 24 Mini-Muffins:

Für die Muffins

  • 40 g Zedernüsse oder Pinienkerne
  • 50 ml neutrales Pflanzenöl
  • 300 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • 190 g Weizenmehl Type 550 oder 405 (oder Dinkelmehl Type 630)
  • 50 g Zucker
  • 20 g Kakaopulver stark entölt
  • 1/3 TL Zimt gemahlen
  • 1,5 TL Backpulver
  • 1,5 TL Lebkuchengewürz (Ersatz: Spekulatiusgewürz)
  • 1 Prise Salz

Für die Preiselbeersauce

  • 100 g TK-Preiselbeeren
  • 2 EL Zucker
  • 1 gestrichener TL Pfeilwurzelstärke

Für das Zimtfrosting

  • 140 g zimmerwarme pflanzliche Margarine
  • 200 g Puderzucker
  • 60 g Speisestärke (z.B. Weizen- oder Maisstärke)
  • 2 gestr. TL Zimt gemahlen
  • 2 TL Pflanzendrink
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Außerdem

  • 1 große Vanilleschote
  • 1 Minimuffinblech mit 24 Mulden, Durchmesser ca. 3,5 cm
  • Margarine und Mehl für die Form
  • 1 Spritzbeutel mit mittlerer Loch- oder Sterntülle, Durchmesser ca. 5 mm

Zubereitung

Die Muffins

1. Den Backofen auf 200 °C Ober-Unterhitze vorheizen. Die Mulden des Muffinblechs gut fetten und mit Mehl bestäuben. Das überschüssige Mehl abklopfen.

2. Die Zedernüsse oder Pinienkerne auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und circa 5 Minuten im Backofen (Mitte) rösten, bis die Kerne goldbraun geworden sind. Die Kerne zum Abkühlen beiseitestellen. Den Ofen nicht ausmachen.

3. Die Vanilleschote längs halbieren, das Mark herauskratzen und die Hälfte des Marks mit Öl und Mineralwasser mischen. Die trockenen Zutaten für die Muffins in einer Schüssel mischen, Öl und Mineralwasser dazugeben und die Flüssigkeit mit einem Löffel unterheben, dabei nicht zu viel rühren, sondern nur solange, bis die Mehlmischung sich mit der Flüssigkeit verbunden hat und keine trockenen Mehlklumpen mehr zu sehen sind. Es dürfen noch Klümpchen im Teig sein. Die gerösteten Kerne grob hacken und rasch unterheben.

4. Den Teig auf die Mulden des Muffinsblechs verteilen und die Muffins im Backofen (2. Schiene von unten) 9 bis 10 Minuten backen. (Stäbchenprobe!) Danach abkühlen lassen und die Muffins aus der Form lösen.

Die Preiselbeersauce

1. Die noch tiefgekühlten Preiselbeeren mit Pfeilwurzelstärke in einen kleinen Topf geben und bei niedriger Temperatur unter Rühren erhitzen, bis die Masse sämig geliert.

2. Mit 2 EL Zucker abschmecken und komplett abkühlen lassen.

Das Zimtfrosting

1. Die Margarine mit dem übrigen Vanil- lemark und den restlichen Zutaten für die Creme in eine Schüssel geben und circa 30 Sekunden auf niedriger Stufe mit dem elektrischen Handrührgerät verrühren. Danach 2 TL Pflanzenmilch dazugeben und die Creme erneut eine Minute auf hoher Stufe luftig aufschlagen.

2. Die Creme in einen Spritzbeutel füllen. Auf jeden Muffin jeweils einen Kreis entlang der Rands spritzen. Etwas von der abgekühlten Preiselbeermasse in die entstandene Vertiefung auf den Muffin geben. Zum Schluss einen Tupfer des Frostings auf die Preiselbeersauce spritzen.

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