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Gesichtsreinigung: Die besten Tipps für jeden Hauttyp

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Kosmetik und Mode | 31.08.2020

Die abendliche Gesichtsreinigung gehört für viele Männer und Frauen zum Pflegeprogramm.
Foto: Maridav / stock.adobe.com

Die Gesichtsreinigung ist ein wichtiger Bestandteil der täglichen Gesichtspflege. Wir erklären, wie Sie Ihr Gesicht am besten reinigen und auf die Pflege vorbereiten – und welche Fehler Sie dabei vermeiden sollten.

  • Im Laufe des Tages sammelt sich Schmutz auf unserer Gesichtshaut, zum Beispiel aus der Luft oder, weil wir uns ins Gesicht fassen. Vor allem abends kann eine gründliche, aber sanfte Gesichtsreinigung deshalb säubern und entspannen.
  • Bei gereinigter Gesichtshaut können Pflegeprodukte besser wirken.
  • Verwenden Sie für die Gesichtshaut unbedingt ein seifenfreies Produkt.

Egal, ob Sie eine Tagescreme oder Nachtcreme auftragen: Sie sollten die Poren Ihrer Gesichtshaut zuvor reinigen, damit die Creme ihre pflegende Wirkung besser entfalten kann. Vor allem bei fettiger und unreiner Haut ist eine gründliche Reinigung wichtig.

Gesichtsreinigung: Welcher Cleanser passt für welchen Hauttyp? 

Für die Gesichtsreinigung stehen viele verschiedene Produkte zur Verfügung: Waschgele, Emulsionen, Reinigungsmilch und vieles mehr. Unsere Übersicht hilft, das richtige Gesichtsreingungsprodukt zu finden:

  • für normale Haut: mildes Waschgel oder milde Reinigungsmilch
  • für fettige Haut: leichtes oder antibakterielles Reinigungsgel ohne Öl. Produkte mit Alkohol und antibakteriellen Wirkstoffen eignen sich gut für die Reinigung fettiger Haut, reichhaltige und rückfettende Cleanser dagegen gar nicht.
  • für trockene Haut: ölhaltige Reinigungsprodukte. Produkte mit Alkohol sind nicht geeignet, da sie die Haut noch mehr austrocknen können.
  • für empfindliche Haut: Reinigungsmilch oder -gel ohne Duftstoffe und ohne Alkohol. Produkte mit beruhigenden Inhaltsstoffen sind optimal, ebenso eine pH-neutrale Waschlotion.

Reinigungstücher sind in der Regel mit Emulsion getränkte Zellstofftücher, Schmutz und sogar wasserfestes Make-up entfernen. Zugleich pflegen sie angeblich die Haut. Die enthaltenen Wasser-Fett-Gemische wirken wie eine Reinigungsmilch: Das Wasser nimmt den wasserlöslichen Schmutz auf. Die Fette und Emulgatoren binden den fetthaltigen Schmutz. Der bleibt dann im Reinigungstuch hängen.

Das Problem: Weil beim Öffnen und Verschließen der Verpackung Keime an die Tücher gelangen können, werden Konservierungsstoffe zugesetzt, die für die Haut problematisch sein können. Das ist besonders bedenklich, weil nicht mehr mit Wasser nachgespült wird. Außerdem sind die Einmaltücher alles andere als umweltfreundlich. Wir raten daher, Reinigungstücher nicht dauerhaft zu verwenden, sondern Sie lediglich fü unterwegs einzupacken, da sie auf Reisen recht praktisch sind.

Ein Tipp, mit dem Sie feststellen können, ob Sie das passende Produkt verwenden: Wenn die Haut nach der Reinigung spannt, ist das Produkt zu aggressiv. Sollten Sie unsicher sein, welches Produkt zu Ihrem Hauttyp passt, fragen Sie am besten eine Kosmetikerin oder Ihren Hautarzt.

Lese-Tipp: Vegane Kosmetik im Test – nicht immer empfehlenswert

Seife eignet sich nicht zur Gesichtsreinigung

Seife ist gut geeignet fürs Händewaschen, nicht aber für die zarte Gesichtshaut. Ihr Cleanser sollte deshalb seifenfrei sein. Herkömmliche Seife verändert den pH-Wert der Haut und stört den natürlichen Säureschutzmantel. 

Zur Haarwäsche wird Haarseife dagegen immer beliebter - Öko-Test hat Haarseife getestet: Festes Shampoo und Haarseife im Test: Was taugt die nachhaltigere Haarpflege?

CC0 / Unsplash.com / Chris Knight
CC0 / Unsplash.com / Chris Knight (Foto: Nach der Gesichtsreinigung können Sie beispielsweise eine Gesichtsmaske auftragen.)

So wird das Gesicht in zwei Schritten gereinigt

Die optimale Gesichtsreinigung besteht aus zwei Schritten: der Reinigung und dem Klären. Wenn Sie sich in der Früh geschminkt haben, ist das Abschminken abends der erste Schritt der Gesichtsreinigung. Danach wird die Haut selbst gereinigt. So gehen Sie vor:

  1. Das Reinigungsprodukt in kreisenden Bewegungen auftragen. Mit viel lauwarmem Wasser abwaschen. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, sonst trocknet Ihre Haut möglicherweise zu stark aus. Dann die Haut vorsichtig trockentupfen. Wer zu sehr rubbelt, schadet der empfindlichen Epidermis.
  2. Danach folgt das Klären: Sie können dazu ein Gesichtswasser benutzen. Es soll die Haut "tonisieren", das heißt kräftigen und stärken. Entsprechende Produkte steigern die Durchblutung und sorgen für mehr Spannung der Gesichtshaut. Am besten geben Sie das Gesichtswasser auf ein Wattepad und tupfen das Gesichtstonic damit zart auf. Augen und Mund können Sie dabei aussparen. Das Gesichtswasser darf auf der Haut bleiben.

Danach ist Ihre Haut für die Aufnahme von Pflegeprodukten bereit, und Sie können Ihre normale Tages- oder Nachtcreme auftragen.

Jetzt lesen: Gesichtscreme-Test – 9 Markencremes sind "ungenügend"

Wie häufig sollte man das Gesicht reinigen?

Übertreiben sollten Sie es mit der Gesichtsreinigung nicht. Ein oder zwei Mal täglich ist optimal, sonst wird der natürliche Schutzmantel der Haut unter Umständen geschädigt. Ohne diesen schützenden Film ist die Haut anfälliger für Unreinheiten und Pickel.

Bei einer morgendlichen Reinigung werden die Reste der Nachtcreme, Schweiß, überschüssige Talgpartikel und abgestorbene Hautzellen entfernt. Abends hilft die Reinigung hingegen, Make-up und den Schmutz, der sich im Lauf des Tages auf der Haut abgelagert hat, zu entfernen.

Schnell eine Handvoll Wasser ins Gesicht, trockenrubbeln – das reicht übrigens nicht, um die Haut gründlich zu reinigen. Wasser erfrischt zwar wunderbar, ist aber nicht in der Lage, Schmutz, Make-up, Hautschuppen, Fett und Schweiß sorgfältig zu entfernen. Eine schonende Reinigung mit dem passenden Cleanser ist deshalb wichtig, um die Poren gründlich zu säubern.

Bei der Gesichtsreinigung gilt: Das Reinigungsmittel sparsam aufs Gesicht auftragen und mit klarem, lauwarmen Wasser abspülen.

Gesichtspeeling entfernt abgestorbene Hautzellen

Ein Gesichtspeeling gehört nicht zur täglichen Hautpflege, sondern sollte nur einmal die Woche auf der Beauty-Agenda stehen. Das Peeling entfernt abgestorbene Hautzellen und regt die Produktion neuer Zellen an.

Jetzt lesen: Gesichtspeelings im Test – Mikroplastik ist noch immer ein Problem

Auch Augen-Make-up-Entferner gehören zur Gesichtsreinigung

Mit normalen Basisreinigungsprodukten wie Waschgel lässt sich Augen-Make-up nicht immer abnehmen, denn  die Augenschminke ist auf Haltbarkeit ausgelegt, wisch- und oft auch wasserfest. Starkes Reiben an der dünnen und empfindlichen Augenpartie sollten Sie vermeiden, deshalb gibt es Augen-Make-up-Entferner, die die Kosmetik gründlich, aber sanft lösen sollen. Man erhält sie als Creme, Gel, Lotion oder Öl. Wasserfeste Schminke lässt sich besser mit einem ölhaltigen Reiniger entfernen.

Wasserhaltige Reiniger können Konservierungsstoffe enthalten, damit sie nicht verkeimen. Das kann für Allergiker problematisch sein. Nicht empfehlenswert für die Anwendung an den Augen sind parfümhaltige Produkte. Öko-Test hat 17 Augen-Make-up-Entferneer getestet – zertifizierte Naturkosmetik schnitt dabei sehr gut ab: 

Jetzt lesen: 17 Augen-Make-up-Entferner im Test

Die richtige Pflege für Männerhaut

Die Haut von Männern ist etwas dicker als die von Frauen, die männlichen Drüsen produzieren außerdem mehr Talg. Das bedeutet: Männliche Haut ist meist fettiger als die von Frauen und benötigt eine etwas andere Pflege. Öko-Test hat im Februar 2020 insgesamt 20 Männer-Gesichtscremes getestet – einige enthielten umweltbelastende Kunststoffverbindungen:

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