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Hefe selber machen: So einfach entsteht wilde Hefe

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 01.04.2020

Hefe ausverkauft? Hefe können Sie ganz einfach selber machen.
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / webandi

Hefe ist gefragt wie selten zuvor und im Supermarkt derzeit kaum zu bekommen. Wenn Sie aufs Brot- und Pizzabacken nicht verzichten wollen, können Sie Hefe mit nur drei Zutaten selber machen.

Nicht nur Toilettenpapier, Seife, Nudeln und Tomatenmark sind in der Coronakrise Mangelware. Auch Hefe ist im Supermarkt momentan oft vergriffen, egal ob frische Hefe oder Trockenhefe. Das ist aber nicht schlimm: Das Gär- und Treibmittel können Sie mit Zutaten, die Sie garantiert zu Hause haben, nämlich ganz einfach selber machen.

Hefe selber machen: Zutaten für wilde Hefe

  • 500 ml lauwarmes Wasser (am besten mit geringem Kalkgehalt)
  • 1 EL Zucker
  • 2 getrocknete Datteln (alternativ: anderes Trockenobst)

Hefe selber machen: Anleitung

  1. Das lauwarme Wasser mit dem Zucker in ein Gefäß geben und gut verschließen. Die Mischung schütteln, bis sich der Zucker auflöst.
  2. Das Trockenobst hinzufügen und an einem warmen, aber schattigen Ort (optimal sind 25 Grad oder wärmer) eine Woche stehen lassen.
  3. Das Hefewasser morgens und abends schütteln. Die Bewegung verhindert, dass sich Schimmel bildet. Danach sollten Sie den Deckel vorsichtig öffnen und die Gase entweichen lassen.

Nach ungefähr einer Woche ist das Hefewasser fertig. Zu erkennen ist das an einem leicht vergorenen Geruch. Die verwendeten Früchte können Sie jetzt entfernen.

Im Kühlschrank können Sie Ihr Hefewasser ungefähr zwei Monate aufbewahren. Wichtig ist, dass Sie das Gefäß weiterhin regelmäßig schütteln und es öffnen, damit Gase entweichen können.

    Wilde Hefe ist ein guter Ersatz für industriell gefertigte Hefe.
    Wilde Hefe ist ein guter Ersatz für industriell gefertigte Hefe. (Foto: tombock1)

    Tipps fürs Hefe-selber-Machen

    • Hefewasser können Sie aus Datteln, getrockneten Aprikosen, Rosinen oder Feigen herstellen. Wichtig ist nur: Verwenden Sie ungeschwefelte Trockenfrüchte. 
    • Wer nicht mit Zucker süßen möchte, kann problemlos Honig oder Kokosblütenzucker verwenden.
    • Wenn sich bei der selbst gemachten Hefe viele Blasen in der Flüssigkeit bilden, ist das ein gutes Zeichen. 

    So verwenden Sie Hefewasser

    Beim Backen können Sie das benötigte Wasser einfach im Verhältnis eins zu eins durch Hefewasser ersetzen. Wenn Sie auf Frischhefe verzichten und selbst gemachte Hefe verwenden, benötigt der Teig deutlich mehr Zeit zum Gehen. Setzen Sie den Teig am besten am Vorabend an, und lassen Sie ihn über Nacht ruhen.

    Als Faustformel gilt: Bei frisch angesetztem Hefewasser benötigen Sie ungefähr 200 ml für 500 g Mehl.

    Wilde Hefe vermehren

    Die selbst gemachte Hefe lässt sich erneut vermehren. Das geht deutlich schneller als das erste Ansetzen des Hefewassers:

    1. Verwenden Sie für das Vermehren einen Teil des angesetzten Hefewassers (ca. 150 bis 200 ml), und fügen Sie zwei Datteln und einen Esslöffel Zucker hinzu.
    2. Gießen Sie 300 ml frisches, lauwarmes Wasser dazu, und verschließen Sie den Behälter.

    Stellen Sie die wilde Hefe wieder an einen warmen Ort, und schütteln Sie das Wasser zwei Mal täglich. Nach zwei bis drei Tagen ist die neue Hefe fertig.

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