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Käse einfrieren: Das sollten Sie wissen

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 30.12.2020

Vor allem Käse, den Sie nachher zum Überbacken verwenden, lässt sich einfrieren.
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay /ReinhardThrainer

Frisch schmeckt Käse immer am besten, doch es ist grundsätzlich kein Problem, Käse einzufrieren. Allerdings eignen sich nicht alle Sorten für diese Art der Vorratshaltung. Hier lesen Sie unsere zehn Tipps rund ums Einfrieren von Käse.

Wenn wir Lebensmittel rechtzeitig einfrieren, können wir sie häufig vor dem Verderben und dem Weg in die Mülltonne retten. Käse hat einen Vorteil: Er gehört nicht zu den leicht verderblichen Lebensmitteln und lässt sich bei richtiger Lagerung zum Teil einige Wochen im Kühlschrank aufbewahren. 

Käse einfrieren: Wie sinnvoll ist das?

Um ganz ehrlich zu sein: Am besten schmeckt Käse frisch! Sie können Hartkäse problemlos einfrieren, jedoch verliert er in der Gefriertruhe an Aroma. Und so appetlich wie er beim Einkauf war, sieht er danach auch nicht mehr aus.

In einigen Fällen kann das Einfrieren von Käse dennoch sinnvoll sein, zum Beispiel, wenn Sie den eingefrorenen und wieder aufgetauten Käse zum Überbacken verwenden möchten.

Diese Käsesorten eignen sich für die Tiefkühltruhe

Harter Käse mit einem hohen Fettgehalt eignet sich am besten für die Gefriertruhe. Käsesorten wie Gouda, Emmentaler, Bergkäse oder Edamer können Sie ohne Weiteres für einige Wochen im Tiefkühlfach lagern.

Gut geeignet fürs Einfrieren sind zudem Käsesorten, die Sie nach dem Auftauen erhitzen, zum Beispiel Raclettekäse oder geriebener Käse fürs Überbacken.

Harte Käsesorten wie Parmesan oder Grana Padano beginnen nach dem Auftauen leicht zu bröseln und lassen sich dann nur schwer reiben. Deshalb sollten Sie diesen Käse am besten gerieben und möglichst luftdicht einfrieren, um ein Austrocknen zu vermeiden.

    Weichkäse lässt sich im Unterschied zu Hartkäse nicht einfrieren.
    Weichkäse lässt sich im Unterschied zu Hartkäse nicht einfrieren. (Foto: CC0 / Pixabay / lee_2)

    Diese Käsesorten sollten Sie besser nicht einfrieren

    Je höher der Wasseranteil, desto weniger ist der Käse fürs Einfrieren geeignet. Das Wasser im Käse kristallisiert im Tiefkühlfach, nach dem Auftauen sieht der Käse oft schmierig und wenig appetitlich aus. Frischkäse kann beim Auftauen ausflocken, Brie oder Camembert werden matschig. Diese Käsesorten sollten Sie lieber frisch verzehren und nicht einfrieren.

    Tipps fürs Einfrieren von Käse

    • Frieren Sie Käse am besten am Stück und nicht in Scheiben geschnitten ein. Käsescheiben kleben gerne zusammen – das können Sie durch Butterbrotpapier vermeiden.
    • Käse sollten Sie möglichst frisch einfrieren und nicht erst kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums.
    • Hartkäse können Sie problemlos bis zu drei Monate einfrieren. Je länger er in der Tiefkühltruhe ist, desto mehr verliert er jedoch an Geschmack.
    • Käse zum Einfrieren möglichst luftdicht verpacken. 
    • Fürs Einfrieren eignen sich Gefrierbeutel (Luft unbedingt ausstreichen!), das Käsepapier, in dem der Käse gekauft wurde, oder Boxen aus Kunststoff, Glas oder Edelstahl.
    • Legen Sie den Käse zum Auftauen am besten in den Kühlschrank.

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