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Grüne Tomaten: Wie Sie unreife Tomaten retten können

Autor: dpa / Redaktion (lp) | Kategorie: Essen und Trinken | 21.08.2021

Nicht alle Tomaten werden bis zum Herbst reif. Sie können dir grünen Früchte aber retten.
Foto: Shutterstock / ANATOLY Foto

Sie haben dieses Jahr Tomaten angepflanzt, doch nicht alle Früchte sind rot und reif geworden? Grüne, unreife Tomaten sollten Sie nicht essen. Doch es gibt eine Möglichkeit, die verbliebenen Tomaten an der Staude zu retten.

Hobbygärtner wissen: Tomaten bilden noch sehr lange Früchte aus, die zum Herbst hin aber nicht mehr unbedingt rot und damit reif und genießbar werden. Das lässt sich nachträglich jedoch ändern.

Die grünen Tomaten können bei Temperaturen von 18 bis 30 Grad gut nachreifen, erklärt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Dabei ist es egal, ob die Umgebung hell oder dunkel ist. Die Früchte können zum Beispiel auf ein Backblech oder in Obstkisten gelegt werden. Sind die Früchte bereits etwas aber noch nicht satt rot, kann man sie auch bei 12 bis 15 Grad lagern, wodurch sie nachfärben.

Wer viele reife Tomaten übrig hat, kann Tomatenmark selber machen oder die Tomaten passieren. Vorteil: Dann weiß man genau was drin ist. Denn unser Tomatenmark-Test zeigt: Jedes zweite Tomatenmark ist mit Schimmelpilzgiften belastet. Das ist eklig und möglicherweise auch ein Gesundheitsrisiko.

Schimmelpilzgift im Tomatenmark gefunden: Alle Testergebnisse im ePaper

Unreife Tomaten sind giftig – besser nachreifen lassen

Unreife grüne Früchte sollten nicht gegessen werden. Denn sie enthalten Solanin. Solanin ist eine chemische Verbindung, die bei Menschen Vergiftungssymptome auslösen kann. Darunter: Kopfschmerzen, Halskratzen, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Erbrechen.

Mit der Einfärbung der Tomaten ins Orange und Rote sinkt der Solanin-Gehalt stark. Die roten Früchte enthalten dann gar keines mehr – ausgenommen im Stielansatz, daher sollte man diesen besser immer herausschneiden. Keine Lösung ist es, grüne Tomaten vor dem Verzehr zu kochen. Dabei geht nur ein Teil des Solanins ins Kochwasser über, es wird aber nicht zerstört.

Das gilt allerdings nicht für einige Sorten, die als grüne Tomaten verkauft werden und auch im Reifezustand noch grün sind. Diese verlieren ihr Solanin ebenfalls mit zunehmender Reife.

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