Rote Bete roh essen: Ist das wirklich gesund?

Autor: Lena Rauschecker | Kategorie: Essen und Trinken | 27.03.2024

Rote Bete schmecken roh und gekocht.
Foto: Shutterstock/Dani Vincek

Aus regionalem Anbau und voller Vitamine und Ballaststoffe: Rote Bete darf jetzt gerne auf den Teller. Doch muss man das Gemüse erst kochen oder kann man Rote Bete auch roh essen? Was dafür – und was dagegen spricht.

Rote Bete, auch Rote Rübe oder je nach Region Rana oder Rohne genannt, darf im Herbst, Winter und Frühling gerne auf Ihrem Speiseplan stehen: Die roten Rüben stecken voller Vitamin C, Folsäure, Ballaststoffen und Mineralien wie Kalium, Eisen und Zink.

Rote Bete ist meist regional

Die Rote Bete ist fast das ganze Jahr über aus regionalem Anbau zu haben, wird aber vor allem in den kalten Monaten gerne gegessen. Wenn das frische und lokale Vitaminangebot in den Supermärkten kleiner ausfällt, dürfen Sie bei den Rüben gerne zugreifen. Doch müssen Sie die roten Knollen zwingend kochen – oder kann man sie auch roh essen?

Sie können Rote Bete vorgekocht in einer Plastikverpackung oder als rohe Knollen kaufen. Die vorgegarten Früchte schmecken zum Beispiel als Salat, püriert als Brotaufstrich oder angebraten als winterliche Gemüsepfanne.

Rote Bete roh essen – eine gute Idee

Wenn Sie zu frischer, roher Rote Bete greifen, können Sie die runden Rüben kochen, müssen es aber nicht. Denn: Sie können Rote Bete auch roh essen. Das hat einen großen Vorteil: Roh bleiben alle gesunden Nährstoffe erhalten.

Unser Tipp: Hauchfein aufgeschnitten schmeckt die erdige Rote Bete roh als Carpaccio mit etwas Olivenöl, ein wenig Zitronensaft, Salz und Pfeffer. Oder Sie raspeln die Rübe gemeinsam mit Karotten und Weißkraut in einen Rohkostsalat.

Wann man bei roher Roter Bete aufpassen sollte

Neben vielen wertvollen Nährstoffen enthält Rote Bete auch Oxalsäure. Diese behindert die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Eisen im menschlichen Körper. Menschen mit Nierenerkrankungen oder Gallenerkrankungen sollten oxalsäurehaltige Lebensmittel wie Rote Bete und Rhabarber deshalb nur in Maßen essen oder darauf verzichten. Eine Rücksprache mit seinem Arzt oder seiner Ärztin ist ratsam. Durch das Kochen oder Blanchieren sinkt der Oxalgehalt im Gemüse.

Rote Rüben enthalten neben Oxalsäure auch Nitrat. Unter bestimmten Voraussetzungen wie der falschen Lagerung kann sich das Nitrat in Nitrit umwandeln, das den Sauerstofftransport im Blut behindert. Aus Nitrit wiederum können sich im Körper krebserregende Nitrosamine bilden. Säuglinge und Kleinkinder sollten besser keine Rote Bete verzehren.

Rote Bete: Tipps für den Kauf und Anbau

  • Verzehren Sie Rote Bete roh, müssen Sie sie vorher schälen. Mit einem Sparschäler klappt das gut.
  • Kochen oder backen Sie Rote Bete am besten mit Schale und schälen sie erst danach, damit die wertvollen Inhaltsstoffe möglichst nicht verloren gehen.
  • Wenn Sie die Bete schneiden oder würfeln, sind Handschuhe zu empfehlen, da das Gemüse stark abfärbt. Lesen Sie auch diese Tipps, damit Rote Bete nicht ausblutet.
  • Es gibt nicht nur Rote Bete, sondern auch andere Bete-Sorten. In Bioläden und auf Wochenmärkten finden Sie auch gelbe und oder rot-weiß gestreifte Bete, die einen milderen Geschmack haben.
  • Je kleiner die Knollen beim Kauf, desto milder ist der Geschmack. Sehr große Bete könnten holzig schmecken. Die Schale sollte beim Kauf im besten Fall fest, glatt und unversehrt sein.
  • Lagern Sie rote Bete kühl, trocken und dunkel. In den Kühlschrank müssen die Rüben nicht.
  • Wer Rote Bete selbst anpflanzen möchte, kann sie ab Ende April, Anfang Mai ins Freiland säen. Das Gemüse bevorzugt einen sonnigen Standort und kann nach etwa drei Monaten geerntet werden.

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