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Roher Fisch: Wer ihn besser nicht essen sollte

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Essen und Trinken | 18.06.2022

Fisch besitzt viele wertvolle Nährstoffe, bei rohem Fisch sollten Sie allerdings vorsichtig sein.
Foto: Shutterstock / Jukov studio

Spätestens seitdem Sushi bei uns so beliebt ist, steht roher Fisch regelmäßig auf dem Speiseplan. Fisch ist schließlich gesund – oder nicht? Wir erklären, wer von rohem Fisch besser die Finger lassen sollte.

Fisch ist von unseren Tellern nicht mehr wegzudenken: Rund 13 Kilogramm Fisch und Fischerzeugnisse essen wir in Deutschland pro Jahr und Kopf. Grundsätzlich ist Fisch eine gute Nährstoffquelle für Eiweiß, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Doch die hohen Verzehrmengen bleiben nicht ohne Folgen und gerade bei rohem Fisch sollten einige Menschen vorsichtig sein.

(Roher) Fisch ist nicht immer eine gute Idee

Bei der Wahl des Fisches sollten Sie – unabhängig ob Sie ihn roh oder gegart essen – genau hinschauen. Viele Fischarten sind stark überfischt, beispielsweise der Rote Thunfisch oder der Aal. Eine gute Hilfestellung, um nachhaltig Fisch zu essen, bietet der Fischratgeber des WWF. Dieser wird laufend aktualisiert und zeigt, welchen Fisch Sie noch kaufen können.

Fisch ist ein empfindliches und schnell verderbliches Lebensmittel. Sie sollten Fisch deshalb frisch kaufen und schnell essen oder als TK-Ware kaufen. Im Tiefkühlfisch-Test konnten wir einige Marken Kabeljau und Alaska-Seelachs empfehlen.

Rohen Fisch in der Schwangerschaft meiden

Sushi, Sashimi oder auch Ceviche: Roher Fisch ist für Schwangere nicht zu empfehlen. Der Grund sind Listerien; diese Bakterien sind für Schwangere, Kleinkinder, alte Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem besonders gefährlich. Sie können eine Blutvergiftung und Hirnhautentzündung auslösen sowie dem ungeborenen Kind schaden.

Laut Bundesamt für Risikobwertung (BfR) sind vorwiegend rohe tierische Lebensmittel wie roher Fisch, rohes Fleisch und Rohmilchkäse mit Listerien belastet. Auch geräucherter (zum Beispiel Räucherlachs) oder gebeizter Fisch kann mit Listerien belastet sein. Schwangere sollten deshalb besser darauf verzichten.

Sushi mit rohem Fisch ist für Schwangere und Kleinkinder nicht geeignet.
Sushi mit rohem Fisch ist für Schwangere und Kleinkinder nicht geeignet. (Foto: Shutterstock / KarepaStock)

Wenn Sie Fisch kochen, braten oder grillen, können Sie ihn auch in der Schwangerschaft genießen. Auch interessant zu lesen: Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere: Welche sind wirklich notwendig?

Kinder bis 5 Jahren bitte keinen rohen Fisch servieren

Für kleine Kinder bis fünf Jahren und Babys sind roher Fisch und rohe Meerestiere wie Austern nicht zu empfehlen – glücklicherweise sind die Kleinen in diesem Alter ohnehin noch keine allzu großen Gourmets.

Der Verzicht auf die genannten Lebensmittel ist nicht nur durch mögliche Listerien begründet, auch andere Keime können sich auf rohem Fisch sammeln. Für Erwachsene besteht hier weniger Gefahr, doch bei den Kleinen ist das Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt.

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