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Apfelmus selber machen: Rezept mit fünf Zutaten

Autor: Katharina Schmidt | Kategorie: Essen und Trinken | 11.08.2019

Apfelmus selber machen: Rezept mit fünf Zutaten

Selbstgemachtes Apfelmus enthält keine Zusatzstoffe und Sie können selbst entscheiden, wie viel Zucker Sie verwenden möchten. Für das folgende Apfelmus-Rezept brauchen Sie nur wenige Zutaten.

Apfelmus selber machen: die Zutaten

Für vier Portionen selbstgemachtes Apfelmus benötigen Sie: 

  • 1 kg Äpfel
  • 100 ml Wasser
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Zimtstange
  • Zucker nach Belieben

Sie können jede Apfelsorte für selbstgemachtes Apfelmus verwenden – die verschiedenen Sorten beeinflussen jedoch den Geschmack: 

  • Sauer: Granny Smith, Boskoop, Topaz
  • Süß-säuerlich: Antares, Braeburn, Elstar, Jonagold, Pinova
  • Fein-säuerlich: Santana, Ingrid Maire, Holsteiner Cox
  • Süß: Gala, Golden Delicious, Royal Gala, Fuji

Apfelmus-Rezept in drei Schritten 

So machen Sie Apfelmus selbst:

  1. Apfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Äpfel mit Wasser in einen Topf geben. Zitronensaft und Zimtstange hinzufügen. Nach Belieben mit Zucker süßen. Bei mittlerer Hitze circa 15 Minuten weichkochen.
  3. Zimtstange entfernen. Masse mit Pürierstab pürieren und abkühlen lassen.

Tipp: Wenn Sie gröberes Apfelkompott bevorzugen, müssen Sie die Apfelmasse nicht pürieren. Zerstampfen Sie sie einfach mit einer Gabel. 

Füllen Sie das selbstgemachte Apfelmus noch heiß in ausgekochte Einmachgläser und lagern Sie es kühl – so bleibt es mehrere Wochen lang frisch. Noch länger hält das Mus, wenn Sie die Gläser nach dem Einfüllen schließen, umdrehen, und in kochendem Wasser einkochen. Auf diese Weise bleibt das Apfelmus bis zu ein Jahr lang frisch. 

Apfelmus selber machen oder kaufen?

Für den Apfelmus-Test 2015 hat ÖKO-TEST 19 Apfelbreie von unabhängigen Laboren untersuchen lassen. Das Ergebnis: Vor allem Biomarken wie „Alnatura“, „Basic“ und „Bauck“ schnitten mit „sehr gut“ ab. Neun Produkte waren „gut“, drei nur „befriedigend“. Die Tester bemängelten, dass vielen Produkten künstliche Nährstoff-Zusätze wie Vitamine enthielten – das sei aus ihrer Sicht überflüssig. In allen konventionellen Produkten haben die Tester außerdem Spuren von Pestiziden nachgewiesen.

Wenn Sie Apfelmus selber machen, können Sie sicher sein, dass Ihr Mus frei von Zusätzen ist. Nutzen Sie am besten Bio-Äpfel. In unserem Äpfel-Test von 2018 konnten wir alle fünf Bio-Sorten empfehlen. Acht konventionelle Apfel-Proben waren jedoch mit besonders bedenklichen Pestiziden belastet.

Achtung: Unterscheiden Sie beim Einkaufen zwischen Apfelmus und Apfelmark: Apfelmus enthält immer zusätzlichen Zucker, Apfelmark besteht zu 100 Prozent aus Äpfeln und ist nicht künstlich gesüßt.

Äpfel einkaufen: Das sollten Sie beachten

Die meisten Äpfel, die im Handel erhältlich sind, wurden in Deutschland angebaut. Das heißt, die Transportwege zu deutschen Obsthändlern sind recht kurz. Doch bedeutet das nicht, dass deutsche Äpfel immer die bessere Klimabilanz haben. 

Nach der Ernte im September wird ein Teil der regionalen Äpfel in gasdichten Kühllagern eingelagert. Dort wird das Obst bei 0 bis 4 Grad Celsius, hoher Luftfeuchtigkeit und viel Kohlenstoffdioxid gekühlt, damit es möglichst lange hält. Das verbraucht jedoch viel Energie.

Einer Untersuchung des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) zufolge besitzen regionale Äpfel auch nach einem halben Jahr Lagerung noch eine bessere Klimabilanz als Äpfel aus Übersee. Doch allgemein gilt: Je länger ein Apfel lagert, desto größer sein CO2-Fußabdruck.

Im Sommer lohnt es sich deshalb, zu saisonalem Obst zu greifen. Auch aus frischen Beeren lässt sich ein leckeres Mus zubereiten. Oder Sie bereiten selbstgemachtes Apfelmus in den Herbst- und Wintermonaten aus regionalen Äpfeln zu und kochen es ein, damit es bis in die Sommermonate haltbar bleibt.

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