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Mineralöl sehr stark erhöht: Alete Kinderkeks schlechtester im Test

Autor: Katja Tölle/Kai Thomas | Kategorie: Essen und Trinken | 07.02.2019

Mineralöl sehr stark erhöht: Alete Kinderkeks schlechtester im Test
(Foto: ÖKO-TEST)

Babykekse sind viel zu süß und oft mit Mineralöl und Fettschadstoffen belastet. Das zeigt unser Test. Ein Alete-Produkt fällt besonders negativ auf.

Kekse enthalten oft jede Menge Zucker. Sind spezielle Babykekse gesünder? Wir haben sechs solcher Produkte für Babys und Kleinkinder untersuchen lassen. Neben dem Zuckergehalt interessierte uns unter anderem, ob die Kekse mit Mineralöl und Fettschadstoffen belastet sind.

Alete Kinderkeks fällt im Test mit "ungenügend" durch

Der Alete Kinderkeks fällt im Test besonders negativ auf. Er schneidet insgesamt am schlechtesten ab. Zum einen ist es der süßeste Keks: Deklariert sind 25 Gramm Zucker pro 100 Gramm, im Labor wurden sogar 26,4 Gramm gemessen. In einem Produkt, das der Hersteller als „babygerecht“ auslobt, ist das dreist.

Aber das ist nicht alles: Das von uns beauftragte Labor hat zudem einen „sehr stark erhöhten“ Gehalt an gesättigten Kohlenwasserstoffen MOSH/POSH gemessen. MOSH können sich im Körper anreichern und haben in Tierversuchen Organe wie die Leber geschädigt. POSH sind noch nicht so gut untersucht. Sie verhalten sich aber möglicherweise ähnlich.

Schon für den zugesetzten Zucker und den sehr starken Gehalt an Mineralölrückständen ziehen wir jeweils vier Noten ab. Vom Alete Kinderkeks raten wir deshalb mit dem Gesamturteil „ungenügend“ ab.

Dass der Hersteller dann noch Aroma, jede Menge künstliche Vitamine, Eisen und Mineralstoffe zufügt, macht die Zutatenliste nur noch gruseliger – wirkt sich aber auf die Bewertung nicht mehr aus, weil bei uns mit der „Sechs“ Schluss ist. Komplett durchgerechnet käme der Alete-Keks allerdings, inklusive Weiterer Mängel, auf eine „14“. 

Der Test zeigt: Bis auf eine Kekssorte sind alle Kekse im Test mit den gesättigten Kohlenwasserstoffen MOSH/POSH belastet. Am stärksten verunreinigt ist der Keks von Alete, die anderen Kekse hatten „erhöhte“ oder „stark erhöhte“ Gehalte. In den Keksen von zwei Marken steckt Palmöl oder Palmfett, das mit Fettschadstoffen belastet ist. Auch ist allen Keksen im Test jede Menge Zucker zugesetzt. Zudem werten wir im Test neben dem Alete-Keks auch weitere Produkte wegen Aroma-Zusatz und fragwürdigen Auslobungen ab.

Der Alete Kinderkeks ist daher nicht der einzige Totalausfall im Test. Vier weitere Babykekse sind „ungenügend“. Nur eine einzige Keks-Sorte schneidet „ausreichend“ ab.

Unser Tipp: Behandeln Sie Babykekse wie das, was sie sind: eine Süßigkeit. Kleinkinder sollten sie nur selten bekommen, Babys noch gar nicht.

Hier können Sie den Test mit allen Ergebnissen im Detail abrufen: Babykekse im Test

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