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Alkoholfreier Sekt im WISO-Test: Der einzige Bio-Sekt überzeugte die Experten

Autor: Lino Wirag | Kategorie: Essen und Trinken | 04.02.2021

Alkoholfreier Sekt im Test bei Wiso
Foto: Shutterstock/Pixel-Shot

Das TV-Verbrauchermagazin WISO (ZDF) hat mehrere Sorten alkoholfreien Sekt von einem Expertengremium verkosten lassen. Außerdem wurden die Produkte ins Labor geschickt. Das Ergebnis: Nur ein Sekt überzeugte die Weinkenner.

Der Trend nach alkoholfreiem Schaumwein nimmt zu: Jede 20. Flasche Sekt, die in Deutschland über die Ladentheke geht, soll bereits keinen Alkohol mehr enthalten. Dabei ist der Marktanteil von weißem alkoholfreiem Sekt etwas höher als der von alkoholfreiem Rosé.

Das öffentlich-rechtliche Verbrauchermagazin WISO (ZDF) hat nun sechs Sekte ohne Alkohol genauer unter die Lupe genommen. Zum einen prüfte ein Fachgremium die Getränke geschmacklich, geruchlich und optisch. Zum anderen untersuchte ein Labor, wie viel Alkohol tatsächlich noch in den alkoholfreien Produkten steckt. Außerdem wollten die Prüfer wissen, ob sich bedenklich hohe Pestizidkonzentrationen in den Flaschen finden.

Alkoholfreier Sekt im Test: Experten und Laien uneinig

Die Verbrauchersendung hatte sich drei günstigere und drei teurere Schaumweine ohne Alkohol ausgesucht. Jeweils zwischen rund 2 und 4 Euro pro 0,75-Liter-Flasche kosteten Burg Schöneck Alkoholfreier Sekt (Lidl), Schloss Wachenheim Light Live White sowie Rotkäppchen Alkoholfreier Sekt.

Die teureren Marken im Test waren Freixenet Legero, Mumm & Co. Alkoholfreier Sekt und der Bio-Sekt Strauch Blanc Pur. Sie kosteten jeweils zwischen rund 6 und 10 Euro pro 0,75-Liter-Flasche.

Die Sensorik-Experten, die eine Blindverkostung durchführten, bewerteten unter anderem Farbe und Aromen der Produkte. Die Prüfer bevorzugten dabei den etwas herberen Strauch Blanc Pur. Er war der einzige Bio-Sekt im Test. In der Bewertung knapp hinter dem Bio-Sekt lag der süßere, aromatisierte Freixenet Legero. Bei den vier anderen Produkten wurden nur geringe sensorische Unterschiede festgestellt.

WISO bot außerdem rund 30 Verbrauchern einer Frankfurter Weinmesse eine Verkostung an. Ihnen schmeckte der günstigere Rotkäppchen-Sekt am besten, während der Bio-Sekt Strauch Blanc Pur, der die Experten überzeugt hatte, am schlechtesten wegkam. Einig waren sich sowohl Laien als auch das Fachgremium darüber, dass keines der verkosteten alkoholfreien Produkte wirklich an klassischen Sekt erinnerte. Der Grund: Mit dem Alkohol fehlt auch ein wichtiger Geschmacksträger.

Alkoholfreier Mumm mit 0,33 % Vol. Alkohol

Laut Lebensmittelrecht dürfen alkoholfreie Weine bis zu 0,5 % Vol. Alkohol enthalten. Alle Produkte lagen laut einem beauftragten Lebensmittellabor deutlich unter dieser Grenze, die Mehrzahl wies sogar weniger als 0,05 % Vol. auf. Mumm & Co. hatte mit 0,33 % Vol. den höchsten Alkoholwert.

Auch nach Pestiziden wurde beim Sekt-Test gesucht. In den Sekten von Mumm und Rotkäppchen fand das Labor geringe Spuren von Fungiziden, die im Weinbau verwendet werden. Zu beanstanden sei dies aber nicht, so die Prüfer. Alle anderen Produkte zeigten keine Auffälligkeiten.

ÖKO-TEST hatte zuletzt Sekt, Crémant und Cava mit Alkohol getestet und dazu rund 20 Produkte ins Labor geschickt. Immerhin die Hälfte der Sekte konnten wir empfehlen. Die Ergebnisse finden Sie hier:

Lese-Tipp: Sekte aus Flaschengärung im Test

Hier können Sie außerdem den vollständigen WISO-Beitrag nachsehen (bis 25.01.2023).

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