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Karottengrün: So können Sie das Kraut der Möhre weiterverwenden

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 17.04.2021

Karottengrün ist viel zu schade zum Wegwerfen, Sie können es auf verschiedene Arten recyceln.
Foto: Shutterstock / LiliGraphie

Wer bei den grünen Blättern der Karotten nur an Hasenfutter denkt, darf jetzt umlernen: Das Karottengrün enthält jede Menge Vitamine und schmeckt zudem äußerst lecker. Hier erfahren Sie, wie Sie das frische Grün der Möhren weiterverwenden können.

  • Nicht nur Hasen und Meerschweinchen schmeckt das saftige Grün der Möhren. Auch wir Menschen können das aromatische Blattwerk essen – sowohl roh als auch gekocht.
  • Karottengrün enthält viel wertvolles Kalzium, das wir für die Abwehr von Entzündungen, für die Funktion von Herz, Lunge und Nieren und für die Gesundheit von Knochen und Zähnen benötigen.
  • Wegen der Gefahr von Pestizidrückständen sollten Sie vorsichtshalber nur das Grün von Bio-Karotten verzehren.

Wer Möhren im Bund kauft, bekommt neben dem knackigen Gemüse auch ziemlich viel "Grünzeug" dazu: Die Blätter der Karotte, genannt Möhrengrün oder Karottengrün. Wie bei den Blättern vom Kohlrabi enthalten auch die Blätter der Karotte viele Vitamine und Nährstoffe – allen voran Kalzium.

Der normale Weg des Karottengrüns führt meist auf direktem Weg in die Biotonne oder den Kaninchenstall. Dafür ist das frische Grün aber viel zu schade. Hier erfahren Sie, wie Sie Karottengrün recyceln können: 

Karottengrün weiterverwenden: 4 leckere Ideen 

Das aromatische Grün macht sich gut in selbst gemachter Gemüse-Würzpaste, als Kraut zum Würzen von Salaten und Suppen (als Faustregel gilt: Wo Petersilie geschmacklich passt, eignet sich auch Karotten-Grün) und in grünen Smoothies.

Karottengrün-Pesto ist lecker – und deutlich billiger als Pesto aus Basilikum.
Karottengrün-Pesto ist lecker – und deutlich billiger als Pesto aus Basilikum. (Foto: Shutterstock / Karpenkov Denis)

Karottengrün-Pesto – die Zutaten

  • Karottengrün von einem Bund Karotten
  • 100 ml hochwertiges Olivenöl
  • 3 Esslöffel Cashew- oder Pinienkerne
  • ½ Knoblauchzehe
  • 50 g geriebener Parmesan oder Pecorino
  • Salz, Pfeffer 

Karottengrün-Pesto selber machen – so geht’s

  1. Das Karottengrün waschen, trocken schütteln oder in der Salatschleuder trocknen. Dann klein schneiden.
  2. Das Kraut zusammen mit dem Knoblauch, den Nüssen und dem Öl in den Standmixer geben oder mit dem Stabmixer pürieren.
  3. Parmesan reiben und unterrühren.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Weiterlesen: Wir haben 20 grüne Basilikum-Pestos getestet. Neun sind "ungenügend", drei weitere "mangelhaft". Damit raten wir von mehr als der Hälfte der getesteten Produkte ab.

Pesto-Test: Viele Pestos mit Mineralöl und Pestiziden belastet

Karottengrün = Karottengewürz 

Zu Karottengemüse passt das Karottengrün optimal. Einfach einen Teil des Grüns fein hacken und über die gedünsteten Karotten geben. Wer Karotten als Snack reicht, kann den Dip dazu mit Karottengrün würzen. 

Smoothie mit Karottengrün

Eine Idee für einen Smoothie mit Karottengrün: Mixen Sie 3 Karotten (inklusive Grün), 2 Orangen, 1 Apfel und ein Stück Ingwer zu einem vitaminreichen Smoothie. In allen Smoothie-Rezepten mit frischem Spinat können Sie diesen durch Karottengrün ersetzen.

 Im Wasser bilden die Karotten nach wenigen Tagen neues Grün aus.
Im Wasser bilden die Karotten nach wenigen Tagen neues Grün aus. (Foto: Shutterstock / KingTa)

Karottengrün züchten

Schneiden Sie das Endstück der Karotte ab und lassen Sie ungefähr drei bis vier Zentimeter des Grüns stehen. Setzen Sie dann die Karotte mit der Schnittfläche nach unten in eine Schale mit Wasser. Es genügt, wenn der Boden mit Wasser bedeckt ist. Zu viel Wasser lässt die Karotte eventuell schimmeln.

Wenn das Karottengrün nach einigen Tagen zu sprießen beginnt, können Sie es in einen Topf mit Erde umpflanzen. Platzieren Sie Ihre Regrowing-Karotten an einem hellen Standort und gießen Sie sie regelmäßig – damit haben Sie jederzeit frisches Karottengrün parat.

Karottengrün weiterverwenden: Tipps & Tricks

  • Essen Sie nur das Grün von Bio-Möhren. Konventionelle Ware wird häufig gespritzt, auch das Grün kann Pestizidrückstände enthalten.
  • Verwenden Sie kein welkes Blattwerk, sondern nur frisches Grün.
  • Karottengrün lässt sich – wie andere Kräuter auch – problemlos einfrieren. Die gewaschenen und trocken geschüttelten Blätter klein hacken, in einem Gefrierbeutel luftdicht verpackt und dann in der Kühltruhe oder im Gefrierfach einfrieren.

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