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6 Nudelfehler, die Ihnen bald nicht mehr passieren

Autor: Lino Wirag | Kategorie: Essen und Trinken | 09.04.2022

Wir zeigen häufige Nudelfehler, die Ihnen bald nicht mehr unterlaufen werden
Foto: Shutterstock/Arthur-studio10

Sie denken, beim Pastakochen könne man nichts falsch machen? Topf, Sieb, Teller, Mund, fertig. Weit gefehlt! Wir zeigen Nudelfehler, die einem leicht unterlaufen können – und verraten, wie man es besser macht.

Wir können kaum genug bekommen von den köstlichen Teigwaren. Nudeln gibt es in hell oder dunkel, geringelt, gebogen, gerollt, glatt und gefüllt. Würden wir der Zubereitung der Nudeln doch auch so viel Aufmerksamkeit schenken.

Denn: Es gibt einiges über die perfekte Pasta zu wissen – und auch einige Fehler, die einem unterlaufen können. Das fängt bei der Auswahl der richtigen Nudelsorte an. Wir verraten, welche Nudelfehler Ihnen in Zukunft sicher nicht mehr passieren werden.

1. Die falschen Nudeln kaufen

In Deutschland werden vor allem Pasta aus Hartweizengrieß und Eiernudeln gekauft. Beide basieren auf hellem Weizen. Das ist zwar keineswegs ungesund und liefert tüchtig Kohlenhydrate, geht aber besser. Denn: Inzwischen ist das Sortiment an Vollkornnudeln und "alternativen" Nudeln – die z.B. auf Linsen, Erbsen, Kichererbsen oder Soja basieren – stetig gewachsen.

Das freut auch den Körper, dem damit nicht nur mehr Abwechslung serviert wird, sondern der bei Vollkorn-Produkten auch von zusätzlichen Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen profitiert. Dass sich Vollkornnudeln besser machen als helle Pasta, findet auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE). Der reichere, aber auch herbere Geschmack der dunklen Pasta ist ein zusätzlicher Bonus.

>> Lesen Sie auch: Sind Nudeln gesund? Sechs Nudelarten im Ernährungscheck

Wer will, kauft seine Nudeln – seien sie aus Weizen, Roggen oder Hülsenfrüchten – außerdem in Bio-Qualität. Das hat nicht nur den Vorteil, dass in aller Regel weniger Zusatzstoffe und Chemie auf dem Teller landen, sondern fördert auch umweltverträglichere, nachhaltigere Landwirtschaft.

2. Nudeln und Soße schlecht kombinieren

Es gibt einen Grund, warum Sie zwar Spaghetti aglio e olio auf der Speisekarte finden, aber wohl nie Makkaroni mit Öl und Knoblauch – dafür lassen sich die Röhrennudeln hervorragend überbacken. Bestimmte Nudelsorten spielen eben besser mit bestimmten Soßen und Zubereitungsarten zusammen.

Eine Grundregel: Lange, dünne Pasta wie Spaghetti oder Linguine eignet sich für ölige oder Sahnesoßen. Dickflüssigere Soßen wie Bolognese dagegen passen besser zu kürzeren, kräftigeren oder hohlen Nudeln wie Rigatoni, Farfalle, Penne oder Fusilli, die reichlich Ecken bieten, an denen die Soße anhaften kann. Wer Gemüse- oder Fleischstückchen mit der Soße serviert, sollte ebenfalls eher auf pasta corta setzen, da die schmale pasta lunga beim Aufwickeln die Tendenz hat, Gemüse & Co. abzuschütteln.

Der Kompromiss: Viele Tomatensoßen und Pestos sind weder zu dick- noch zu dünnflüssig und vertragen sich deshalb mit fast allen Nudelsorten. Wir haben vor rund zwei Jahren grüne Pesto untersucht. Über die Hälfte war mit Mineralöl und Pestiziden belastet. Hier lesen Sie mehr:

3. Nudeln falsch kochen

Klar können Nudeln zu weich oder zu hart werden; aber haben Sie auch gewusst, dass es besser für den Topf ist, wenn Sie das Salz erst ins Wasser geben, wenn es kocht, damit das Salz sich nicht absetzen kann?

Und dass Sie nur dann Öl ins Wasser geben sollten, wenn Sie auch eine ölhaltige Soße servieren? Sonst erhalten Sie im ungünstigsten Fall glitschige Nudeln, an denen die Tomatensoße abperlt. Mehr Kochtipps finden Sie in Nudeln kochen: Fünf Tipps, wie Ihnen die perfekte Pasta gelingt

4. Nudeln abschrecken

Wer hat das mit dem Abschrecken nur erfunden? Wer Pasta direkt nach dem Kochen mit kaltem Wasser übergießt, kühlt die Nudeln nicht nur unnötig ab, sondern spült auch einen Teil des (etwas klebrigen) Stärkefilms von den Teigwaren, den sie aus dem Kochwasser mitbringen. Das hat den Vorteil, dass die Nudeln etwas weniger verkleben, aber den größeren Nachteil, dass die Soße anschließend nicht mehr so gut an der Pasta haftet. 

Wer Angst vor klebrigen Nudeln hat, sollte es lieber all'italiana machen und die Pasta direkt nach dem Abgießen zur Soße oder zum Pesto geben.

5. Nudelwasser wegschütten

Nudelwasser ist zu schade für den Abguss, weil damit auch Kohlenhydrate und Mineralstoffe verschwinden. Wer nachhaltig denkt, benutzt das Wasser noch zum Blumengießen, zum Backen, zum Einweichen von Hülsenfrüchten oder für eine der anderen Ideen, die wir in Nudelwasser nicht wegschütten: 7 Ideen, um es wiederzuverwenden versammelt haben.

6. Nudelreste wegwerfen

Obwohl man eigentlich nie genug Pasta essen kann, sind die Augen manchmal größer als der Magen. Wenn Sie Nudelreste übrig haben, denken Sie daran, dass sich Nudeln hervorragend wieder aufwärmen lassen: und zwar knusprig in der Pfanne oder schnell in der Mikrowelle.

Ein besonderer Tipp, um wieder eine (fast) ideale Konsistenz zu erreichen: Die Pasta in einen Topf geben, mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher übergießen und dort etwa eine halbe Minute ziehen lassen.

>> Lesen Sie auch: Kann man Nudeln einfrieren? sowie Nudeln aufwärmen: So schmeckt die Pasta auch am nächsten Tag

Tipp: ÖKO-TEST prüft regelmäßig Pasta

Wir schicken regelmäßig Teigwaren ins Labor, um sie auf Schadstoffe überprüfen zu lassen. Bei Eiernudeln haben wir zuletzt auch das Tierwohl in die Bewertung einbezogen. Ganz neu ist unser Test zu Fusilli; im letzten Jahr haben wir Spaghetti und Spätzle untersucht, 2020 standen Vollkornnudeln und davor Nudeln aus Hülsenfrüchten auf dem Menü. Wer seine Soßen häufig selbst macht, wird sich vermutlich auch für die Ergebnisse unseres Tomatenmark-Tests aus dem Jahr 2021 interessieren.

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