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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2012
vom

Öko-Stromtarife

Grüne Inseln im grauen Stromsee

Wer Öko-Strom will, möchte nicht bei einem Unternehmen kaufen, das an anderer Stelle Strom aus Atomkraft und Kohle verhökert. Unser Test mit über 70 Tarifen zeigt, dass es nur wenige tiefgrüne Angebote gibt.

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14.10.2011 | Für Verbraucher ist es nicht gerade leicht, die wahre Quelle des angeblich grünen Stroms und die unternehmerischen Verstrickungen der Lieferanten zu erkennen. Mit dem Engagement der großen Konzerne auf dem einstigen Nischenmarkt des Öko-Stroms wird das Gelände nicht übersichtlicher. Die unendlichen Verflechtungen und Beteiligungen der Stromanbieter untereinander machen es schwer, die guten von den weniger guten, die nur schlechten von den ganz bösen Stromtarifen zu trennen. Deshalb sollte man selbst bei den saubersten Anbietern abwägen, ob sie nicht doch aus einem nicht so ganz sauberen Konzernverbund stammen. Eine Erkenntnis aber hilft auf jeden Fall weiter. Der beste Öko-Strom ist der Strom, der gar nicht verbraucht wird.

Das Testergebnis

15 Tarife landen auf dem 1. Rang. Es sind allesamt reine Öko-Stromanbieter, die nicht zusätzlich konventionellen Strom im eigenen Angebot verkaufen.

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So haben wir getestet

Die Auswahl der Tarife
Wir haben zum einen Unternehmen unter die Lupe genommen, die bundesweit ausschließlich Öko-Strom anbieten. Zweitens suchte verivox schon für den vorausgegangenen Test in Heft 4/2010 besonders billige Öko-Strom-Tarife aus der Liste aller Versorger in Deutschland heraus. Wir wollten herausfinden, ob bei einem günstigen Preis noch ein sauberes Qualitätsprodukt geboten werden kann. In dieser Gruppe waren mehrheitlich Produkte, die auch konventionelle Produkte mit Atomstrom oder aus fossiler Energie anbieten. Für die Aktualisierung haben wir uns jetzt auch angeschaut, inwieweit die Unternehmen die Qualität ihrer Produkte inzwischen verbessert haben. Zur Ergänzung haben wir einige Angebote zusätzlich überprüft von Unternehmen wie Tchibo, die besonders mit Öko-Werbung hervorgetreten sind.

Die Datenerhebung
Bei allen Anbietern wurde ausgewertet, aus welchen Stromquellen sich das Öko-Angebot zusammensetzt, welches Zertifikat dessen Güte bestätigt, ob Wasserkraft mehrheitlich aus neuen oder reaktivierten Kraftwerken bezogen wird und ob das Unternehmen auch selbst Öko-Strom produziert. Bei den Anbietern mit konventionellen Produkten im eigenen Unternehmensangebot haben wir auch deren Herkunft berücksichtigt, zudem die dadurch verursachten Emissionen an radioaktivem Abfall und CO2. Bei den Unternehmen ohne eigenes konventionelles Angebot haben wir zudem die Gesellschafter ermittelt, um Abhängigkeiten zu konventionellen Anbietern darzustellen. Zur Kontrolle haben wir allen Unternehmen einen Erhebungsbogen zur Kommentierung und Verifizierung geschickt.

Die Bewertung
Die Gesamtpunktzahl setzt sich aus einer Bewertung der einzelnen untersuchten Kriterien zusammen. Für jedes Öko-Angebot gab es 100 Basispunkte. Zusatzpunkte gab es für das Zertifikat Grüner Strom Gold, für das Zertifikat Ok-Power, Wasserkraft mehrheitlich aus neuen oder reaktivierten Kraftwerken und für eigene Öko-Strom-Anlagen. Abgezogen wurden die Anteile an Atom- und fossilem Strom in konventionellen Produkten des jeweiligen Anbieters.

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