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Darum sollten Sie keine bunten Ostereier kaufen

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 17.04.2019

Darum sollten Sie keine bunten Ostereier kaufen
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / ivabalk)

Eier in der Osterzeit haben einen bitteren Beigeschmack. Ungefähr 30 Millionen Legehennen sind damit beschäftigt, für Ostern Eier zu legen – und die werden nicht immer artgerecht gehalten. Warum Sie gefärbte Eier aus dem Supermarkt meiden sollten.

Generell gilt für Eier eine strenge und genaue Kennzeichungspflicht: Jedes Ei trägt einen individuellen Stempel, der über die Haltungsform und die Herkunft des Eis informiert. Diese Regelung betrifft aber nur nicht gekochte und nicht weiterverarbeitete Eier.

Bunte Eier gelten als "verarbeitetes Eiprodukt". Für den Eier-Käufer ist damit nicht ersichtlich, ob das Ei aus Freiland-, Boden- oder Käfighaltung stammt.

Sieben Prozent der Hühner in Deutschland leben in Käfigen

Frische Eier aus Käfighaltung sind im Supermarkt kaum noch zu finden. Die meisten Deutschen lehnen diese nicht artgerechte Hühnerhaltung ab und greifen lieber zu Eiern aus Boden- oder Freilandhaltung. Noch immer leben aber sieben Prozent der Hühner in Deutschland in Käfigen. Dazu kommen aus dem Ausland importierte Käfigeier. 

Ein Großteil der bunten Eier, die es in der Osterzeit im Supermarkt oder Discounter zu kaufen gibt, stammt aus Käfighaltung. Da sie keinen Stempel tragen, erfährt der Verbraucher nichts über ihre Herkunft.

Ein wichtiger Hinweis auf Eier-Kartons ist das "KAT"-Logo. Dieses Siegel des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen garantiert, dass die Eier nicht aus Käfighaltung stammen.  

Auch Eier von Bio-Hühnern sind keine gute Wahl

Jahr für Jahr werden etwa 50 Millionen männlicher Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet. Der Grund: Die männlichen Küken von Legehennen legen keine Eier. Da sie kaum Fleisch ansetzen, sind sie ökonomisch wertlos. In den Brütereien vergasen oder schreddern Arbeiter männliche Küken deshalb oft gleich nach dem Schlüpfen.

Was viele nicht wissen: Gewöhnliche Bio-Eier sind in dieser Hinsicht ebenfalls keine gute Wahl. Denn auch hier werden die männlichen Eintagsküken getötet.

Wer das Kükentöten nicht unterstützen möchte, kann Eier aus Bruderhahn-Initiativen kaufen. Zugehörige Betriebe ziehen auch männliche Küken auf und verwerten sie.

Weitere Alternativen sind Zweinutzungshühner und die Geschlechtsbestimmung im Brut-Ei.

Eier im Test

Wir haben bei 20 Eiern Schadstoffe, Qualität und Hühnerhaltung geprüft. Das Ergebnis: Die Herkunftsbetriebe töten oft männliche Küken und halten ihre Hennen schlecht. Nur vier Bio-Eier empfehlen sich fürs Osternest. Hier finden Sie die Testergebnisse: Eier im Test.

Unser Tipp für mehr Tierwohl in der Osterzeit

Wem Tierschutz am Herzen liegt, der sollte Ostereier nur in Bio-Qualität kaufen. Noch besser sind Bio-Eier aus Bruderhahn-Projekten, die dann zu Hause selbst gefärbt werden. Hier erfahren Sie, wie Sie Eier mit Naturfarben färben können.

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