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Das steckt hinter Mikroplastik

Autor: Katja Tölle | Kategorie: Bauen und Wohnen | 03.09.2019

Das steckt hinter Mikroplastik
(Foto: David Pereiras/Shutterstock )

Mikroplastik ist eine enorme Umweltbelastung – und es ist überall: in Flüssen, in den Meeren, in Böden und selbst in der Luft, die wir atmen. Was verbirgt sich dahinter?

„Feste, wasserunlösliche Kunststoffpartikel, die fünf Millimeter und kleiner sind“ – so lautet die Definition des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) für Mikroplastik. Dabei unterscheiden die Experten zwischen primärem Mikroplastik, das Hersteller Produkten bewusst zufügen, wie etwa Kunststoffpartikel in Peelings, und sekundärem Mikroplastik. Letzteres entsteht beim Zerfall von Plastik, also wenn sich Plastikverpackungen langsam zersetzen, oder beim Abrieb von Schuhsohlen und Autoreifen etwa.

ÖKO-TEST und viele andere Verbraucher- und Umweltschützer gehen in ihrer Kritik allerdings weiter. Denn Kunststoffe in der Umwelt sind nicht nur in ihrer festen Form ein Problem. Es gibt etwa auch flüssige, lösliche synthetische Polymere, die Hersteller etwa Kosmetika oder Waschmitteln in gelartiger oder flüssiger Konsistenz zufügen. Sie sind für die Umwelt ein großes Problem, weil sie, je nach Verbindung, mehr oder weniger schwer abbaubar sind. Auch ihre gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen sind unzureichend untersucht.

Mikroplastik in der Umwelt 

Wir haben interessanten Fakten zu Plastik gesammelt: 

  • 3,2 Millionen Tonnen Mikroplastik gelangen laut Weltnaturschutzunion (IUCN) jedes Jahr in die Umwelt.
  • 77 Tonnen Mikroplastik geraten jedes Jahr allein in Deutschland aus Kosmetika, Putz- und Waschmitteln ins Abwasser. Hinzu kommen
  • 46.900 Tonnen lösliche Polymere – so das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts.
  • 37,6 Kilogramm Plastikmüll verursacht jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr laut Statista. In Schweden sind es nur. 
  • 15,6 Prozent der in Deutschland anfallenden Kunststoffabfälle wurden laut dem Plastikatlas von Nabu und Heinrich-Böll-Stiftung 2017 recycled – mehr nicht. Von wegen Recyclingweltmeister.

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