Gurkenwasser übrig? 4 Tipps, was sich mit Gewürzgurkensaft noch anfangen lässt

Autor: Lena Rauschecker | Kategorie: Essen und Trinken | 09.04.2024

Das Wasser im Gewürzgurkenglas ist viel zu schade zum Wegschütten.
Foto: Shutterstock/Svittlana

Auf dem Burger oder zum Abendbrot: Gewürzgurken sind beliebt. Schnell ist da ein Gurkenglas geleert – und dann? Das Gurkenwasser in den Abguss kippen? Lieber nicht, denn die Flüssigkeit lässt sich vielseitig weiterverwenden. Wir geben wertvolle Tipps.

Der Heißhunger auf Gewürz- oder Essiggurken in der Schwangerschaft ist oft mehr Klischee als Wahrheit, doch die sauren Gurken sind auch ganz ohne Baby im Bauch beliebt. Gesund sind sie auch noch: Gewürzgurken enthalten – ebenso wie frische Gurken – Betacarotin, Vitamin K, Eisen, Kalium und Calcium. Der Zuckergehalt variert allerdings – hier gilt: Je weniger Zucker, desto gesünder die Essiggurke.

Praktisch an den eingelegten Gurken ist auch ihre lange Haltbarkeit; ungeöffnet sind die sauren Gurken über Jahre haltbar. Geöffnet sollte man sie innerhalb von ein bis zwei Wochen aufbrauchen, oft sind sie aber auch länger genießbar. Ist das Gurkenglas leer gefischt, fragt man sich: Was tun mit dem übrig gebliebenen Gurkenwasser? Fürs Wegschnütten ist es eigentlich zu schade. 

Kann man Gurkenwasser trinken?

Gurkenwasser besteht aus Wasser, Essig, Gewürzen wie Senfkörnern und Kräutern wie Dill. Zudem ist in aller Regel Zucker zugesetzt. Der würzige Sud ist deshalb bedenkenlos trinkbar, schmeckt allerdings recht sauer. Da das nicht jedermanns Geschmack sein dürfte, haben wir weitere Tipps.

Gurkenwasser verwerten: 4 Tipps

Salatdressing: Da das Wasser bereits Essig, Gewürze und Kräuter enthält, eignet es sich optimal als Basis für ein Salatdressing. Entweder gibt man es einfach pur mit ein wenig Olivenöl über den Blattsalat oder Kartoffelsalat. Oder Sie mischen es mit Joghurt für ein cremiges Dressing, etwa für den Gurkensalat.

Mayonnaise: Mayo können Sie ganz einfach selber machen, statt die Soße zu kaufen. Im Rezept ist stets ein Spritzer Zitronensaft angegeben. Diesen kann man durch einen Schluck Gewürzgurkenwasser ersetzen.

Zum Einlegen: Der Geschmack des Gurkenwassers bietet eine gute Grundlage, um anderes Gemüse darin einzulegen. Geschälte Zwiebeln und Knoblauch etwa halten in dem Sud länger und nehmen dessen säuerlich-süßen Geschmack an.

Zum Einmachen: Gurken lassen sich auch selbst zu Essiggurken oder Salzgurken einmachen. Auch hierfür bietet Gurkenwasser eine gute Basis: einfach aufkochen und über die Gurken geben, sodass diese vollständig bedeckt sind. Die zuvor sterilisierten Gläser sofort verschließen und an einen kühlen Ort stellen. Auch Paprika und Zucchini lassen sich mit dem Sud einmachen.

Übrigens: Gurkenwasser kann sogar Streusalz ersetzen – Bayern geht seit einigen Jahren einen innovativen Weg und setzt Gurkenwasser als nachhaltige Alternative ein: Gurkenwasser statt Streusalz.

Gewürzgurken bei ÖKO-TEST

Kürzlich haben wir Gewürzgurken im Labor überprüfen lassen. Rund die Hälfte der getesteten Gläser können wir mit Bestnote empfehlen. In einigen Gewürzgurken wies das Labor allerdings gleich mehrere Pestizidspuren nach. Für mehr Infos auf den folgenden Kasten klicken:

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