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Vegan fürs Klima: Das haben Fleisch, Käse & Co. mit Klimawandel zu tun

Autor: Redaktion | Kategorie: Essen und Trinken | 15.05.2020

Klima und Ernährung
Foto: Sepp photography/Shutterstock; Kutsenko Denis/Shutterstock

Was haben Fleisch, Butter, Eier, Käse und Milch mit dem Klimawandel zu tun? Ziemlich viel. Aktuelle Zahlen und Erkenntnisse zeigen, dass eine pflanzliche Ernährung gut für Klima und Umwelt ist.

Wir haben Zahlen zusammengestellt, die verdeutlichen, welche Auswirkungen die Ernährung auf den Klimawandel hat:

Vegane Ernährung und der CO2-Fußabdruck

  • Um bis zu 73 % lässt sich der CO2-Fußabdruck einer Person durch den Verzicht auf Fleisch und Milchprodukte reduzieren. (Quelle: veconomist.de; Science, Volume 360, June 2018)
  • 940 kg beträgt – wenn man nur die Ernährungsweise berücksichtigt – die durchschnittliche CO2-Bilanz eines Veganers. Die eines Vegetariers liegt bei 1.160 kg, die eines Fleischessers bei 1.760 kg. (Quelle: CO2-Rechner Umweltbundesamt)
  • Wer sich 1 Jahr lang vegan ernährt, spart 578 kg CO2 ein, die bei Haltung und Aufzucht jener Tiere ausgestoßen wird, die ein durchschnittlicher deutscher Verbraucher in diesem Zeitraum verzehrt (1/2 Schwein, 0,1 Rind, 12 Hühner). (Quelle: Thünen-Institut, blitzrechner.de/fleisch)

So viel Treibhausgase erzeugen Fleisch, Butter & Co.

  • 1/5 weniger Fleisch würde so viel weniger Klimagase bedeuten wie die Stilllegung des Braunkohlekraftwerks Weisweiler, des viertgrößten deutschen CO2-Emittenten. (Quelle: Fleischatlas 2018)
  • Knapp 24 kg Treibhausgase werden für die Produktion von 1 Kilogramm Butter ausgestoßen (bei konventioneller Tierhaltung). Für dieselbe Menge Schweinefleisch fallen gut 3 Kilo Treibhausgase an; für Käse 8,5 Kilo; für frisches Gemüse 0,1 Kilo; für frische Kartoffeln 0,2 Kilo und für frisches Obst 0,4 Kilo. (Quelle: Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung, 2012)
  • 8x so viele Treibhausgase erzeugt eine Mahlzeit mit Rindfleisch im Vergleich zu einer pflanzen- und getreidebasierten Mahlzeit. Und noch immer 3-mal so viel wie eine Mahlzeit mit Schweinefleisch. (Quelle: Food Policy, Volume 36, Oktober 2011)
Ausgetrocknete Felder: Trockenheit ist eine Folge des Klimawandels.
Ausgetrocknete Felder: Trockenheit ist eine Folge des Klimawandels. (Foto: Tanja Esser/Shutterstock)

Landwirtschaft und Ernährung 

  • 3,61 m² Landfläche (die Größe eines Doppelbettes) wird für einen Hamburger benötigt. Für eine Portion Spaghetti sind es 0,46 m2. (Quelle: Heinrich Böll Stiftung: Iss was? Tiere, Fleisch und ich)
  • 60 % des in Deutschland genutzten Getreides werden als Tierfutter eingesetzt. 20 Prozent dienen direkt der menschlichen Ernährung. (Quelle: Albert-Schweitzer-Stiftung)
  • Für 60 % der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen ist die globale Fleisch- und Milchproduktion verantwortlich. Dabei liefern die Produkte insgesamt nur 37 Prozent des Proteins und 18 Prozent der Kalorien in der Ernährung. (Quelle: veconomist.de; Science, Volume 360, June 2018)  

Der Wasserverbauch im Vergleich 

  • 710 Kubikmeter beträgt der durchschnittliche Wasserverbrauch eines Veganers; bei Vegetariern sind es 1.060 m³, bei Fleischessern 1.580 m³. (Quelle: Water Footprint Network)
  • 15.490 Liter Wasser sind notwendig, um 1 Kilo Rindfleisch zu erzeugen. Für 1 Kilo Kartoffeln sind es 210 Liter. (Quelle: Food Monitor 2018)
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