1. Home
  2. Ratgeber

Eierlikör selber machen – in Bio-Qualität und ohne Käfigeier

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 01.04.2021

Eierlikör selber machen ist nicht allzu schwer – und geht natürlich auch in Bio-Qualität und ohne Käfigeier.
Foto: Shutterstock / Ingrid Balabanova

Eierlikör ist ein Genuss: Egal ob im Kuchen, zum Eis oder pur. Wer Eierlikör selber macht, vermeidet Eier aus Käfig- oder Bodenhaltung. Eierlikör selber machen ist zudem kinderleicht. Ei, ei, ei – hier verraten wir Ihnen das Rezept für cremigen Eierlikör plus eine vegane Variante. 

  • Selbst gemachter Eierlikör schmeckt deutlich besser als der gekaufte aus dem Supermarkt. Und wenn Sie den cremigen Klassiker selber machen, wissen Sie genau, welche Zutaten drin sind.
  • Wichtig bei der Zubereitung von Eierlikör sind frische Eier und qualitativ hochwertiger Alkohol.
  • Wer Eier und Sahne meiden möchte, bereitet einfach unsere vegane Eierlikör-Variante zu.

Eierlikör selber machen – so geht’s

Zutaten für einen Liter selbst gemachten Eierlikör:

  • 8 frische Eigelb (Größe M) (am besten zimmerwarm und nicht direkt aus dem Kühlschrank)
  • Mark einer Vanilleschote oder 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 250 Gramm Puderzucker
  • 300 ml Kondensmilch oder Sahne
  • 250 ml weißer Rum
  • ausgekochte Glasflaschen

Schritt für Schritt-Anleitung: Eierlikör selber machen:

  1. Die Eigelbe mit dem Alkohol vermischen und drei Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen.
  2. Dann das Mark der Vanilleschote bzw. den Vanillezucker sowie den Puderzucker unterrühren.
  3. Kondensmilch oder Sahne zugeben.
  4. Die Masse mit dem Rührgerät über einem heißen Wasserbad fünf Minuten aufschlagen, bis sie eine cremige Konsistenz annimmt. Vorsicht: Das Wasser sollte dabei nicht kochen!
  5. Den fertigen Likör mit Hilfe eines Trichters in Flaschen füllen. Die Flaschen gut verschließen.

Die dreitägige Ruhezeit der Eigelb-Alkohol-Mischung dient der Keimreduktion, um eine gefährliche Salmonellen-Infektion durch die frischen Eier zu verhindern. Hier handelt es sich um eine Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).  

    Für Eierlikör benötigen Sie nur Eigelbe. Das Eiweiß können Sie für Makronen oder Kuchen weiterverwenden.
    Für Eierlikör benötigen Sie nur Eigelbe. Das Eiweiß können Sie für Makronen oder Kuchen weiterverwenden. (Foto: Shutterstock / iva)

    Eierlikör selber machen: Auf Qualität der Eier achten

    Was uns bei Eierlikör aus dem Supermarkt missfällt: Es ist meist nicht nachvollziehbar, woher die Eier kommen. Während auf der Verpackung von unverarbeiteten Eiern stehen muss, wie die Legehennen gehalten werden, ist das bei verarbeiteten Eiern in Nudeln, Backmischungen oder in Eierlikör nicht der Fall. Auch gefärbte Eier sind von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen.

    Wenn Sie Eierlikör selber machen, haben Sie die Auswahl der Zutaten selbst in der Hand. Wir empfehlen Ihnen ganz frische Eier, am besten in Bio-Qualität oder aus regionaler Freilandhaltung.

    >> Zum Weiterlesen: Mit dem Kauf dieser Eier tun Sie etwas gegen Kükentöten

    Eierlikör selber machen: Tipps & Tricks

    • Hygiene ist wichtig! Alle Utensilien sollten sauber und die Flaschen frisch ausgekocht sein.
    • Nicht nur gute Eier sind wichtig – auch die Qualität des Alkohols wirkt sich auf das Ergebnis aus. Wer hier billigen Fusel verwendet, wird wenig Spaß mit seinem Eierlikör haben, denn den schmeckt man nachher raus.
    • Eierlikör können Sie nicht nur mit weißem Rum herstellen, sondern auch mit anderem klarem Alkohol, z.B. Weingeist, Wodka oder Korn. Auch Cognac oder Weinbrand eignen sich.
    • Verwenden Sie erstmal nicht die gesamte Menge Alkoholmenge, sondern probieren Sie zwischendurch und entscheiden Sie dann, wie viel Sie noch hinzufügen möchten. Mit weniger Alkohol ist der fertige Likör allerdings weniger lange haltbar.
    • Wer möchte, kann beim Eierlikör selber machen auch ein bisschen experimentieren: Wenn Sie die Kondensmilch durch Kokosmilch ersetzen, bekommt der Likör eine exotische Note. Auch Schokolade und Orangenschale passen geschmacklich gut zu Eierlikör.
    • Wenn die Flaschen fest verschlossen sind, hält sich der Eierlikör im Kühlschrank ungefähr einen Monat. Wenn die Flasche erstmal offen ist, sollten Sie ihn in wenigen Tagen aufbrauchen.
    • Vor dem Verkosten sollten Sie den Eierlikör in der Flasche kurz aufschütteln.
    • Gut zu wissen: Wenn der Eierlikör erkaltet, wird er nochmals fester.
    • Das Eiweiß können Sie problemlos einfrieren oder für andere Rezepte weiterverwenden. 
    Jetzt lesen: Eier im Test – nur vier Hühnereier-Sorten empfehlenswert

    Veganen Eierlikör selber machen

    Wer Eierlikör liebt, aber auf Eier lieber verzichten möchte, sollte diese vegane Variante des "falschen" Eierlikörs probieren: Statt Eiern und Milch sorgt veganer Vanillepudding für die cremige Konsistenz.

    Zutaten für "falschen" Eierlikör:

    • 500 ml veganer Vanillepudding (aus dem Supermarkt oder selbst gemacht)
    • 100 ml weißer Rum
    • 125 Gramm Puderzucker
    • Mark einer Vanilleschote oder ein Tütchen Vanillezucker
    • 1 Prise Kurkuma (für die Gelbfärbung des Likörs)

    Die Zubereitung ist denkbar einfach: Geben Sie alle Zutaten in ein hohes Gefäß und pürieren Sie sie, bis der Likör cremig wird. Fügen Sie eventuell noch mehr Zucker oder mehr Alkohol hinzu.

    Weiterlesen auf oekotest.de: