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Schönheitsoperationen

Die häufigsten Eingriffe

Kategorie: Kosmetik und Mode | 28.06.2018

Schönheitsoperationen

Immer mehr Menschen lassen sich operativ verschönern. Ein Vergleich der aktuellen Statistik für 2017 der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen mit den Zahlen für 2016 zeigt: Die Ärzte haben rund drei Prozent mehr Operationen durchgeführt. In die Statistik gingen 32.647 Operationen durch 93 Mitgliedsärzte ein. Neuer Spitzenreiter in Deutschland ist die Oberlidplastik mit insgesamt 4.369 Operationen.

Bei den Operationen, denen Frauen sich unterzogen, lag die Oderlidstraffung (3.752) ebenfalls auf Platz 1. Es folgten: Fettabsaugung (3.694), Brustvergrößerung (3.503), Nasenkorrekturen (1.846) und Bauchstraffung (1.667). Im Jahr 2016 belegte die Intimchirurgie bei den Frauen mit 2.638 Operationen noch den fünften Platz.

Männer lassen sich vergrößerte Brust verkleinern

Bei den Männern stand auf Platz 1 die Gynäkomastie (Verkleinerung der vergrößerten Brust) (860), gefolgt von Fettabsaugung (628), Oberlidstraffung (616), Haartransplantation (327) und Nasenkorrekturen (318).Die Zahl der minimal-invasiven Eingriffe im Gesicht stieg um rund 20 Prozent von 31.963 Behandlungen im Jahr 2016 auf 38.526 im Jahr 2017. Knapp die Hälfte davon waren Behandlungen mit Botox gegen Mimikfalten. An zweiter Stelle folgten Falten und Volumenbehandlungen mit Hyaluronsäure.

Informieren und Aufklären ist wichtig

Wer sich für eine Schönheitsoperation entscheidet, sollte sich sehr gut informieren und vorbereiten. Das Internet ist geduldig und auch mit persönlichen Empfehlungen kann man Pech haben. Dennoch: eine persönliche Empfehlung ist ein erster Anhaltspunkt, das Internet bietet gute Möglichkeiten, sich über Ärzte zu informieren. Setzen Sie sich mit der in Frage kommenden Ärztin oder dem Arzt kritisch auseinander. Eine Mitgliedschaft in einer Fachgesellschaft oder einem Berufsverband ist wichtig. Welche Qualifikationen liegen vor? "Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie" ist eine anerkannte Zusatzqualifikation. Wie oft hat er oder sie den geplanten Eingriff schon durchgeführt? Das Erstgespräch sollte mindestens eine halbe Stunde dauern. Nehmen Sie jemanden mit. Schreiben Sie Ihre Fragen auf. Fragen Ärztin oder Arzt nach Ihren Motiven? Sprechen Sie Alternativen zu Ihren Wünschen an? Ablauf der geplanten Operation, Risiken und Heilungsverlauf genau besprechen und erklären lassen. Im Erstgespräch keine Verträge unterschreiben. Lassen Sie sich einen ausführlichen Kostenvoranschlag machen. Mehrere Angebote einholen, Preise vergleichen, denn die Kosten werden Sie in der Regel selbst tragen müssen. Für medizinisch nicht erforderliche Operationen übernehmen die Krankenkassen keine Kosten, an der Behebung von Komplikationen müssen sie sich beteiligen. Bis Sie nach einer Operation wieder arbeiten können, müssen Sie Urlaub nehmen, es besteht kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Stellt ein Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus, macht er sich theoretisch schadenersatzpflichtig.

Nicht von Billigangeboten locken lassen

Lassen Sie sich nicht von Billigangeboten aus dem Ausland locken, informieren Sie sich umfassend und legen Sie strenge Kriterien für die Entscheidung an. Wenn Sie sich für einen Eingriff im Ausland entscheiden, prüfen Sie die Haftungsregelungen und legen Sie die Gewährleistung, möglichst nach deutschem Recht, vertraglich fest.


Weiterführende Links

https://www.oekotest.de/gesundheit-medikamente/Ratgeber-Schoenheitsoperationen-und-Botox_105270_1.html

https://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/Ratgeber-Die-richtige-Hautpflege_109576_1.html

http://www.vdaepc.de/