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Bettwanzen bekämpfen: Der Feind in meinem Bett

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Bauen und Wohnen | 10.07.2019

Bettwanzen bekämpfen: Der Feind in meinem Bett
(Foto: Fotolia)

Wenn sich Bettwanzen erst einmal gemütlich in unseren Betten eingenistet haben, wird man sie nur schwer wieder los. Besser ist es, den kleinen Parasiten vorzubeugen.

Bettwanzen galten eigentlich als fast ausgerottet. Jetzt breiten sich die kleinen Blutsauger wieder aus. Hotels und Hostels weltweit haben wieder häufiger mit Bettwanzenbefall zu kämpfen. 

Und leider reisen auch Bettwanzen gerne: Die blutsaugenden Insekten verstecken sich im Urlaub in Koffern und Kleidung – und siedeln dann unbemerkt vom Urlaubsort ins heimische Schlafzimmer um. Hier vermehren sie sich schnell und werden zum Problem. Ein einziges Weibchen genügt, damit sich die Parasiten im Bett ausbreiten können. Haben sich Bettwanzen erst einmal irgendwo eingenistet, wird man sie nur schwer wieder los.

Folgende Tipps helfen, damit Sie Bettwanzen erkennen und bekämpfen können.

Bettwanzen erkennen

Die Insekten kommen in erster Linie dort vor, wo viele Menschen übernachten. Ob das eine Berghütte oder das Luxus-Hotel ist, macht kaum einen Unterschied. Auffällig bei den vier bis sechs Millimeter langen Wanzen: die extrem flache Körperform. Sie ermöglicht es den Insekten, sich tagsüber in kleinsten Ritzen und Ecken zu verstecken. Wenn es dunkel wird, verlassen die nachtaktiven Parasiten ihre Zuflucht und suchen sich den Weg in unsere Betten. Dort haben sie nur ein Ziel: unser Blut. Dazu beißen sie den Menschen.

Gut zu wissen: Menschen empfinden Bettwanzen zwar oft als eklig, und ein Befall löst oft Schamgefühle aus. Dazu besteht allerdings kein Grund: Bettwanzen sind kein Problem mangelnder Hygiene

Bettwanzenstiche erkennen und behandeln

Die Anwesenheit von Bettwanzen erkennen Sie an Kotspuren. Diese treten als kleine Punkte oder Flecken auf und sind oft nur schwer zu erkennen. Trockener Kot erinnert an Kaffeekrümel, Kot, der in Textilien eingezogen ist, an dunkle Tinte.

Im schlimmsten Fall bemerken Sie die Anwesenheit von Bettwanzen am eigenen Körper. Bettwanzen beißen. Nicht einmal, sondern mehrmals. Das erklärt, warum bei Bettwanzen nicht nur einzelne Bisse zu erkennen sind, sondern viele kleine Bisse nebeneinander, die sich als Rötung mit Juckreiz zeigen.

Menschen reagieren unterschiedlich auf die Bisse der Bettwanze. Während die einen gar nichts bemerken, reagiert die Haut von anderen mit juckenden Quaddeln oder starken Rötungen.

Meist klingen die Stiche nach einiger Zeit von alleine wieder ab. Bei heftigen Reaktionen hilft eine Salbe mit Cortison. Wenn Ihre Haut nach einem Bettwanzenbiss Quaddeln ausbildet, sollten Sie zum Arzt gehen. 

Bettwanzen vorbeugen

Einen hundertprozentigen Schutz vor einem Bettwanzenbefall gibt es nicht. Sie können allerdings Vorsichtsmaßnahmen treffen, um das Risiko zu senken. 

  • Begutachten Sie das Bett in Ihrem Urlaubsdomizil genau, bevor Sie die erste Nacht darin verbringen.
  • Da die Wanzen von menschlichem Geruch angezogen werden, empfiehlt es sich, getragene Kleidung für die Heimreise in luftdichte Beutel zu packen.
  • Waschen Sie Kleidung nach dem Urlaub bei mindestens 60 Grad.
  • Gleiches gilt für Kleidung vom Flohmarkt oder aus Secondhand-Läden.
  • Inzwischen gibt es sogar speziell ausgebildete Bettwanzen-Spürhunde, die an einigen großen Flughäfen auf Nachfrage und auf eigene Kosten das Gepäck beschnüffeln.

Bettwanzen bekämpfen

Bettwanzen beispielsweise mit doppelseitigem Klebeband zu fangen oder mit Insektiziden zu bekämpfen, macht wenig Sinn. Bei einem Bettwanzenbefall benötigen Sie die Hilfe einer professionellen Schädlingsbekämpfung. Denn jedes noch so kleine Ei im letzten Winkel Ihres Schlafzimmers muss vernichtet werden, um die Insekten endgültig loszuwerden.

Meist wird Bettwanzen mit chemischen Mitteln und einer Wärmebehandlung bei Temperaturen über 50 Grad der Garaus gemacht. Gegen die gängigen Insektizide werden die Blutsauger außerdem zunehmend resistenter, was die Bekämpfung erschwert. Selbst für Profis ist die Eliminierung der Wanzen eine Herausforderung: Oft brauchen sie mehrere Anläufe, um alle Wanzenverstecke zu finden.

Schädlings­bekämpfer finden Sie über die Berufs­verbände dsvonline.de und vfoes.de.

Für weitere Infos: Umweltbundesamt

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