1. Home
  2. Ratgeber

Trockene Haare: Diese 5 Tipps helfen dagegen

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Kosmetik und Mode | 05.02.2022

Trockene Haare sind im Winter nicht selten – wir haben effektive Gegenmittel.
Foto: Shutterstock / puhhha

Heizungsluft und Mützen können unseren Haaren in der kalten Jahreszeit ganz schön zusetzen. Viele Menschen leiden jetzt unter trockenen Haaren. Wir zeigen Ihnen, welche Hausmittel und Tricks dagegen helfen und den Haaren Feuchtigkeit und Glanz zurückgeben.

Im Winter erleben unsere Haare ein Wechselbad der Temperaturen: Entweder ist es unter der Mütze stickig warm oder ohne Kopfbedeckung eisig kalt. Hinzu kommt die Heizungsluft, die (Kopf-)Haut und Haare zusätzlich austrocknet. Wir zeigen Ihnen Hausmittel und Tipps, die gegen trockene Haare helfen.

1. Olivenöl: Wirksames Hausmittel bei trockenen Haaren

Olivenöl können Sie bei der Haarpflege vielseitig einsetzen. Bei trockenen Spitzen, Spliss und strohigem Haar legt sich das Öl der Oliven wie ein Schutzfilm um die Haare und sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit im Haar bleibt.

Probieren Sie entweder pures Olivenöl im Haar aus: Einfach eine kleine Portion Olivenöl sorgfältig ins feuchte, aber noch handtuchtrockene Haar einmassieren. Eine Stunde einwirken lassen und danach mit einem milden Shampoo auswaschen.

Oder Sie mischen sich eine Olivenöl-Haarkur gegen trockenes Haar. Dazu brauchen Sie:

  • 1 Eigelb
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Olivenöl

Die Zutaten gut vermischen und ins gewaschene, handtuchtrockene Haar einmassieren. 30 Minuten einwirken lassen, dann sorgfältig auswaschen. Lesen Sie dazu auch: Haaröl selber machen: Diese Öle sorgen für schönes Haar

Hilft auch spezielles Haaröl bei trockenen Haaren?

Haaröle kommen vielseitig zum Einsatz; sie helfen, wilde Mähnen zu bändigen und bringen das Haar zum Glänzen. Wer viel mit heißem Fön oder Glätteisen arbeitet, kann ein Haaröl auch als Hitzeschutz verwenden. 

Aber spenden die Haaröle auch trockenen Haaren Feuchtigkeit? Wir haben Haaröle im Labor untersuchen lassen, darunter zertifizierte Naturkosmetikprodukte. Erfreulich dabei: Etwa die Hälfte der Produkte können wir empfehlen, sie pflegen und schützen das Haar zumeist mit einem hohen Anteil an Pflanzenölen. Bei anderen Haarölen im Test sind wir auf Silikone und Mineralöl gestoßen. Das Problem bei Silikonen: Sie wirken nur oberflächlich und haben daher keine pflegende Wirkung, gleichzeitig sind sie in der Umwelt nur schwer abbaubar und belasten das Abwasser.

2. Quark

Quark hat einen hohen Wassergehalt und kann trockenen Haaren deshalb viel Feuchtigkeit spenden. Massieren Sie dazu zwei bis drei Esslöffel Quark in das noch feuchte Haar und auf die Kopfhaut ein. Nach einer Einwirkzeit von etwa fünf Minuten spülen Sie die das Ganze gründlich aus. Verwenden Sie besser möglichst fetthaltigen Quark, keinen Magerquark.

Wenn die Kopfhaut zudem juckt, können Sie 3 EL Quark mit 3 EL Honig mischen. Der Honig beruhigt die Haut und wirkt entzündungshemmend.

3. Avocado-Haarkur

Avocados punkten mit vielen wertvollen ungesättigten Fettsäuren, wichtigen Ballaststoffen und Eiweiß. Auch bei trockenen Haaren sind die grünen Früchte zu empfehlen. Eine Avocado-Haarkur pflegt intensiv.

Avocados liefern viele gesunde Fette, auch für trockene Haare.
Avocados liefern viele gesunde Fette, auch für trockene Haare. (Foto: Shutterstock / Krasula)

So geht's: Zerdrücken Sie das Fruchtfleisch einer reifen Avocado mit einer Gabel und geben Sie einen Schuss Olivenöl hinzu. Verteilen Sie die Haarkur im gesamten Haar, auch in den Spitzen und lassen sie rund 30 Minuten einwirken. Danach gut mit Shampoo ausspülen.

Übrigens können Sie mit Hausmitteln wie Apfelessig oder Kamillentee auch fettige Haare in den Griff bekommen, lesen Sie dazu den Artikel: Fettige Haare: 5 einfache Mittel, die helfen

4. Das richtige Shampoo bei trockenen Haaren

Nicht nur Hausmittel helfen bei trockenem Haar, auch die Wahl des Shampoos ist entscheidend. Im Handel gibt es spezielle Produkte für trockenes Haar. Das Wichtigste ist dabei: Es sollte ein Shampoo ohne Silikone sein. Silikone legen sich wie oben beschrieben um das Haar, wodurch es aber nur geschmeidig wirkt. 

ÖKO-TEST hat Shampoos für trockenes Haar getestet und wir können einige Produkte empfehlen. Leider sind wir neben Silikonen aber auch auf problematische Duftstoffe, PEG-Verbindungen und andere Kunststoffverbindungen gestoßen. Alle Testergebnisse und Details lesen Sie im ePaper (einfach auf den roten Button klicken):

Shampoo für trockenes Haar im Test: Welche Marken überzeugen?

Außerdem ist weniger mehr: Trockene, strapazierte Haare freuen sich über weniger Styling. Heiße Fönluft, Glätteisen oder Lockenstab stressen die Haare und können sie austrocknen. Deshalb die Haare öfter lufttrocknen lassen oder den Fön nur auf maximal die mittlere Stufe einstellen. Bei den Haarstyling-Produkten darauf achten, dass kein Alkohol enthalten ist. Dieser entzieht der Kopfhaut Fett.

5. Die richtige Ernährung für gesunde und glänzende Haare

Eine ausgewogene Ernährung versorgt nicht nur die Haare mit ausreichend Feuchtigkeit und Nährstoffen, sondern hilft uns insgesamt, gesund zu bleiben. Neigen Sie zu trockenen Haaren, sollten Sie vor allem auf eine gute Versorgung mit Proteinen achten. Eiweiß sorgt unter anderem für den Erhalt von Haut und Haaren. Linsen, Haferflocken und Spinat sind gute pflanzliche Proteinquellen.

Vitamine und Minerallstoffe sind ebenfalls wichtig für gesundes Haar. Wer zudem auf Alkohol und Nikotin verzichtet, tut seiner (Kopf-)Haut und seiner Gesundheit etwas Gutes. Ein weiterer häufig gelesener, aber wichtiger Tipp: Viel Wasser trinken und ausreichend schlafen.

Weiterlesen auf oekotest.de: