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Goldene Milch: Veganes Rezept für das trendige Kurkuma-Getränk

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 15.01.2022

Goldene Milch: Veganes Rezept für die trendige Kurkuma-Latte
Foto: Shutterstock / Elena Schweitzer

Goldene Milch ist ein kleiner Booster fürs Immunsystem – das kann in der kalten Jahreszeit nicht schaden. Wir erklären, warum das gold-gelbe Trendgetränk aus Pflanzenmilch, Kurkuma und Gewürzen gesund ist. Und wie Sie Goldene Milch ganz einfach selber machen.

Goldene Milch – auch "Kurkuma-Latte" genannt – gilt als trinkbares Superfood mit langer Tradition. Dabei ist Goldene Milch keine echte (Kuh-)Milch, wird sie doch zumeist auf der Basis von Pflanzenmilch angerührt. Kurkuma verleiht dem Trendgetränk seine schöne Farbe, Gewürze wie Kardamom, Zimt und Ingwer sorgen für das feinwürzige Aroma.

Goldene Milch: Trendgetränk mit Heilwirkung

In der ayurvedischen Medizin gilt die Kurkuma-Ingwer-Milch seit Jahrhunderten als Heilgetränk, was mit ihren Zutaten zu tun hat:

  • Das Gewürz Kurkuma (nach dem enthaltenen Curcumin benannt) ist ein natürliches Antioxidant. Curcumin soll Entzündungen abklingen lassen, die Verdauung fördern und das Immunsystem ankurbeln.
  • Zimt regt die Darmtätigkeit und soll Verdauungsproblemen wie Blähungen und Völlegefühl vorbeugen.
  • Die Schärfe des Ingwers sorgt für wohlige Wärme. Zudem enthält die Ingwerwurzel verdauungsfördernde und kreislaufanregende Inhaltsstoffe sowie Vitamin C, Calcium und Kalium.
  • Kokosöl soll in Goldener Milch dafür sorgen, dass Vitamine und Mineralien vom Körper besser aufgenommen werden.

Damit ist Goldene Milch das perfekte Getränk für die kalte Jahreszeit: Sie wärmt, stärkt das Immunsystem – und ist ganz nebenbei eine gesunde Alternative zu Kaffee & Co.

Rezept für Goldene Milch

Goldener Milch werden viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit zugesprochen.
Goldener Milch werden viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit zugesprochen. (Foto: Shutterstock / Elena Schweitzer)

Zutaten für eine Tasse Kurkuma-Latte:

Beim Anrühren der Goldenen Milch können Sie nach Lust und Laune mit zusätzlichen Gewürzen variieren und experimentieren: Auch Vanille, Muskat, Honig, Kokosblütenzucker, Kardamom, Safranfäden und schwarzer Pfeffer machen sich gut in dem Heißgetränk.

Tipp: Verwenden Sie am besten hochwertige Gewürze in Bio-Qualität.

Gut zu wissen: ÖKO-TEST hat Hafermilch getestet. Die Mehrheit der überprüften Produkte ist empfehlenswert. Kritik gibt es für überflüssige Vitaminzusätze und umstrittene phosphathaltige Zusatzstoffe.

Hafermilch im Test: Wie empfehlenswert sind Alpro, Oatly & Co. als Milchersatz?

Zubereitung der Goldenen Milch

  1. Sie können aus den Gewürzen eine Paste herstellen (siehe unten), schneller geht es jedoch, wenn Sie einfach alle Zutaten zusammen mit der Pflanzenmilch in den Mixer geben und zusammenrühren, bis die Milch eine cremige Konsistenz bekommt.
  2. Sollten sich noch Stücke in der Milch befinden, können Sie die Kurkumamilch durch ein feinen Sieb gießen.
  3. Süßen Sie die Milch nach Belieben mit Honig, Kokosblütenzucker oder Agavendicksaft.
  4. Zu guter Letzt die Milch erwärmen, mit dem Milchschäumer aufschäumen und Schluck für Schluck genießen.

Achtung: Frischer Ingwer ist ganz schön scharf! Tasten Sie sich vorsichtig an die richtige Dosierung heran.

Wenn Sie die optimale Gewürzmischung für sich gefunden haben, können Sie die Würzpaste auch in größerer Menge auf Vorrat herstellen. Für eine Tasse benötigen Sie ungefähr einen Teelöffel Gewürzpaste. Dazu einfach Ihre Lieblingsgewürze mit ein wenig Wasser in den Mixer geben und pürieren, bis eine feine Paste entsteht. Die Paste hält sich im Kühlschrank ungefähr eine Woche, im Tiefkühlfach deutlich länger.

Goldene Milch: Darauf sollten Sie achten

Die Wirkung von Kurkuma wird in vielen Veröffentlichungen überbewertet. Auch wenn in Zell- oder Tierversuchen positive Ergebnisse nachgewiesen wurden, sind diese nicht auf den Menschen übertragbar.

Zudem wurden bei den Tests in der Regel extrem hohe Dosierungen verwendet, die beim Menschen weder über die Nahrung noch über Nahrungsergänzungsmittel erreicht werden können, so die Verbraucherzentrale in einer umfangreichen Veröffentlichung zu Kurkuma. Ihr Fazit: "Es fehlen eindeutige wissenschaftliche Belege darüber, ob Kurkuma-Extrakte gesundheitliche Wirkungen beim Menschen, beispielsweise gegen Krebs, Gelenkbeschwerden, Demenz oder Depressionen, haben."

Empfindliche Menschen sollten beim Genuss von Kurkuma vorsichtig sein, denn die Pflanze kann in höherer Dosierung zu Blähungen, Magen-Darm-Problemen und allergischen Reaktionen führen.

Schwangere und Stillende sowie Patienten mit Gallensteinen sollten auf Kurkuma-Nahrungsergänzungsmittel sogar gänzlich verzichten.

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