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Maronen zubereiten: Esskastanien im Backofen rösten

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 02.10.2021

Wir zeigen, wie Sie Maronen im Backofen oder Kochtopf zubereiten.
Foto: Shutterstock / New Africa

Juhu, im Herbst ist Maronen-Zeit! Sie können die essbaren Kastanien mit dem herrlich nussig-süßlichen Aroma im Backofen rösten oder im Topf kochen. Hier erfahren Sie, wie Sie Maronen richtig zubereiten.

Frisch geröstete Maronen von einem Stand auf dem Wochenmarkt oder Weihnachtsmarkt sind eine kleine Delikatesse, aber leider ganz schön teuer. Wer im Wald oder im naheliegenden Park sucht, findet dort garantiert auch Esskastanien. Sie erkennen die Esskastanien an ihrer mit vielen feinen und langen Stacheln gespickten Hülle.  Eine schön glänzende Schale ist ein Zeichen, dass die Früchte der Esskastanie frisch sind. Maronen können Sie natürlich auch im Supermarkt oder auf dem Markt kaufen. Maronen zuzubereiten ist ganz einfach:

Maronen im Backofen rösten

Besonders lecker schmecken Maronen, wenn sie im Backofen geröstet werden. Dann entfaltet sich ihr süßlich-nussiger Geschmack optimal – und die essbaren Kastanien schmecken wie frisch vom Weihnachtsmarkt. 

  1. Schneiden Sie mit einem scharfen Messer ein Kreuz in die spitze Seite der Maronenschale. Dadurch verhindern Sie ein Aufplatzen. Der Schnitt sollte etwa eineinhalb Zentimeter lang sein und bis zum Fruchtfleisch reichen.
  2. Jetzt dürfen die Maronen bei 175 Grad Umluft im Backofen rösten. Platzieren Sie die Maronen mit dem Schnitt nach oben auf dem Backblech.
  3. Nach etwa 20 Minuten sind die Maronen fertig geröstet. Dass es Zeit für eine kleine Kostprobe ist, erkennen Sie daran, dass sich die Schale dunkel verfärbt und sich die Einkerbungen leicht geöffnet haben.
  4. Schälen Sie die Maronen und genießen Sie sie am besten noch warm.
Auch über dem Feuer lassen sich Maronen schön rösten.
Auch über dem Feuer lassen sich Maronen schön rösten. (Foto: Shutterstock / francesco de marco)

Tipps fürs Maronen-Rösten:

  • Wenn Sie eine feuerfeste Schale mit Wasser mit in den Backofen stellen, trocknen die Esskastanien nicht aus.
  • Sie können die Maronen vor dem Rösten im Backofen eine Stunde in Wasser einlegen. Dann lassen sie sich später leichter schälen.
  • Wenn Sie nicht extra den Backofen heizen wollen, können Sie Maronen auch in der Pfanne zubereiten. Auch hier sollten Sie die Früchte einritzen, bevor Sie sie bei niedriger Hitze rösten. Die Maronen benötigen keinerlei Fett. Regelmäßiges Wenden nicht vergessen, sonst brennen die Kastanien an.

Maronen als Beilage im Topf zubereiten

Maronen sind reich an Stärke, das macht sie zu einer wertvollen und gesunden Beilage, die im Herbst die gute, alte Kartoffel ersetzen kann.

So kochen Sie Maronen im Topf: 

  1. Schlitzen Sie die Maronen kreuzweise ein.
  2. Kochen Sie die Esskastanien für etwa 15 Minuten in leicht gesalzenem Wasser. Die Maronen sollten dabei vollständig mit Wasser bedeckt sein.
  3. Wenn die Maronen abgekühlt sind, können Sie die Schale entfernen.
Maronen (Esskastanien) sind extrem stachelig, Rosskastanien dagegen haben nur wenige, dafür harte Stacheln.
Maronen (Esskastanien) sind extrem stachelig, Rosskastanien dagegen haben nur wenige, dafür harte Stacheln. (Foto: Shutterstock / Masayuki)

Maronen zubereiten: Gut zu wissen 

  • Maronen-Saison ist von Ende September bis in den Dezember hinein.
  • Maronen sind ein echtes Power-Food: Sie enthalten viel Eiweiß, Kalium, Calcium, Magnesium, sowie Vitamin E, C und B-Vitamine. Pro 100 Gramm enthalten die essbaren Kastanien nur zwei Gramm Fett.
  • Frische Maronen erkennen Sie an einer glatten Schale. Die Schale sollte nicht beschädigt sein. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass die Maronen frisch sind, können Sie den Wasser-Test machen: Legen Sie die Maronen in eine Schale mit Wasser. Die Früchte, die oben schwimmen, können Sie getrost aussortieren, sie sind nicht mehr gut.
  • Im Kühlschrank können Sie frische Maronen ein bis zwei Wochen aufbewahren.
  • Maronen sind in der Küche vielseitig verwendbar: Sie schmecken herrlich als Snack, aber auch als Beilage zu Geflügel- und Wildgerichten, als Füllung für den Festtagsbraten, in einem einfachen Pastagericht, als Maronensuppe oder süßer Maronenaufstrich.

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