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Kartoffeln richtig lagern: So gibt es keine grünen und schrumpeligen Knollen

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 13.10.2021

Tipps fürs Lagern von Kartoffeln
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / MarkoPaak

Keller, Kühlschrank oder Speisekammer – wo werden Kartoffeln am besten gelagert? Mit diesen Tipps rund ums Kartoffeln Lagern haben grüne, schrumpelige und keimende Knollen keine Chance.

  • Kartoffeln können gut über den Winter eingelagert werden.
  • Die Erdäpfel mögen es dunkel, trocken, luftig und kühl. Der beste Lagerort ist deshalb eindeutig der Keller.
  • Grüne Stellen und kleine Triebe sollten Sie großzügig wegschneiden.

Die Kartoffelernte 2021 fällt deutlich kleiner aus als die Ernte im vorigen Jahr. Diesen Herbst werden fast zehn Prozent weniger Kartoffeln geerntet. Ein Grund dafür ist das sehr wechselhafte und nasse Sommerwetter.

Kartoffeln lagern leicht gemacht

Kartoffeln sind ein äußerst dankbares Gemüse: Sie lassen sich zu vielen leckeren Gerichten verarbeiten, sind nahrhaft, reich an Nährstoffen und gesund ­– und sie lassen sich gut über den Winter einlagern.

Früher gab es dafür in fast jedem Haus einen Kartoffelkeller. Der ist selten geworden – heute stehen viele vor der Frage, ob sie die Kartoffeln am besten im Keller, in der Speisekammer oder im Kühlschrank lagern. Wir geben Tipps:

1. Kartoffeln richtig lagern: Sie mögen es kühl

Am wohlsten fühlt sich die Kartoffel bei Temperaturen zwischen 7 und 10 Grad. Bei wärmeren Temperaturen keimt die Knolle und verliert Feuchtigkeit. Wird es der Kartoffel zu kalt, wandelt sie Stärke in Zucker um, und ihr Geschmack verändert sich.

2. Kartoffeln lieben Dunkelheit

Wenn Kartoffeln zu viel Licht abbekommmen, werden sie grün und bilden giftiges Solanin. Deshalb: Kartoffeln unbedingt in einem dunklen Raum oder Gefäß aufbewahren, sonst droht eine Kartoffelvergiftung.

Kartoffeln mögen keine Plastikverpackungen. Nehmen Sie sie daher aus der Plastikverpackung heraus.
Kartoffeln mögen keine Plastikverpackungen. Nehmen Sie sie daher aus der Plastikverpackung heraus. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / guvo59)

3. Kartoffeln nie in Plastikverpackung lagern

Kartoffeln aus dem Supermarkt sind häufig in Plastik verpackt. Das bekommt den Knollen gar nicht. Am besten bekommt der Kartoffel eine luftige Umgebung. Ideal für die Kartoffellagerung ist eine offene Kiste mit breiten Spalten oder Löchern, die für eine gute Durchlüftung sorgen. Alternativ eignen sich auch Jutesäcke oder Leinenbeutel.

4. Kartoffeln lagern – Äpfel sind keine gute Gesellschaft 

Lagern Sie Kartoffeln nicht neben Birnen oder Äpfeln: Diese Früchte sondern das Gas Ethylen ab, das die Kartoffeln schneller reifen lässt. Zum Weiterlesen: Äpfel lagern: So halten sie am längsten.

5. Kartoffeln regelmäßig begutachten

Sie sollten eingelagerte Kartoffeln regelmäßig anschauen und gekeimte oder verfärbte Kartoffeln aussortieren. Kleine Keimstellen oder Verfärbungen einfach entfernen und die Kartoffeln wie gewohnt verarbeiten.

Ist der überwiegende Teil der Kartoffel betroffen oder sind die Keime schon länger, sollten Sie die Knollen besser nicht mehr essen. 

Kartoffeln aus dem eigenen Garten können problemlos mehrere Monate gelagert werden.
Kartoffeln aus dem eigenen Garten können problemlos mehrere Monate gelagert werden. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Rupprich)

Wo lagere ich Kartoffeln, wenn ich keinen Keller habe?

Nicht jeder hat die Möglichkeit, Kartoffeln im dunklen und kühlen Keller zu lagern. Der Kühlschrank ist nur eine Notlösung für wenige Tage. Ausnahme sind moderne Kühlschränke mit einem sogenannten Kellerfach. Das fasst zwar auch nicht den Kartoffelvorrat für die nächsten Monate, bietet dafür aber optimale Lagerbedingungen.

In den kühlen, aber nicht zu kalten Monaten sind auch Garage, Balkon oder Terrasse ein Ort, an dem Sie Kartoffeln aufbewahren können.

Wer Kartoffeln keine guten Lagerbedingungen bieten kann, sollte die Knollen nicht auf Vorrat kaufen, sondern nur kleine Mengen für den Bedarf der nächsten ein, zwei Wochen.

Kartoffeln aus dem Garten einlagern

Kartoffeln aus dem eigenen Garten sollten Sie vor dem Einlagern nicht säubern, aber gut trocknen lassen. Die anhaftende Erde schützt die Kartoffel vor Austrocknung und Fäulnis.

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