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Pestizide in frisch gepresstem Saft: Worauf Sie achten sollten

Autor: Brigitte Rohm | Kategorie: Essen und Trinken | 17.08.2019

Pestizide in frisch gepresstem Saft: Worauf Sie achten sollten
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - kerdkanno)

Ein Glas frisch gepresster Saft bereichert den Frühstückstisch und liefert Vitamine. Aber holt man sich auch die Pestizide von den Obstschalen ins Saftglas? Mit diesen Tipps gehen Sie auf Nummer sicher.

Orangensaft schmeckt frisch gepresst einfach am besten – und trägt, in Maßen genossen, zu einer gesunden Ernährung bei. Allerdings werden Zitrusfrüchte aus konventionellem Anbau mit Wachsen und Pflanzenschutzmitteln behandelt und fallen immer wieder durch hohe Pestizidrückstände auf: In unserem Test war jede zweite Orange mit Pestiziden belastet. 

Generell sollte man bei konventionell angebautem Obst darauf achten, die Pestizide in der Schale beim Verzehr nicht mit aufzunehmen – und die Früchte gründlich waschen. Aber auch wenn wir sie pressen, können wir das Risiko senken, dass dabei Schalenbehandlungsmittel in den Saft gelangen.

Tipps für frisch gepresste Säfte ohne Bedenken 

Die Verbraucherzentrale Bremen sowie das Verbaucherportal Bayern geben Empfehlungen, wie Sie sich vor Pestiziden schützen können:

  • Wählen Sie am besten Bio-Obst: Es ist meist gar nicht oder nur sehr gering belastet – so vermeiden Sie von vornherein, Pestizide mitzuverzehren. Auch die Orientierung an den freiwilligen Hinweisen "unbehandelt" oder "Schale zum Verzehr geeignet", die sich bei manchen konventionellen Zitrusfrüchten finden, kann das Risiko reduzieren.
  • Waschen Sie das Obst vor dem Pressen gründlich mit lauwarmem Wasser und reiben Sie es anschließend mit Haushaltspapier trocken. Waschen Sie außerdem sorgfältig Ihre Hände und halten Sie beim Pressen das Obst mit Haushaltspapier fest, um die Hände zusätzlich zu schützen. So können Sie bei konventionellen Früchten die Gefahr minimieren, dass Schadstoffrückstände in den Saft übergehen.
  • Wenn Sie frisch gepresste Säfte fertig kaufen, zum Beispiel an einem Verkaufsstand oder im Supermarkt, achten Sie auf die Hygiene der Presse oder des Automaten. Sie können sich außerdem beim Verkäufer danach erkundigen, ob es sich um konventionelles Obst oder um Bio-Ware handelt.

Das Risiko bei Säften ist recht gering

Diese Vorsichtsmaßnahmen sind sinnvoll, allerdings ist auch keine Panik angebracht: Untersuchungsergebnisse zeigen, dass beim Pressen nur ein recht geringer Teil der Pestizidrückstände in den Saft übergeht. Die Methode, mit der gepresst wird, scheint darauf keinen Einfluss zu haben.

Wer statt zum frischgepressten lieber zum fertigen Saft greift, sollte übrigens genau hinschauen, welcher im Einkaufskorb landet: In unserem Orangensaft-Test haben sechs konventionelle Produkte mit "mangelhaft" oder "ungenügend" abgeschnitten.

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