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Pflanzen gießen: Wann Regenwasser besser ist als Leitungswasser

Autor: dpa / Redaktion (bw) | Kategorie: Bauen und Wohnen | 19.09.2021

Pflanzen gießen: Wann Regenwasser besser ist als Leitungswasser
Foto: Shutterstock / Marina Demeshko

Viele Gartenbesitzer gießen auch im Sommer mit Leitungswasser. Das ist schlecht für den Geldbeutel – und oft auch für die Pflanzen. Darum sollten Sie - wenn möglich - Ihre Garten- und Zimmerpflanzen mit Regenwasser gießen.

Regenwasser gibt es kostenlos – das ist aber nur einer der Gründe, warum Sie Ihre Pflanzen mit dem Wasser, das vom Himmel fällt, gießen sollten. 

1. Regenwasser ist weich und enthält keinen Kalk. Viele Pflanzen vertragen weiches Wasser laut dem Umweltbundesamt (UBA) besser als hartes, kalkhaltiges Trinkwasser aus dem Hahn. Das UBA nennt zum Beispiel den Rhododendron. Es gibt nur wenige Ausnahmen unter den gängigen Pflanzen in Deutschland, die man besser mit kalkhaltigem Leitungswasser versorgt, darunter Oleander. Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass empfindliche Pflanzen bei zu hohem Kalkgehalt sogar Schaden nehmen können. 

2. Bei zu hartem Gießwasser können die Pflanzen keine Nährstoffe mehr aufnehmen. Wird mit kalkhaltigem Wasser gegossen, werden Eisen und Magnesium im Substrat gehalten – und stehen den Pflanzen nicht mehr zur Aufnahme zur Verfügung. Mangelerscheinungen wie aufgehellte Blätter können die Folge sein.

3. Auch für Zimmerpflanzen ist Regenwasser in der Regel das Beste. In ihren ursprünglichen Lebensräumen, oftmals tropischen Gefilden, werden diese Pflanzen im Freien ja auch mit Regen gewässert.

Faustregel: Ein pH-Wert von 6 gilt für Gießwasser als optimal.

Regenwasser sammeln – funktioniert auch im Winter

Die gängigste Methode, Regenwasser zu sammeln, funktioniert über Tonnen, die an das Regenrinnensystem von Gebäuden angeschlossen werden. Sogenannte Regendiebe – das sind feinmaschige Filter, die in die Fallrohre eingesetzt werden – filtern dabei Fremdkörper heraus.

    Regenwasser ist für die meisten Pflanzen besser als Leitungswasser.
    Regenwasser ist für die meisten Pflanzen besser als Leitungswasser. (Foto: Shutterstock / Anna_L)
    • Man sollte fürs Gießen allerdings kein Wasser nutzen, das über Dachflächen aus Kupfer, Zink und Bitumen gelaufen ist. Denn aus solchen Dachflächen können sich schädliche Bestandteile lösen.
    • Im Winter lässt sich Gießwasser aus Schnee gewinnen. Dafür sollte man aber reinen Schnee nehmen - also nicht von Orten, an denen zum Beispiel Streusalz ausgebracht wurde. Denn Salz kann den Wurzeln nachhaltig schaden.
    • Auch wichtig: Das Gießwasser sollte Raumtemperatur haben, denn viele Pflanzen vertragen keine Eiseskälte.

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