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Wie lange ist Sonnencreme haltbar?

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Kosmetik und Mode | 11.05.2022

Sonnenschutz ist wichtig – aber wie lange hält sich Sonnencreme eigentlich?
Foto: Shutterstock/Rido

Jedes Jahr dieselbe Frage: Wie lange hält eigentlich Sonnencreme und kann ich den Sonnenschutz aus dem Vorjahr noch bedenkenlos verwenden? Wir geben Antworten und Tipps zum optimalen Sonnenschutz.

Ausreichend Sonnenschutz ist nicht nur im Urlaub am Strand wichtig, sondern auch jetzt im Frühjahr. Noch ist unsere Haut wenig gebräunt und daher besonders empfindlich. Doch müssen Sie sich zwingend eine neue Tube Sonnencreme kaufen, um sich effektiv vor der Sonne zu schützen oder reicht dafür auch die Creme aus dem Vorjahr?

Sonnencreme aus dem Vorjahr: Wie lange hält Sonnencreme?

Ungeöffnet halten Sonnencremes (bei normaler Lagerung) mindestens 30 Monate, also ganze zweieinhalb Jahre. Wenn Sie also eine noch nicht geöffnete Creme vom vergangenen Sommer übrig haben, können Sie diese bedenkenlos verwenden.

Der Lichtschutzfaktor oder die Wirksamkeit nehmen bei ungeöffneten Sonnenschutzmitteln, die noch keinen Kontakt mit der Luft hatten, nicht ab. Wenn Sie eine Creme also erst ein Jahr nach dem Kauf öffnen, haben Sie noch den gleichen Sonnenschutz.

>> Lesen Sie dazu auch: Abgelaufene Kosmetik: So lange sind Make-up, Cremes & Co. haltbar

Wie lange halten angebrochene Sonnencremes?

Ist die Creme erst einmal angebrochen, ist sie weniger lange haltbar als ungeöffnete Tuben oder Sprays. Jede Sonnencreme hat auf der Rückseite das Symbol eines kleinen geöffneten Tiegels mit der Haltbarkeit aufgedruckt. Dort steht dann zum Beispiel "12M", was bedeutet, dass der Sonnenschutz nach dem Öffnen mindestens zwölf Monate haltbar ist.

Tipp: Am besten schreiben Sie mit einem wasserfesten Stift auf die Tube, an welchem Datum Sie sie geöffnet haben.

Sonnencreme hält viele Monate – ungeöffnet bei richtiger Lagerung sogar über zwei Jahre.
Sonnencreme hält viele Monate – ungeöffnet bei richtiger Lagerung sogar über zwei Jahre. (Foto: Shutterstock / Seasontime)

Oft ist die Sonnencreme aber auch länger haltbar, sodass Sie sie vollständig aufbrauchen können. Voraussetzung ist, dass die Creme keiner zu starken Hitze ausgesetzt wurde, also nicht direkt in die Sonne gelegt oder im Hochsommer beispielsweise im Auto aufbewahrt wurde. Auch die die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) empfiehlt, Sonnencremes keinesfalls zu viel Hitze auszusetzen.

Wenn Ihre Creme eine der folgenden Auffälligkeiten aufweist, sollten Sie sie wegwerfen und ein neues Produkt kaufen:

  • Die Creme riecht nicht mehr gut, sondern hat einen scharfen Geruch angenommen.
  • Die Konsistenz hat sich verändert; das Wasser oder Öl haben sich beispielsweise abgesetzt.
  • Die Lotion hat sich verfärbt.

Wenn Sie Sonnencreme richtig anwenden und als Erwachsener die empfohlenen drei bis vier Esslöffel Creme für den gesamten Körper verwenden, sollte Ihr Sonnenschutz ohnehin innerhalb einer "Sonnen-Saison" aufgebraucht sein.

Ist alte Sonnencreme krebserregend?

Französische und amerikanische Forschende fanden in einer Studie heraus, dass der UV-Filter Octocrylen – der häufiger in Sonnencremes steckt – Benzophenon bilden kann. Und der Gehalt an Benzophenon in Sonnencremes kann mit der Zeit stark steigen. Das Problem? Benzophenon gilt als wahrscheinlich krebserregend. Der Stoff steht auch im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken. 

Den UV-Filter Octocrylen kritisieren wir bei ÖKO-TEST deshalb schon seit Jahren. Wir empfehlen, vorsichtshalber zu Sonnencremes ohne Octocrylen zu greifen. Viele Naturkosmetik-Anbieter beispielsweise verzichten auf chemische UV-Filter wie Octocrylen und schützen die Haut stattdessen mit mineralischen Filtern.

Für unser "ÖKO-TEST Jahrbuch für 2022" haben wir zuletzt über 20 Sonnenschutzmittel getestet. Mit Bestnote schnitten vier Sonnencremes ab. Mehr erfahren Sie hier – klicken Sie dazu auf den folgenden Kasten:

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